Apple Watch: Drei Watch-Armbänder von JETech angeschaut (Leder-, Milanese- und Gliederarmband)

Marcel Am 01.06.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:43 Minuten

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Mal etwas, für alle Besitzer einer Apple Watch. Bekanntlich ist die Apple’sche Smartwatch alleine schon nicht günstig, möchte man diese nicht unbedingt mit dem Sportarmband tragen, fallen nochmals nicht gerade unerhebliche Kosten an. Für das Leder- und Milanaise-Armband werden nochmals 169 Euro fällig, das Gliederarmband schlägt sogar mit satten 500 Euro (in Schwarz sogar mit 620 Euro) zu Buche. Nun bin ich sicherlich keine geizige Person und habe mir sogar das schwarze Lederarmband gegönnt, dennoch kann ich verstehen, dass einige Leute nicht einsehen, nochmals fast 50% des Watch-Preises für ein Armband zu bezahlen – das Gliederarmband ist sogar fast teurer als die Uhr selbst.

Nur mit einem Hinweis auf die Qualität kann man das sicherlich nicht rechtfertigen (gilt auch für Omega und Co.) – immerhin gibt es sowohl für normale Armbanduhren, als auch inzwischen für die Apple Watch, zahlreiche Uhrenbänder, die sich in Sachen Verarbeitung nicht hinter den Apple-eigenen Armbändern verstecken müssen. Aktuell habe ich mir einmal drei Armbänder des Herstellers JETech anschauen können: jeweils Alternativen zum schwarzen Lederarmband, dem Milanese Loop und dem Gliederarmband.

Das Lederarmband

Beginnen wir einmal mit dem schwarzen Lederarmband, da ich lediglich zu diesem einen direkten Vergleich mit dem Original aus Cupertino habe. Das JETech-Lederband gibt es nicht nur in der Farbe Schwarz zu kaufen, sondern auch in Rot und Blau, falls ihr es etwas bunter mögt. Preislich liegt man bei dem Third-Party-Band bei etwas unter 40 Euro – im Gegensatz dazu möchte Apple rund 170 Euro für sein Armband haben. Wie auch das Apple-Band ist auch das JETech-Band aus echtem Leder gefertigt. Natürlich muss man der Angabe Vertrauen schenken, allerdings kann ich für meinen Teil sagen: Der „Klon“ ist nicht vom Original zu unterscheiden.

Es besitzt ebenfalls eine „geriffelte“ Oberfläche und wird ebenso mit einem Magnetverschluss fixiert, der die Uhr auch bei viel Bewegung fest am Handgelenk hält. Ehrlich: Hätte ich nicht die kürze Version des Apple-Lederbandes, hätte ich beim zusammenwürfeln der beiden Bänder nicht mehr gewusst, welches Band nun von welchem Hersteller stammt. Weder beim Befühlen, noch beim Betrachten der Bänder sind große Unterschiede ausfindig zu machen. Einziger kleiner Unterschied: Das Band von JETech gibt es nur in einer Ausführung, während Apple auch eine kürzere Variante anbietet.

Das Milanese Loop

Bei dem Milanese Loop fehlt mir, wie auch bei dem folgenden Gliederarmband, der direkte 1:1 Vergleich – ich kenne das Apple-Milanese nur vom kurzen Anschauen im Store. Aber auch hier sieht das Band nahezu 1:1 aus, wie das Apple-Original, welches wie auch das Leather Loop für runde 170 Euro den Besitzer wechselt – der Straßenpreis für das JETech-Milanese liegt derzeit bei rund 40 Euro. Das Milanese-Band besteht aus silbernen Edelstahl – wer lieber eine schwarze Version des Milanese-Bands nutzen möchte, der bekommt diese Alternative ebenfalls geboten, wäre vielleicht etwas für Besitzer einer schwarzen Apple Watch Sport.

Wie auch das Lederband lässt sich auch das Milanese Loop mit einem Magnetverschluss fixieren – dieser hält ordentlich fest, für meinen Geschmack fast schon eine Nummer zu fest.  Die Verarbeitung der einzelnen „Maschen“ ist sauber und fein, die Verbinder zur Apple Watch sitzen ohne erkennbare Mängel und lassen sich leicht befestigen und wieder abnehmen. Farblich passen diese nahezu perfekt zum Edelstahl-Gehäuse der Watch. Insgesamt muss ich auch hier sagen: Es gibt nichts, was ich an dem Band so wirklich auszusetzen hätte – Apple-Qualität mal hin oder her.

