Immersion analysiert euer Gmail-Konto: Das wissen Google, die NSA und Co. über euch

Marcel Am 10.07.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:12 Minuten

In nahezu jeder Datenschutz-Diskussion, wie aktuell durch die Enthüllung eines gewissen Herrn Snowden, kommt mindestens einmal der Satz „Wer nichts zu verbergen hat…“. Natürlich ist es richtig, dass einfache „Hast du gut geschlafen“-Mails oder Bestellungen im Online-Shop sicherlich nicht aussagekräftig und verwertbar sind, dennoch muss man dabei immer bedenken, dass die Summe der Daten ein Bild ergeben, welches so groß sein dürfte, dass man sich selbst nicht mal darüber im klaren ist. Mit Immersion gibt es nun ein Projekt des MIT Media Lab, welches nur anhand eures Gmail-Kontos eine grafische Aufstellung der scannbaren Metadaten bietet.

Als Metadaten werden dabei lediglich nur Absender, Empfänger, Datum und Uhrzeit bezeichnet – der eigentliche Inhalt der Mail zählt nicht dazu und wird auch nicht erfasst. Dennoch kommt hier (je nach Nutzung von Gmail natürlich) doch schon ein recht umfangreicher Datensatz zusammen, welcher eben für die visuelle Darstellung herhalten muss. In dieser wird nicht nur verdeutlicht, wie häufig ihr mit wem kommuniziert habt, es werden auch die Verbindungen eurer Kontakte untereinander miteinander in Verbindung gesetzt.

Bildschirmfoto 2013-07-10 um 04.09.05

Bedenkt man hierbei nun einmal, dass hier lediglich die Metadaten eines Gmail-Konto genutzt werden, so kann man denk ich nur erahnen, welche umfangreiche Datensammlung Geheimdienste wie die NSA durch das direkte Speichern von Serverdaten zu einer einzelnen Person ansammeln könnten. Rechnet hier mal noch Facebook samt allen „Check ins“ und „Likes“ ein, dazu noch Foursquare, Instagram, Twitter… Das Profil wird immer größer und bekommt mehr Aussagekraft. Ein Geheimdienst, der sich die Mühe machen würde, dürfte sicherlich mehr über euch wissen, als ihr selbst. Und warum das ganze? Weil wir einfach nur faul sind und diverse Dienste lieber mit unseren Daten bezahlen, statt ein paar Euronen auf den Tisch zu legen – mich eingeschlossen. (via)

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