IKEAhackers.net: IKEA lenkt ein und sucht nach neuer Lösung

Marcel Am 19.06.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:31 Minuten

ikeafahnen

Vor ein paar Tagen begann ein kleiner bis mittelgroßer Shitstorm gegen den schwedischen Möbelhersteller IKEA. Der Grund: Nach über acht Jahren des Bestehens hat man das Bastel-Blog IKEAhackers.net abgemahnt und die Herausgabe der Domain oder die Entfernung sämtlicher Werbebanner gefordert. Auf dem Blog werden Vorschläge, Ideen und Anleitungen veröffentlicht, wie man die Möbelstücke des Hauses verschönern, kombinieren oder umfunktionieren kann.

Passte IKEA scheinbar nicht, woraufhin die besagte Abmahnung an die Betreiberin Jules Yap rausging. Zum Unmut vieler Kunden und Nutzer – und auch in meinen Augen eine völlig unverständliche Reaktion, Markenrecht hin oder her. Irgendwo hat die Seite kostenlos Werbung für IKEA und dessen Möbel gemacht und damit etwas, für das andere Unternehmen viel Geld latzen.

Jetzt aber das Einlenken seitens IKEA. So hat man gegenüber Yahoo! Homes eine Stellungnahme abgegeben, in der man angibt, dass man zusammen mit Yap eine neue Lösung erarbeiten wolle, mit der alle Beteiligten zufrieden sein können.

„We want to clarify that we deeply regret the situation at hand with IKEAhackers. It has of course never been our ambition to stop their webpage. On the contrary, we very much appreciate the interest in our products and the fact that there are people around the world that love our products as much as we do. […] We are now evaluating the situation, with the intention to try to find a solution that is good for all involved.“

Wie die Lösung jedoch aussehen könnte, dazu hält man sich aktuell erst mal noch bedeckt und auch Yap möchte erst einmal abwarten, bevor die große Party steigt. Sollte diese nicht zufriedenstellend sein, wird das Bastel-Blog trotzdem auf eine neue Domain umgezogen – bis dahin aber wird das Blog samt Werbeanzeigen wie gewohnt weiterlaufen. Ich denke mal, dass IKEA hier sicherlich gut beraten wäre, die ganze Sache einfach laufen zu lassen oder die Seite selbst zu finanzieren, auch wenn dies bedeuten würde, dass man eine kleine Klatsche hinnehmen muss – andererseits würde man damit aber auch Größe bezeugen und einen Fehler eingestehen.

Inter IKEA Systems BV called me!

Bildquelle IKEA via Golem

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