Ich musste Lachen. Wie sich OutBank immer weiter selbst abschafft.

Marcel Am 19.06.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:08 Minuten

outbankde

Manchmal gibt es ja so Firmen, bei denen man echt nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll. Stoeger IT, die Entwickler der zuletzt stark in die Kritik geratenen Banking-App OutBank DE gehören für mich inzwischen ohne Zweifel dazu, man lässt kein Fettnäpfchen und keine Lächerlichkeit aus. Zuletzt sorgte man für Aufregung, als man angekündigt hatte, dass der kommende Cloud-Sync für Outbank DE trotz Abo-Preismodell ein kostenpflichtiges Zusatzfeature wird. Erinnerung: Man hatte der neuen Banking-Version ein Abo-Modell gegönnt, ohne welches keine Kontoabfragen möglich sind – 0,89 Euro pro Monat, 8,99 Euro pro Jahr.

Begründet hat man diesen Schritt damit, dass nur so eine konsequente Weiterentwicklung möglich wäre. Hätte ich persönlich noch mit Leben können. Dann aber kündigte man eben an, dass der Cloud-Sync nur nach einem In-App-Kauf freigeschaltet wird. Höh? Das Abo soll die Weiterentwicklung sicherstellen, aber neue Funktionen kosten dann doch? War auch für mich zu viel des Guten und die App ist auf direktem Wege vom Gerät geflogen.

Das wollten sich die Herren von Stoeger IT nicht auf sich sitzen lassen und haben nun einmal auf einen entsprechenden iFun-Artikel reagiert. Zwar hat man sich dabei größtenteils auf die Einstellung des Supports von OutBank 2 bezogen, dieser Punkt ist mir an dieser Stelle jedoch relativ egal, auch wenn man hier ebenso großen Marketing-Bullshit von sich gibt. Interessanter ist eine Aussage bezüglich des Cloud-Syncs, die an Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist:

Es gibt Kunden, die OutBank 2 nicht gekauft haben, da sie ein wie auch immer gearteter Cloud Sync, abgeschreckt hat. Auch wenn es sich bei unserem Sync um eine sichere, vollverschlüsselte Lösung handelt, sind viele, gerade wegen NSA usw., verunsichert. Um auch diesen Kunden gerecht zu werden und allen anderen Kunden, die keinerlei Sync benötigten, gibt es dann die Möglichkeit den Cloud Sync per In-App-Purchase freizuschalten. Wir könnten natürlich auch den Abo Preis erhöhen, was aber den Kunden gegenüber ungerecht wäre, die keinen Cloud Sync nutzen.

Okay. Der Anfang kommt ja noch hin, was dann aber kommt ließ mich auflachen. Da einige Nutzer keinen Cloud-Sync benötigen und/oder wollen muss man diesen per IAP freischalten? Ohne IAP müsste man die monatlichen Abo-Kosten erhöhen, weil einige den Cloud-Sync nicht wollen? What? The? Fuck? Kann mir einmal jemand DIESE Logik erklären? Wieso einmaliger Kauf oder eine Erhöhung der Abo-Kosten nur weil einige Nutzer den Cloud-Sync nicht benötigen?

Beides ist völlig lächerlich, weil man eben wie gesagt bereits mit dem Abo die Finanzierung der Entwicklung sicherstellen wollte. Beides eine absolute Verarschung der Kunden und diese Aussage ist kaum lächerlicher als das spanische Spiel gegen die Niederlande. Von einem Optionsfeld „Cloud-Sync ein/aus“ hat man im Hause Stoeger IT wohl noch nie etwas gehört. Nur singen und klatschen in der Schule gehabt, wa? Mir tun die Mitarbeiter Leid, denn wenn Stoeger IT sich nicht bald mal fängt und aufhört sich selbst abzuschaffen dürfte es bald neue freie Kräfte auf dem Arbeitsmarkt geben.

ml1wd

Bild Wikimedia

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