Kin Calender: Kalender-App auf den Spuren des Sunrise Calendar

Am 19.09.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:24 Minuten

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Der Sunrise Calendar konnte vor einiger Zeit nicht gerade wenig Nutzer von sich überzeugen, wurde dann im letzten Jahr von Microsoft übernommen und seit September-Beginn sind sämtliche Apps aus den App Stores entfernt worden – und viele Nutzer schauten in die Röhre. Ja, es gibt duzende Alter­na­tiven, auf der iOS-Plattform wären hier Fanta­s­tical, Calendars 5 und der kostenlose Google Kalender zu nennen; Android-Nutzer sollten sich einmal Today Calendar Pro anschauen, wenn der Google Kalender mal nicht reichen sollte. Dennoch: Der Sunrise Calendar hatte seine Vorzüge: Nicht nur, dass man auf nahezu jeder Plattform zu finden war, vor allem die Integration von Dritt­an­bieter-Diensten wie Trello, Wunderlist, Facebook und Co. stieß auf viel Gegen­liebe.

Aber nu denn, ist eben nicht mehr und als Sunrise-Fan schaut man erst einmal in die Röhre. Nun aber macht sich ein anderer Kalender auf, auf den Spuren des Sunrise Calendar zu wandeln: Kin Calendar. Aktuell nur als Beta mit Einladung und als reine Web-App zu haben, präsen­tiert sich der Kalender aber bereits ganz solide. Schlichte und aufge­räumte Oberfläche, Browser-Benach­richten, außerdem lassen sich eben nicht nur Termine mit dem Google Kalender und Outlook synchro­ni­sieren, sondern es lassen sich auch andere Netzwerke wie Facebook, Event­brite, GitHub, Meetup, Trello und Wunderlist mit dem Kalender vernetzen. Sprich: Keine komplett eigen­ständige Plattform, vielmehr ein kleines Tool, dass die verschie­denen Daten­quellen wie auch Sunrise zusam­men­führt.

Momentan noch eine recht banale Sache, mit so einer Web-App kommt man 2016 nicht mehr weit. Aber: Eine native iPhone-App befindet sich aktuell in der Entwicklung, weitere Apps für Android, macOS und Windows 10 (Mobile) stehen ebenfalls mittel­fristig auf dem Plan. Gleiches gilt auch für den funktio­nellen Ausbau (u.a. wieder­keh­rende Termine, Multi-Timezone, Kalender-Sharing u.v.m.), sowie die Integration von weiteren Diensten wie ToDoIst, Evernote, LinkedIn und Co. Funktionen lassen sich an dieser Stelle vorschlagen, auch gibt es Einsicht in die öffent­liche Roadmap. Definitiv eine Geschichte, die man einmal im Blick haben sollte. Wer sich den Kin Calendar einmal selbst anschauen möchte: Hier gehts zur Beta-Anmeldung.