iMac Konzept: Neues Display mit Face ID, Surround Sound und integrierte AirPower

Marcel Am 16.05.2019 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:12 Minuten

Konzepte sind ja immer so eine Sache für sich. Zumeist stellen sie eine Art Wunschliste des Designers da, die technisch teils noch nicht machbar, teils aber auch einfach zu hochpreisig wären, als dass man sie an die Frau und den Mann bringen könnte. Gleichzeitig sind diese aber oftmals auch sehr gut gemacht und nett anzuschauen – quasi so etwas wie ein Porno für den Tech-Geek. Auch auf das nun folgende Konzept dürften die genannten Punkte zutreffen. Produktdesigner Philip Martin hat sich einmal dem iMac angenommen, dessen Aussehen sich seit 2012 nicht mehr geändert hat. Zieht man ein paar Tunings und das verdünnte Gehäuse ab, könnte man auch die sechste Generation aus 2009 noch hinzurechnen. Bei seinem iMac 2019-Konzept greift er die aktuelle Designsprache Apples auf und integriert ein paar Features aus der Apple-Welt.

Auffällig ist hier das neue Display, welches nun fast die gesamte Front einnimmt und abgerundete Ecken bietet. Quasi ein iPad Pro in XXXL, denn Philip Martin wünscht sich wohl auch einen iMac mit Touchscreen. Der Clou des Displays: Der linke und rechte Bildschirmrand ist nur visualisiert. Packt man nun zwei oder drei Monitore nebeneinander, verschwinden die schwarzen Ränder zum jeweiligen Monitor hin und erzeugen so einen fast nahtlosen Übergang der Anzeigefläche. Im oberen Rand wiederum sind eine Frontkamera, Infrarotkamera und ein Dot projector untergebracht – natürlich für FaceID, von dem ich realistisch glaube, dass man dies früher oder später auch in den iMacs und MacBooks finden wird. Zusätzliche Kameras an den Ecken des Displays sollen AR/VR realisieren können.

Der Standfuß des iMacs ist besonders interessant und dient als kabellose Lademöglichkeit – nicht nur für iPhone, iPad und die AirPods, sondern auch für das Magic Keyboard und die Magic Mouse. Angesichts des Untergangs der AirPower-Ladematte dürfte eine Qi-Ladefunktion im Standfuß in sehr weite Ferne gerückt sein – auch wenn die Idee weder neu, noch unschön ist. Die Anschlüsse sind von der Rückseite des eigentlichen Gehäuses auf die Rückseite des Standfußes gewandert. Und dies nicht ohne Grund, denn der untere Teil des Gehäuses besteht aus dem Mesh-Material des Apple HomePod und dient der passiv Kühlung, der durch verkleinerte Lüfter gewonnene Platz wird von größeren Lautsprechern und Subwoofern eingenommen, die für ein Multi-Channel Surround Sound sorgen sollen – eben ähnlich der Technik des HomePod.

Tja, wie gesagt: Ansehnlich, aber technisch wohl noch kaum machbar. Oder besser gesagt nicht zu den aktuellen iMac-Preisen. Zumindest das Display mit seinen abgerundeten Ecken und der FaceID-Technik sehe ich mittelfristig durchaus realistisch, allerdings dürfte der Preis zum jetzigen Zeitpunkt um mindestens 50 Prozent steigen, wenn nicht noch mehr… Puuuh, ne. Wäre erstmal etwas für den iMac Pro, denn ob das Preislabel nun bei 5.500 beginnt oder bei 6.000 Euro macht keinen großen Unterschied. Aber da man die iMacs bereits Mitte März ohne großes Event aktualisiert hat, würde ich in diesem Jahr nicht mehr mit einem großen Redesign rechnen. Dies sehe ich dann doch eher im nächsten Jahr und auch wenn das aktuelle iMac-Design fast zeitlos ist, hat man sich irgendwann mal satt gesehen und es darf etwas frisches her.

Quelle Behance via theMACcessories

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