How To: Einen Mac für den Verkauf auf Werkseinstellungen zurücksetzen

Marcel Am 27.04.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:28 Minuten

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Das schöne an iMac, MacBook und Co. ist ja, das man bei einem eventuellen Verkauf auch bei zwei oder drei Jahre alten Geräten noch einen deutlich höheren Wiederverkaufspreis erhält, als es bei Windows-Kisten der Fall ist. Doch auch bei einem Mac sollte vor dem Verkauf daran gedacht werden, die Kiste restlos „platt zu machen“ – immerhin möchte man ja nur die Hardware verkaufen und nicht die eigenen Daten, außerdem freut sich ein potentieller Käufer immer, wenn er direkt loslegen kann und nicht erst alten Ballast loswerden muss. Ist unter Windows 10 inzwischen ganz simpel und auch bei einem Mac ist dies alles andere als ein Hexenwerk – nur vorher an ein entsprechendes Backup denken.

Optional: Accounts löschen. In meinen Augen zwar nicht unbedingt notwendig, da die Festplatte sowieso komplett platt gemacht wird, von Apple aber empfohlen: Das Löschen von Accounts und Deautorisieren des Rechners. Dazu öffnet ihr einmal iTunes und wählt dort den Menüpunkt „Store → Diesen Computer daeutorisieren„. Außerdem solltet ihr einmal in die Systemeinstellungen von OS X springen und euch dort unter dem Punkt „iCloud“ abmelden und zu guter Letzt unter „Internetaccounts“ sämtliche eingetragene Accounts entfernen. Wie gesagt: Von Apple so empfohlen, ich persönlich sehe hier drin (außerdem beim Deautorisieren des Macs) keine Vorteile…

1. Schritt: Recovery Tool starten. Nun geht es an die wirkliche Arbeit. Dazu startet ihr erst einmal euren Mac neu und haltet beim Startvorgang die Tastenkombination CMD + R gedrückt. Statt in den Login-Bildschirm sollte euer Mac nun in das Recovery Tool starten – dauert unter Umständen ein paar Sekunden, dann aber sollte es auch schon da sein. Sieht dann wie folgt aus:

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2. Schritt: Festplatte löschen. Eigentlich fast schon der wichtigste Punkt: Das Löschen der eigenen Daten von der Festplatte. Dazu wählen wir im Recovery Tool zuerst den Punkt „Festplattendienstprogramm“ aus und wählen im darauf folgenden Fenster unsere System-Festplatte aus (linke Sidebar, oberster Punkt). Danach klicken wir einmal auf den Button „Löschen“ und vergeben einen neuen Namen – könnt ihr euch selbst aussuchen, ich nutze immer „Mac“ oder so etwas. Die restlichen beiden Optionen könnt und solltet ihr so belassen wie sie sind, sprich „OS X Extended (Journaled)“ als Format und „GUID-Partitionstabelle“ als Schema.

Hinweis: Bei Macs mit einer verbauten SSD habt ihr keine weiteren Optionen mehr. Habt ihr jedoch eine konventionelle Festplatte verbaut, solltet ihr noch zusätzliche „Sicherheitsoptionen“ auswählen können. Hier hinter verbirgt sich die Möglichkeit, eine sichere Löschmethode mit mehrmaligem Überschreiben auszuwählen. Ist bei „alten“ Festplatten natürlich empfohlen, bei einer SSD entfällt dieser Punkt aber – hier reicht bereits ein einmaliges Überschreiben der Daten aus, um diese unwiderruflich zu vernichten. Technik sei Dank.

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3. Schritt: Festplatendienstprogramm beenden. Ist der Vorgang dann (hoffentlich erfolgreich) abgeschlossen, könnt ihr das Festplatendienstprogramm beenden. Entweder über die Menüleiste oder aber wie gewohnt über den Tastatur-Shortcut CMD + Q.

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4. Schritt: OS X erneut installieren. Nun kann es dann auch schon an die Neuinstallation von OS X gehen. Dazu wählt ihr im Recovery Tool den entsprechenden Punkt „OS X erneut installieren“ und folgt erst einmal den weiteren Anweisungen.

5. Schritt: Apple-ID eingeben. Im Verlaufe der ersten Installationsschritte werdet ihr dazu aufgefordert, eure Apple-ID mitsamt des Passwort einzugeben. Aber keine Sorge: Diese wird nur dazu verwendet, den Installationsversuch und den Download der aktuellsten Mac-Version zu legitimieren. Weder der Accountname (beziehungsweise die verwendete Mail), noch das Passwort werden gespeichert, ein potentieller Käufer bekommt diese also nicht zu Gesicht.

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6. Schritt: Installation fortsetzen. In den folgenden Schritten müsst ihr unter Umständen noch die gewünschte Partition auswählen, auf der OS X installiert werden soll – zumeist wird euch hier aber nur eine Partition angeboten. Danach wird die aktuellste Version von OS X von den Apple’schen Servern heruntergeladen und installiert – was je nach Internetverbindung und Mac-Innereien etwa ein bis zwei Stunden dauern kann. Nicht wundern: Nach dem Download startet der Mac erst einmal neu, der Installationsvorgang wird dann aber ohne manuelle Eingriffe fortgesetzt.

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7. Schritt: Abschluss. Irgendwann ist die Installation dann abgeschlossen und euch wird der Einrichtungsassistent von OS X angezeigt. „Willkommen – Mit nur wenigen Schritten können Sie Ihren Mac registrieren und konfigurieren.“ Ist ja nett, wollen wir aber nicht, denn genau an dieser Stelle kann der Käufer einsetzen. Also: Einfach  den Mac ausschalten, beim nächsten Start geht es dann genau an dieser Stelle weiter – also wie gewünscht.

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Fleißpreis: Mac aus dem Support-Profil löschen. Ist ebenfalls nur eine rein optionale Sache, der eventuelle Käufer wird sich darüber aber genauso freuen, wie über einen komplett zurückgesetzten Mac. Bekanntlich ermöglicht Apple die Registrierung aller vorhandenen Apple-Geräte im Support-Profil. Eigentlich nur in Zeiten der noch nicht abgelaufenen Garantie wirklich interessant, gibt es einige Nutzer, die ihre Geräte der Übersicht wegen dennoch ihrem Profil hinzufügen wollen. Also: Kurz einmal in euer Support-Profil reinschauen und den entsprechenden Mac kurzerhand aus dem Profil löschen.

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Bildquelle Shutterstock

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