Kleinanzeigen: Facebook bekommt eigene Marktplatz-Funktion

Marcel Am 04.10.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:49 Minuten

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Facebook hat ein neues Marktplatz-Feature vorgestellt mit dem sich gebrauchte Dinge noch einfacher suchen und verkaufen lassen sollen – vorerst allerdings nur  für die USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland.

Kleinanzeigen wie die Plattform von eBay oder auch Apps wie Shpock, Kleiderkreisel und Co. haben in den letzten Jahren immer mehr an Fahrt aufgenommen und sind für viele inzwischen die Anlaufstelle #1, wenn es um das Suchen und Verkaufen von gebrauchtem Gedöns geht. Dies hat auch Facebook bemerkt, hier tummeln sich bekanntlich zahlreiche lokale An- und Verkaufsgruppen, in denen es aber erfahrungsgemäß recht chaotisch zugeht – auch wenn Facebook vor einigen Monaten eine Kleinanzeigen-Funktion für diese Flohmarkt-Gruppen eingeführt hat. Nun holt man zum weiteren Schlag gegen eBay Kleinanzeigen, Craigslist und Co. aus und hat ein eigenständiges Marktplatz-Feature vorgestellt.

facebook-marketplace-1Der Marktplatz lässt sich zukünftig über den Shop-Tab am unteren Bildschirmrand (dort wo bisher das Messenger-Icon untergebracht ist) aufrufen. Das Einstellen von Angeboten ist wie von anderen Apps und Diensten gewohnt flott erledigt und benötigt nicht mehr als eine Beschreibung mit maximal 100 Zeichen, einem oder mehrerer Fotos und einer kurzen Preisvorstellung. Die eingestellten Angebote Lassens ich natürlich durchsuchen und nach Kategorie, Ort und Preis filtern. Bei Interesse kann dem Verkäufer dann ein direktes Angebot gemacht werden, auch das Versenden einer effen Nachricht (zum Beispiel um offene Fragen zu klären) ist möglich.

Facebook selbst hat mit der eigentlichen Abwicklung eines Verkaufes nichts zu tun, hier ist vom Verkäufer und Käufer wie gewohnt Eigeninitiative gefragt – daher gilt auch hier sicherlich der Grundsatz, dass eine Abholung und Barzahlung am sichersten ist. Dennoch: Man behält die Nutzer natürlich auf der Plattform und kann außerdem wertvolle Nutzerinformationen sammeln und so Werbung in dem Netzwerk weiter personalisieren. Auch bekommen Nutzer beim Aufruf des Marktplatzes erst einmal eine automatisch generierte Liste mit Angeboten aus der Umgebung angezeigt, Facebook wertet dazu eure Likes und das zukünftige Einkaufsverhalten im Marktplatz aus.

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Klingt also im gesamten recht vielversprechend und Facebook hat aufgrund der großen Nutzerzahl natürlich die Möglichkeit, aus dem Marktplatz eine echte Alternative zu eBay Kleinanzeigen, Kleiderkreisel und Co. zu machen. Für mich persönlich deutlich interessanter als die überladenen und chaotischen Flohmarkt-Gruppen. Leider aber wird der Marktplatz zunächst nur für Nutzer aus den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland freigeschaltet. Facebook betont zwar, dass man das Feature auch in weitere Länder bringen wolle, einen Zeitrahmen bleibt man uns aber schuldig – und wer Facebook kennt weiß, dass es sich dabei um Wochen oder gar Monate handeln kann.

Quelle Facebook

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