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Mobile Akkus sind eine praktische Sache, mit deren Hilfe man auch unterwegs technische Geräte mit Strom versorgen kann. Die meisten Akkus sind hierzu mit einem USB-Anschluss ausge­stattet, sodass ich Smart­phones, Tablets und andere kleinere Geräte ohne Probleme je nach Akkuka­pa­zität einmal oder mehrmals aufladen lassen – ich nutze diesbe­züglich übrigens eine Xiaomi Mi Powerbank mit 10.400 mAh. Nun gab es bei StackSocial aller­dings einen weiteren portablen Akku im Angebot, bei dem ich direkt mal aus reiner Neugier zugeschlagen habe: Der LifePower A². Die Beson­derheit an der mit 95 Wattstunden bezie­hungs­weise 25.600 mAh ausge­stat­teten Powerbank ist die Tatsache, dass sie neben dem üblichen USB-Anschluss auch einen gewöhn­lichen Eurostecker ausge­stattet, sodass sich auch Geräte mit satten 220 Volt mit Strom versorgen lassen. Ein wahres Kraft­paket also. 

Dadurch, dass der Akku eben eine dicke Kapazität und den besagten Eurostecker besitzt, bringt der LifePower A² natürlich auch deutlich mehr Masse mit, als handels­üb­liche Power­banks. So misst der Hochleis­tungs-Akku etwa 14,85 x 15,2 x 2,55 Zenti­meter und bringt runde 850 Gramm auf die Waage. Kein Leicht­ge­wicht, aber dennoch relativ kompakt, verglichen mit der gebotenen Leistung. Das Gehäuse selbst ist aus gebürs­tetem Edelstahl, was ihm einen hochwer­tigen Eindruck verschafft – vor allem in Kombi­nation mit der sehr guten Verar­beitung. Auf der Oberseite gibt es einen kleinen LED-Streifen (mit 5 LEDs) zur Anzeige der Restka­pa­zität des internen Akkus, während die beiden Seiten­flächen den Power­button und Stecker zum Laden des Akkus, sowie auf der anderen Seite die Stecker für USB- und Strom­kabel der zu ladenden Geräte. 

95 Wattstunden bezie­hungs­weise 25.600 mAh sind eine beacht­liche Leistung, die auch in der Praxis ordentlich Eindruck hinter­lassen kann. Am simpelsten ist hierbei natürlich der USB-Anschluss, über den man eben wie gesagt kleinere Geräte mit Strom befeuern kann. 3 Ampere (5 Volt) liefert der Anschluss, also auch ausrei­chend für größere Tablets – zumeist wird die Stärke hier auf 1 bis 2 Ampere herun­ter­ge­drosselt. Was aller­dings schade ist: Ist die Last am USB-Anschluss zu gering, schaltet der LifePower A² ab. Im Gegensatz zu anderen Power­banks ist der Wert aber recht hoch, vom Hersteller wird eine Minimallast von 110 mAh angegeben – folglich ließ sich mein Fitness­armband zum Beispiel nicht laden. Smart­phones, Apple Watch, Tablets und Co. machten aller­dings keine Probleme. 

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Besonders inter­essant ist aber eben ein Blick auf den verbauten Eurostecker. Dieser AC-220-Volt-Ausgang liefert dauerhaft 100 Watt und bis zu 120 Watt als kurzeitige Spitzen­leistung (bis zu 15 Minuten). Spaßes­halber habe ich einmal meinen Fernseher mit seinen 49 Zoll an den mobilen Akku angeschlossen, was dann auch in etwa 40-50 Minuten funktio­niert hat, bevor der Akku den Geist aufge­geben hat. Aber auch Toaster, Wasser­kocher und Co. ließen sich mit dem LifePower A² betreiben. Warum? Na, weil man es kann. Haupt­zweck dürfte für viele aber wohl eher das Laden von Notebooks oder anderen mobilen Geräten sein – kann aber auch auf dem Festival gar keine schlechte Idee sein. Übrigens: Wollt ihr ein Gerät mit Schuko-Stecker anschließen, könnt ihr den beilie­genden Euro-Adapter nutzen, dieser funktio­niert auch mit Stecker-Typen weltweit. 

Kleines Manko: Auch hier gibt es wieder eine Minimallast, die bei 3 Watt liegt. Benötigt ein Gerät weniger Strom, schaltet sich der Akku nach kurzer Zeit wieder aus. Hatte ich zum Beispiel bei diversen LED-Lampen, die nur 1-2 Watt verbrauchten. Außerdem solltet ihr Bedenken, dass es viele Geräte gibt, die dauerhaft zwar weniger als 100 Watt verbrauchen, aber zum Starten für einen kurzen Moment wesentlich mehr Strom benötigen. Bis zu 15 Minuten kann der Akku auch 120 Watt liefern, aber alles was darüber ist, lässt den Überspan­nungs­schutz des LifePower A² greifen und er schaltet sich ab. Sind in der Regel ältere und/oder größere Geräte, im Zweifel also auspro­bieren oder in im Daten­blatt des jewei­ligen Gerätes nachschauen. 