Das Apple’sche Paradestück für die Apple Watch: das Link Bracelet. Hierfür möchte Apple sagenhafte 500 Euro (in Silber) beziehungsweise 600 Euro (in Schwarz) haben – damit ist das Band fast teurer, als die Uhr selbst. Ich kenne das Band selbst nur vom Angucken, mir persönlich gefällt der „direkte Kontakt“ mit der Uhr und auch die nicht versetzten Glieder stimmen mich positiv. Und auch bei dem dritten Kandidaten unter den Apple-Watch-Bändern lässt sich wohl nur schwer erkennen, dass es sich nicht um das Apple’sche Original handelt (inklusive des Farbunterschiedes Watch <-> Connectoren) – trotz dessen, dass JETech für das Gliederarmband lediglich etwa 70 Euro aufruft, ein krasser Preisunterschied. Ob er auch in der Verarbeitungsqualität begründet ist? Vielleicht, aber nüchtern betrachtet ganz sicher keine 430 Euro.

Das JETech-Band ist sauber verarbeitet, besitzt keine scharfen Kanten, die Oberfläche besteht aus matt-silbernem Edelstahl, und die Connectoren passen ebenfalls nahezu perfekt. Der Butterfly-Verschluss macht einen sehr guten Eindruck und hat keine Macken, hält sicher. Die einzelnen Glieder lassen sich natürlich wie auch beim Original herausnehmen, geht nach zwei, drei Gliedern auch recht zügig. Würde ich nicht wissen, dass Apple für sein Gliederarmband 500 Euro aufruft, würde ich sagen, dass JETech-Band ist top verarbeitet. Und auch hier gilt: Neben der silbernen Version gibt es auch eine schwarze Variante, diese soll besonders gut an die schwarze Apple Watch Sport passen.

Fazit

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„Qualität hat ihren Preis.“ Stimmt in vielen Belangen sicherlich, ab einer bestimmten Preisgrenze ist Preis allerdings nur noch selten mit einem großen oder gar vorhandenen Qualitätsunterschied begründet. Und ich glaube, bei kaum einem anderen Apple-Produkt ist der Apple-Aufschlag derartig hoch, wie es bei den Armbändern für die Apple Watch der Fall ist. 170 Euro für das Ledera- oder Milaneseband? Ist sicherlich noch irgendwo im Rahmen, dennoch: Schaut euch einmal an, was Leder-Uhrenarmbänder von namhaften Herstellern (damit meine ich nicht die Premium-XL-Hersteller) kosten. Irgendwo ist Material und Verarbeitung schlicht super, sodass man Preise nur durch verschiedene Nachfrageabnomalitäten (Stichwort: Snobeffekt und Veblen Effekt) und begründen kann.

Aber lassen wir das einmal außen vor und betrachten nur die JETech-Armbänder und diesbezüglich bin ich mit Verarbeitung, Haptik und Konformität absolut im Reinen. Hätte man keinen direkten Vergleich, wüsste man gar nicht so recht, was man überhaupt kritisieren könnte. Mir kreiste zwischenzeitlich sogar der (zugegeben wohl unrealistische) Gedanke im Kopf herum, dass es sich hierbei um auf „Noname“-gelabelte Bänder des letztlichen Apple-Band-Herstellers handelt, der wird ja sicher auch irgendwo in China herumsitzen.

Wie dem auch sei: Wer etwas Abwechslung an seine Apple Watch bringen möchte und wem die Preise von Apple zu teuer sind, der kann meiner Meinung nach bedenkenlos zu den JETech-Bändern greifen. Neben den vorgestellten drei Bändern gibt es wie erwähnt auch noch andere Farbkombinationen, des Weiteren gibt es aber auch ein simples Lederarmband mit Dornenschließe und ein eher gewöhnliches Gliederarmband. Bei Interesse solltet ihr euch einfach mal bei Amazon umschauen – hat den Vorteil, dass ihr euch die Bänder einfach einmal ansehen und notfalls zurückschicken könnt, falls ihr ein „Montagsband“ erwischt haben solltet.

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