Kill-Switch: Diebstahlschutz für Smartphones kommt ab Mitte 2015

Marcel Am 17.04.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:34 Minuten

killswitch

Der Verlust eines Smartphones kann schwer wiegen, wobei ich hier nicht einmal den eigentlichen Materialwert des Smartphones als wichtigsten Faktor sehe, sondern die darauf vorhandenen Daten. Apple bietet seit einiger Zeit schon die Möglichkeit an, mittels des „Mein iPhone suchen“-Dienstes das verloren gegangene Gerät orten und komplett sperren zu können. Ein potentieller Finder kann das Gerät somit auch nach einem Reset nicht mehr verwenden, da dieses erst mittels entsprechender Apple-ID nebst Passwort wieder freigegeben werden muss. Auch Google bietet eine derartige Lösung mit dem Android Device Manager an, nun haben sich einige Hersteller wie Apple, HTC, Samsung, Motorola, Huawei und Nokia, sowie einige US-Netzprovider auf eine Richtlinie geeinigt, nach der ein derartiger Kill-Switch ab Mitte 2015 standardmäßig eingeführt werden soll.

Dabei wurden vier Punkte aufgelistet, welche umgesetzt werden sollten:

  1. Löschen aus der Ferne: Dem Kunden soll es möglich sein, die auf dem Gerät gespeicherten Daten (Persönliche Informationen, Kontakte, Photos, Mails und dergleichen) aus der Ferne komplett löschen zu können.
  2. Unautorisierte Nutzung vermeiden: Ein verloren gegangenes Smartphone darf von einem nicht autorisierten Nutzer nicht mehr benutzt werden können, sondern muss zuerst per PIN oder Passwort erst reaktiviert werden. Ausnahme dabei: Notrufnummern sollen immer anrufbar sein.
  3. Unautorisierte Nutzung nach Reset verhindern: Setzt ein Finder das Gerät zurück, soll es auch dann nicht mehr nutzbar sein.
  4. Wiederherstellung der Daten: Taucht das Gerät dann doch wider erwarten wieder auf, so soll es dem Eigentümer möglich sein, trotz Löschung (siehe Punkt 1) die Daten wiederherstellen zu können. Hierzu müssen Hersteller natürlich entsprechende Cloud-Dienste bereitstellen, was Apple, Google und Microsoft zum Beispiel bereits jetzt schon machen.

Diese Regelung betreffen natürlich nur ab Juli 2015 gefertigte Geräte, im Grunde dürfte es aber ein leichtes sein, per Software-Update auch ältere Geräte mit diesen Regelungen auszustatten – immerhin spricht die Richtlinie davon, dass die dazu benötigten Tools entweder vorinstalliert oder aber installierbar sein müssen. Ebenso gilt die Vereinbarung bislang nur für die US of America, ich persönlich glaube und hoffe aber darauf, dass man diese weltweit einführen wird, da das Ganze ein eigentlich längst überfälliger Schritt ist. Oder was meint ihr?

via Stadt Bremerhaven, Basic Thinking Bildquelle Wikimedia Commons

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