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Wieviel und wie häufig der mobile Akku mit einer Akkuladung zum Einsatz kommen kann, variiert natürlich je nachdem, welches Gerät ihr mit Strom befeuern wollt, bezie­hungs­weise wie groß der Akku des Gerätes ist. Auch der Akku selbst benötigt natürlich noch ein wenig Strom, aber durch ein Teilen von Akkuka­pa­zität / Geräte­ka­pa­zität kann man schon grobe Werte heraus­be­kommen. Zieht ihr von diesem rechne­ri­schen Ergebnis nochmal 15-20 Prozent ab, so erhaltet ihr Werte, die in der Praxis gar nicht mal so stark abweichen. Notebook-Akkus lassen sich in der Regel einmal voll befeuern, Smart­phones je nach Modell zwischen 7 bis 10 Mal, Kameras 5-6 Mal, Tablets mindestens 3-4 Mal und so weiter. Bei anderen Geräten, die nur zum Laufen gebracht werden sollen, hilft ein Blick ins Daten­blatt auf den Watt-Verbrauchswert. 

Zur Akkuka­pa­zität noch ein paar kurze Hinweise des Herstellers. Die optimale Umgebungs­tem­pe­ratur liegt zwischen 0 und 40 Grad, bei höheren oder niedri­geren Tempe­ra­turen kann die Leistung des Akkus und die Kapazität des integrierten Akkus beein­trächtigt sein. Je höher die Last des angeschlos­senen Gerätes, desto geringer die Kapazität des LifePower A²: ab 50 Watt stehen nur etwa 95% der Leistung zur Verfügung, bei Geräten mit 95 Watt nur 90%. 

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Ist der LifePower A² dann einmal leer, lässt er sich auf drei unter­schied­liche Wege mit neuem Strom versorgen. Per DC-Strom­kabel, per MicroUSB oder per (optional verfüg­barem) Solar-Panel. Aller­dings ist der MicroUSB-Stecker eher unnötig: Benötigt eine volle Ladung mittels Strom­kabel und Solar-Panel etwa 3-4 Stunden, so wächst diese Zeit über MicroUSB auf bis zu 24 Stunden an. Eine laaange Zeit. Während der Akku am Netzteil hängt, ist der Eurostecker übrigens deakti­viert, der USB-Anschluss zum Laden von Geräten funktio­niert aber weiterhin, sodass beide Geräte gleich­zeitig geladen werden können. Der Hersteller gibt die Anzahl der Ladezyklen des Akkus mit 600 an – was je nach Nutzung der Eurosteckdose doch recht gering ausfällt. 

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Fazit zum LifePower A²? Joa. Die Verar­beitung ist wirklich gut, die Leistung ebenso nicht weniger. Aller­dings muss man auch immer den Preis im Blick haben und dieser fällt mit rund 299 Euro alles andere als gering aus. Immerhin gibt es inzwi­schen auch „normale“ Power­banks mit einer entspre­chenden Leistung von oder über 25.000 mAh (wie dieser Anker-Akku), die dann eben durch den Wegfall der Eurosteckdose deutlich kompakter gebaut werden können. Anderer­seits ist genau dieser Eurostecker das kleine oder große Allein­stel­lungs­merkmal des LifePower A². Daher kommt es eben schlicht darauf an, wozu ihr die mobile Steckdose benötigt oder was ihr erreichen wollt. Wenn ihr nur Smart­phones, Tablets und andere Geräte über einen USB-Anschluss aufladen wollt, ist der LifePower A² wohl mehr als unnötig. 

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Arbeitet ihr aber oft auf längeren Zugstrecken und habt ein Notebook, dass nicht (mehr) länger als 3 oder 4 Stunden laufen kann, könnte der Akku durchaus praktisch sein. Auch sehe ich einige Anwen­dungs­fälle für die kleine Anlage am See oder diversen kleineren Küchen­ge­räten auf Festivals, wobei hier etwas störend ist, dass man keinerlei Gedanken an einen Schutz vor Wasser verschwendet hat. Klar, 220 Volt und Wasser passt nicht zusammen, zumindest aber ein Schutz vor Spritz­wasser (wie Regen) wäre nicht verkehrt gewesen. Deswegen entscheidet selbst, wo, wann und wozu ihr den LifePower A² verwenden würdet und ob ihr den Preis von 299 Euro bereit seid zu zahlen. Meiner Meinung nach hätte mindestens ein Hunderter weniger auch gereicht, aber zumindest funktio­nieren tut er jeden­falls.

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