Kurz angetestet: Sony Party Shit.. äh… Shot

Marcel Am 20.01.2011 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:40 Minuten

Sony Party Shot IPT-DS1

Schonmal jemand auf einer kleinen, gemütlichen Party fotografiert? Dann werdet ihr festgestellt haben, dass ihr selbst auf kaum einem Foto zu finden seid. Außerdem sind manche Schnappschüsse nicht bildlich festgehalten worden. Genau diesem Problem hat Sony versucht, mit dem Party Shot IPT-DS1 anzugehen. Das Teil ist quasi ein Drehteller und automatischer Fotograf für eure Sony-Cam.

Die Idee ansich klingt schon super: Einfach Party Shot und Cam auf den Tisch oder ein anderes Dingen stellen, fertig. Theoretisch. Ich hab es mal in einer kleinen netten Runde getestet und komme zu dem Fazit: Theorie super, Praxis reinster Mist. Während meine Sony WX1 auch bei Dämmerung und Nacht super Bilder macht und die interne Gesichtserkennung in 95% der Fälle funktioniert, klappt mit dem Party Shit Shot so gut wie gar nichts.

Der Drehteller dreht und dreht sich, die Kamera sucht und sucht und sucht. Das kann dauern. Ich hab mal ein kleines Video gemacht, damit man es sich vorstellen kann. Wohlgemerkt: Ich saß direkt vor der Kamera, ein Foto gab es die ganze Zeit über jedoch trotzdem nicht.

Erst wenn ein Gesicht gefunden worden ist – was schonmal etwas dauern kann – wird stehengeblieben. Dann wird erst einmal gefühlte 30 Sekunden gezoomt und wieder herausgezoomt. Ist auch das erledigt, wird ein Foto geschossen. Problem: Bewegt sich das erkannte Gesicht nicht, schießt die Kamera sofort nochmals. Und nochmals. Dann dreht sie sich wieder weg, um eine Sekunde später wieder zurückzudrehen und noch ein Foto zu schießen. Weibliche Wesen mit Pony zum Bleistift werden gar nicht erst fotografiert, hier kann die Gesichtserkennung wohl kein Gesicht erkennen. Am Ende hatten wir nach einem 30-Minuten-Test zwar etwa 50 Bilder, aber von 8 Leuten waren nur 3 Personen auf den Bildern zu finden. Weiteres Problem: Es sind keine Schnappschüsse, sondern quasi reine, gezoomte Portataufnahmen. Vom Rest des Raumes sieht man so gut wie nichts…

Wie gesagt: Im großen und Ganzen eine tolle Idee von Sony, aber zu schwach umgesetzt. Zum einen muss das Licht anständig sein – Dämmerung geht schonmal gar nicht, zum anderen dürfen die Frisuren und andere Dinge das Gesicht nicht verdecken – schwierig. Daher in meinen Augen technisch völlig versackt. Ich persönlich hätte es besser gefunden, man könnte die Gesichtserkennung deaktivieren und stattdessen „lustige“ Bilder in die Runde schießen lassen. Egal ob ein Gesicht erkannt worden ist oder nicht – denn dann gäbe es auch eine Schnappschuss-Garantie.

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