Hyperduck: Kostenlose App sendet Links von iPhone oder iPad auf den Mac

Marcel Am 02.02.2023 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:49 Minuten

Die App Hyperduck von Sindre Sorhus schickt Links von einem iOS-Gerät an den Mac und öffnet diesen anschließend in eurem Standardbrowser – auch dann, wenn euer Mac während des Versands offline ist.

Der aus Norwegen stammende Entwickler Sindre Sorhus hat etliche Apps im Portfolio, deren Anwendungszwecke manchmal nicht für jeden Nutzer direkt ersichtlich sind, die aber in ihrer Nische durchaus eine Berechtigung haben – Plain Text Editor, Gifski und vor allem Velja haben einen dauerhaften Platz auf meinem Mac. Auch die jüngste Veröffentlichung namens Hyperduck schlägt in diese Kerbe. Als einzige Aufgabe empfängt die App von einem iPhone oder iPad aus übertragene Links und öffnet diese in eurem ausgewählten Standardbrowser auf dem Mac. Dazu stellt die App auf dem iOS-Gerät eine Teilen-Option „Send to Mac“ im Share Sheet bereit, überträge den Link anschließend an die iCloud und öffnet den Link dann auf dem Mac. Einzige Voraussetzung hierfür ist, dass das iPhone oder iPad und der Mac mit demselben iCloud-Account angemeldet sind.

Wieso man nicht auf Apple-eigene Alternativen wie AirDrop oder Handoff zurückgreifen sollte? Weil es nicht nur schneller ist, sondern auch dann funktioniert, wenn euer Mac offline ist – in dem Fall wird der Link dann geöffnet, wenn ihr ihn wieder einschaltet. Im Vergleich zu iCloud Tabs oder der Leseliste von Safari funktioniert die Übergabe mit jedem beliebigen Link von jedem Share Sheet heraus. Dazu ist es komfortabler als der Link-Versand via iMessage oder E-Mail und erfordert keinen weiteren Anbieter wie zum Beispiel PushBullet oder speziellen Browser zur Synchronisation. Pocket, Instapaper und Co. wären noch eine Alternative, aber auch da sind wieder weitere Dienste im Spiel und nicht jeder hat entsprechenden Bedarf. Darüber hinaus kann Hyperduck auch Kurzbefehl-Aktionen auf dem Mac vom iOS-Gerät aus starten und es lassen sich Deeplinks von und zu Raycast triggern.

Wie man sieht hat Hyperduck durchaus seine Daseinsberechtigung, zumindest kann ich die vom Entwickler genannten Vor- und Nachteile nachvollziehen; ich bin schon seit geraumer Zeit weg von klassischen Später-Lesen-Diensten und nutze nur noch die Apple’sche Erinnerungen-App, um Links für ein späteres Lesen zu öffnen. Ob Hyperduck dauerhaft einen Platz auf meinem Mac findet? Das finde ich in den kommenden Tagen und Wochen heraus. Denn ein kleiner Haken wäre die Tatsache, dass Links immer „sofort“ geöffnet werden und ich nicht die Möglichkeit habe, zum Zeitpunkt X eine Liste mit gespeicherten Links anzuzeigen. Eben jenes ist laut Sirhus aber auch nicht geplant, selbiges gilt für eine Lokalisation der App oder eine umgekehrte Richtung vom Mac aufs iPhone oder iPad. Muss man wissen und dann nach dem Test entscheiden.

‎Hyperduck
‎Hyperduck
Entwickler: Sindre Sorhus
Preis: Kostenlos
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via Sindre Sorhus

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