LEO Smartkey von TrekStor: Den smarten Schlüsselbund einmal angeschaut

Marcel Am 13.08.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:26 Minuten

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Uhren werden smart, Brillen werden smart, es gibt smarte Thermostate und sogar Wasserkochen haben ein paar smarte Funktionen spendiert bekommen. Wieso also nicht auch den lästigen Schlüsselbund ein wenig intelligenter machen? Das zumindest dachten sich wohl auch die Jungs und Mädels von Keyos, die nun mit der Hilfe von TrekStor ihren LEO Smartkey auch nach Deutschland bringen. Ich konnte mir den smarten Schlüsselbund in den vergangenen Tagen nun einmal etwas genauer ansehen. Das dabei herausgekommene Fazit meines Eindrucks könnt ihr nun in den folgenden paar Zeilen nachlesen.

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Jeder kennt sicherlich die ewige Suche nach dem richtigen Schlüssel, gerade wenn man zahlreiche Schlüssel (von denen man bei der Hälfte nicht einmal weiß, wofür diese überhaupt waren) an seinem Schlüsselbund mit sich führt und nach dem nächtlichen Feierausflug eine recht nervige und manchmal eben auch zeitraubende Sache. Anders hingegen macht es der LEO Smartkey: In diesen lassen sich bis zu sechs Schlüssel unterbringen, welche auf Wunsch automatisch ausgefahren werden können. Dazu müsst ihr euch lediglich merken, an welcher Position ihr den jeweiligen Schlüssel für die Haustüre zum Beispiel untergebracht habt – Ziffer auswählen, den mittleren Button betätigen, schon fährt dieser heraus. Natürlich nicht ruckartig, sondern schön gemächlich. Dabei kommt der Smartkey auch mit zwei integrierten LEDs daher, die euch beim Auffinden des Schlüssellochs behilflich sein sollen.

Der Einbau der Schlüssel ist dabei simpel: Den gewünschten Slot auswählen, den Schlüssel in die Öffnung führen bis es „Klick“ macht, fertig. Ausgebaut werden können die Schlüssel ebenso einfach: Schlüssel herausfahren lassen, den unteren Button betätigen und den Schlüssel dann ganz einfach herausziehen. Easy going.

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Damit ihr eure Schlüssel allerdings mit dem LEO Smartkey nutzen könnt, müssen diese in eine entsprechende Form gebracht beziehungsweise nachgemacht werden. Schlüsseldienste, die den Service für den Smartkey anbieten gibt es als Übersicht mit Suche nach Postleitzahl auf der Seite des Smartkeys. Allerdings: Nicht jeder Schlüssel lässt sich nachmachen und in die LEO-Form bringen. Mit einfachen und gängigen Schlüsseln klappt dies problemlos, bei doppelbartigen Schlüsseln (wie sie zum Beispiel oftmals für Fahrradschlösser zum Einsatz kommen) die eine Gesamtbreite (Bart + Anschlag) von 11,5 Millimetern überschreiten wird dies aber schwierig. Ebenso ist es bei Sonder- und Patentschlüsseln natürlich etwas komplizierter. Als UVP gibt der Hersteller für einfache Schlüssel 9,99 Euro an, für Sonderschlüssel gilt eine UVP von 24,99 Euro – natürlich gibt es hier von Schlüsseldienst zu Schlüsseldienst Abweichungen.

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Betrieben wird der LEO Smartkey von einem integrierten Akku, welcher über das ebenfalls mitgelieferte Micro-USB-Kabel geladen werden kann – eine Ladestation zum kontaktlosen Laden folgt in den kommenden Wochen. Einmal vollgeladen soll der Akku rund drei Monate durchhalten, stimmt die Angabe, dann ist es eine recht praktische Sache. Sollte der Akku jedoch doch einmal vor verschlossener Türe den Geist aufgeben, so kommt ihr natürlich trotzdem herein. Dazu lässt sich die untere Kappe des Smartkey entfernen, per zwei Drehrädchen (links und rechts) kann der gewünschte Schlüssel dann manuell an die richtige Position und herausgefahren werden. Zwar etwas mühselig, zumal man hier nur erahnen kann an welcher Position sich der gesuchte Schlüssel befindet, aber besser als vor verschlossener Türe stehen zu müssen.

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Wer neben Haus-, Wohnungs- und weiteren Schlüsseln noch Platz haben sollte, der wird sich sicherlich über zusätzliche Dinge wie USB-Stick, Flaschenöffner und Nagelpfeile freuen – diese werden wie zusätzliche Farbschalen in rot und weiß ebenfalls ab September für jeweils 9,99 Euro UVP (USB-Stick mit 16 GB für 12,99 Euro) verfügbar sein.

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Mein Fazit zum LEO Smartkey? Eine interessante und spannende Geschichte, wenngleich das System sicherlich ein paar Schwachstellen hat. Zum einen ist der Smartkey mit seinen 91,7 mm x 39 mm x 22,1 Millimetern doch recht groß – Höhe und Länge entsprechen 1:1 denen einer normalen Zigarettenschachtel, die Breite beträgt in etwa die Hälfte. Also schon ein kleines „Monster“ und nochmals dicker als die inzwischen üblichen Autoschlüssel mit Transponder. Außerdem sollte man zu schwergängige Schlösser ordentlich ölen, denn hat man ein Schloss bei dem man etwas sanfte Gewalt aufbringen muss, hört das Vertrauen zum Smartkey etwas auf.

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Des Weiteren kommt es natürlich immer darauf an, wie viele Schlüssel man selbst besitzt und unterbringen muss – bei den doppelbartigen Schlüsseln bin ich mir wie auch bei zu kleinen Schlüssel (Stichwort: Briefkasten) unsicher. Der smarte Schlüsselbund ist für eine unverbindliche Preisempfehlung in Höhe von 69,99 Euro zu haben, pro Schlüssel werden wie erwähnt nochmals mindestens 10 Euro fällig – da kann einiges zusammenkommen. Wem es die Sache jedoch Wert ist, der bekommt mit dem LEO Smartkey von Keyos/TrekStor aber durchaus eine interessante und praktische Sache geboten – ich konnte mich jedenfalls ein klein wenig in das Teil verlieben.

Zur Webseite des LEO Smartkeys von Keyos

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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