iOS: Erinnerungen für Medikamente, Vitamine & Supplements einrichten 💊⏰

Marcel Am 12.09.2022 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:33 Minuten

Die Apple’sche Health-App hat mit iOS 16 ein paar größere Neuerungen spendiert bekommen, die sich teilweise auch ohne besondere Hardware nutzen lassen. Unter anderem lassen sich nun direkt von Haus aus Medikamente (und natürlich auch andere regelmäßig einzunehmende Mittel wie Vitamine oder andere sinnvolle oder weniger sinnvolle Supplements) in der Health-App hinterlegen – einschließlich eines Zeitplans und Erinnerungen zur Einnahme. Das ganze funktioniert nicht nur auf dem iPhone, sondern auch auf der Apple Watch, sofern diese mit dem ebenfalls frischen watchOS 9 betrieben wird. Für etwas vergesslich veranlagte kann dies sicherlich hilfreich sein, vor allem wenn die Einnahme nicht täglich auf dem Plan steht oder für verschiedene Mittel unterschiedliche Zeiten gibt. Nichts umsonst gibt es zahlreiche Apps für diese Zwecke, teils kostenlos, teils mit Einmalzahlung, teils mit Abonnement. Da werden sich sicherlich einige Entwickler zu kämpfen haben.


Aber zurück zum eigentlichen Thema, der Erfassung eurer Medikation. Dazu öffnet ihr die Apple Health-App, wo ihr im Reiter „Entdecken“ die neue Gesundheitskategorie „Medikamente“ findet. Im ersten Schritt könnt ihr den Namen des Medikaments hinterlegen, hier solltet ihr auf den tatsächlichen Namen zurückgreifen, denn einen einfacheren Beinamen (zum Beispiel „Blutdrucktablette“ oder „Schmerzmittel“) könnt ihr in den folgenden Schritten noch ergänzen. Anschließend legt ihr noch fest, um welche Art von Medikament es sich handelt – zur Auswahl stehen beispielsweise Kapseln, Tabletten, Creme oder Gel. Zu guter Letzt könnt ihr auch noch die Stärke des Wirkstoffs angeben, wobei ihr verschiedene Einheiten wie Milligramm oder eine Prozentangabe auswählen könnt.

Damit wäre das Medikament schonmal benannt, im nächsten Schritt fragt der Assistent nach der Häufigkeit der Einnahme, hierzu könnt ihr entweder eine Einnahme in regelmäßigen Abständen (wie täglich oder jeden zweiten Tag), an bestimmten Wochentagen oder nur nach Bedarf angeben. Im Falle von festen Uhrzeiten könnt ihr auch diese hinterlegen, sodass euch die Health-App entsprechend eine Erinnerung aufs Smartphone oder Handgelenk schickt.

Zu guter Letzt könnt ihr in den letzten Schritten noch Form und Farbe des Medikaments auswählen. Klingt nach Spielerei, kann aber helfen, das richtige Arzneimittel zu finden – es gibt ja leider nicht wenige, die regelmäßig zwei oder mehr Medikamente zu sich nehmen müssen. Wie angerissen könnt ihr im letzten Schritt auch noch einen Beinamen vergeben, der dann bevorzugt in der Health-App angezeigt wird. Und falls ihr weitere Hinweise notieren wollt, bekommt ihr auch dazu ein geeignetes Textfeld geboten.

Ist das Medikament – oder was auch immer – angelegt, seht ihr dieses fortan in einer Art Zeitleiste. Hier könnt ihr die Einnahme protokollieren, was auch über die entsprechende Benachrichtigung möglich wäre. Freunde von Statistiken wiederum können in gewohnter Health-App-Manier auch Details zu den jeweiligen Medikamenten einsehen, zum Beispiel wann und wie oft ihr das Mittel in den letzten Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren eingenommen habt. Natürlich ist aber auch das Löschen und Bearbeiten einer Medikation möglich, gleiches gilt auch für die Dosiererinnerungen.

Wirkt ganz gut umgesetzt und implementiert, da werden sich sicher einige Entwickler böse erwischt. Und das muss noch nicht zwingend das Ende der Fahnenstange sein, wenn man einmal einen Blick über den großen Teich wirft. Denn in den USA erlaubt Apple zum einen die Erkennung von Medikamente per Kamera, zum anderen hat Apple Health dort Zugriff auf eine Arzneidatenbank. Letzteres ermöglicht die Prüfung auf Wechselwirkungen zwischen den angelegten Medikamenten und schützt somit zumindest in der Theorie vor vermeidbaren Nebenwirkungen. Mal schauen, ob eines der beiden Features früher oder später auch nach Europa kommt. Ist ja nicht so, als seien Arzneimittel in der EU und erst in Deutschland nicht ausgiebig dokumentiert. Letztlich aber sind die beiden Punkte höchstens ein „nice to have“, die Kernfunktionalität ist dennoch gegeben.

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