iOS 15 und iCloud+: E-Mail-Adresse verbergen – Spam-Adresse von Apple für Newsletter und Co.

Marcel Am 21.09.2021 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:10 Minuten

Apple bietet schon seit einiger Zeit den Dienst „Anmelden mit Apple“ an. Im Grunde nichts Neues, denn unter anderem Google und Facebook bieten solch einen Single-Sign-On-Dienst schon seit gefühlt jeher an. Der Clou bei Apple: Man muss nicht zwangsläufig seine private E-Mail-Adresse bekanntgeben, sondern kann diese verschleiern. Hierzu erzeugt Apple eine zufällige, anonyme @privaterelay.appleid.com-Adresse und nutzt diese für die Registrierung bei einem Dienst – die von diesem versendeten E-Mails werden dann von Apple an eure Apple-ID weitergeleitet. Wollt ihr einen Dienst nicht mehr nutzen, könnt ihr diese Logins einfach löschen oder auch nur die zufällige Mail-Adresse deaktivieren und schon ist Ruhe im Karton. Mit iOS/iPadOS 15 beziehungsweise dem kostenlosen iCloud-Upgrade iCloud+ hat Apple dieses Feature nun weitergedacht.

Mit der Funktion „E-Mail-Adresse verbergen“ könnt ihr nun eine Art temporäre Spam-Mail-Adresse erstellen, wie es im Grunde viele andere Dienste ihrer Art tun. So könnt ihr euch beispielsweise zu Newslettern anmelden, ohne diesen eure private Mail-Adresse mitteilen zu müssen. Oder auch Bestellungen beim Online-Shop XYZ, bei dem ihr ebenfalls nicht eure private Mail angeben oder gar für eine einzige Bestellung ein Kundenkonto erstellen wollt. Anwendungsfälle gibt es viele. Das Feature ist nativ in iOS 15 bzw. dem mobilen Safari mit seiner überarbeiteten Tab- und Adressleiste integriert. Die Erstellung einer Mail ist easy: Sobald ihr auf einer Webseite eine Mail-Adresse eingeben müsst, schlägt euch die iOS-Tastatur E-Mail-Adressen vor, die ihr in eurer Karte „Mein Kontakt“ hinterlegt habt. Zusätzlich taucht nun aber eine neue Schaltfläche „E-Mail-Adresse verbergen“ auf:

Sollte euch die angezeigte E-Mail-Adresse nicht zusagen, könnt ihr diese auch neu erstellen lassen – wobei man da nicht zu viel Zeit investieren sollte, zufällig generiert bleibt zufällig generiert bleibt zufällig generiert. Im nächsten Schritt könnt ihr noch die Bezeichnung für die Mail-Adresse ändern und eine zusätzliche Notiz hinterlegen – sinnvoll, wenn man die Adresse nicht nur für einen, sondern für mehrere Dienste nutzen möchte. Andererseits: Bleibt bei einer Adresse je Dienst, macht das Aussortieren bei Spam-Mails hinterher leichter und es ist immer interessant, wo die bei Dienst XY hinterlegte Adresse später auftaucht. Alles ganz einfach gelöst und schneller, als zunächst händisch über einen anderen Dienst eine (temporäre) Mail-Adresse zu erzeugen und diese anschließend ins Formular einzufügen.

Ihr wollt eine Übersicht eurer erstellten, aktiven Fake-Adressen bekommen oder diese temporär deaktivieren oder gänzlich löschen? Dies findet ihr in den Systemeinstellungen von iOS, wo ihr zunächst durch die Menüs „Euer Name (ganz oben) → iCloud → E-Mail-Adresse verbergen“ springt. In dieser Ansicht seht ihr nun alle erstellen Mail-Adressen – nicht nur jene, die ihr für den reinen Mail-Erhalt erstellt habt, sondern auch solche, die durch „Anmelden mit Apple“ erstellt wurden. Deaktiviert ihr eine Mail-Adresse, wird diese hinter dem Punkt „Inaktive E-Mail-Adressen“ aufgeführt und kann dann wieder (temporär) aktiviert oder komplett gelöscht werden werden. Ebenfalls könnt ihr hier auch eine neue Adresse erstellen – zum Beispiel wenn ihr die Eingabe nicht in Safari erledigen müsst bzw. iOS nicht erkennt, dass es sich um ein Anmeldeformular handelt.

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