Little Snitch 6: Netzwerküberwachungs-Tool für Mac bekommt großes Update

Marcel Am 24.05.2024 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:28 Minuten

Das in Wien ansässige Entwickler-Team Objective Development hat seinen Netzwerkmonitor Little Snitch für macOS in Version 6 an den Start gebracht. Neu sind unter anderem Blockierlisten und verschlüsselte DNS-Abfragen.

Little Snitch dürfte dem ein oder anderen Mac-Besitzer unter Umständen ein Begriff, immerhin ist die kleine Petze mit rund 20 Jahren schon fast so etwas wie ein Klassiker. Das Tool aus Österreich überwacht und steuert quasi alles, was mit Netzwerkverbindungen unter macOS zu tun hat. Little Snitch ist aber keine Firewall im eigentlichen Sinne, vielmehr überwacht das Tool das Netzwerkverhalten von Anwendungen und Prozessen auf dem Mac selbst und bietet Kontrolle darüber, welche Daten von eurem Mac ihren Weg ins Internet finden. Hierbei gibt es recht detaillierte Informationen darüber, welche Anwendung wann, wohin und was versucht an externe Server zu versenden und ermöglicht dabei auch eine Blockierung der Datenübertragung. Das ganze ist aber lediglich rudimentär als Kernfunktion angeschnitten, denn im Laufe der Jahre ist Little Snitch stetig gewachsen. So auch mit dem jüngst veröffentlichten Update auf die Version 6, die laut den Entwicklern eine “Vielzahl neuer und nützlicher Verbesserungen” mitbringt.

So haben beispielsweise die aus Little Snitch Mini bekannten Blockierlisten ihren Weg in die Haupt-Anwendung gefunden. Diese bieten kuratierte Listen (zum Beispiel von Peter Lowe oder URLhaus), die sich mit einem Klick hinzufügen lassen und zusätzlichen Schutz gegen unerwünschte Verbindungen schaffen. Im Gegensatz zu Ad-Blockern im Browser werden hierbei aber keine einzelnen URLs geblockt, sondern ganze Server. Ebenso kann die neue Version Server-Namen bei der DNS-Abfrage verschlüsseln, um Online-Aktivitäten vor externen Blicken zu schützen. Desweiteren bekommen Nutzer eine bessere und präzisere Kontrolle über externe Verbindungen, die von Websites initiiert wurden und es gibt vereinfachte Firewall-Regeln, welche auf eine kryptografische Code-Signatur zur Identifizierung von Prozessen setzt, wodurch diese Regeln resistent gegen das Umbenennen oder Verschieben von Apps ist. Und das neue Kontrollzentrum in der Menüleiste ermöglicht den schnellen Blick auf wichtige Netzwerkinformationen, die letzten Aktivitäten und kürzlich blockierte Verbindungen.

Neben diesen funktionellen Neuerungen gibt es aber auch einiges an Verbesserungen bestehender Features. Hier wurde das Datenverkehrsdiagramm visuell überarbeitet und bringt nun eine Visualisierung und Analyse der Netzwerkaktivität in einem neu gestalteten, intuitivem Echtzeit-Datenverkehrsdiagramm mit. Die erweiterten Such- und Filterfunktionen machen bestimmte Verbindungen und Firewall-Regeln schnell auffindbar; die Übersicht der Verbindungen lassen sich nun hierarchisch nach App, Domäne, Server oder Land gruppieren. Für ausgewählte Netzwerkaktivitäten lassen sich akustische Benachrichtigungen aktivieren und die erste Einrichtung beim Onboarding neuer Nutzer wurde vereinfacht – unter anderem lassen sich automatisch Regeln für installierte Programme erstellen. Das komplette Changelog inklusive den obligatorischen Leistungsverbesserungen und Fehlerkorrekturen findet ihr hinter diesem Link bei den Entwicklern.

Seinem gewohnten Preismodell bleibt Little Snitch auch im sechsten Major-Relase innerhalb von mehr als 20 Jahren treu. Soll heißen: Es ist auch weiterhin zum Einmalkauf erhältlich. Die Einzellizenz schlägt dabei mit 59 Euro zu Buche, wobei bestehende Nutzer das Upgrade zu einem ermäßigten Preis ab 39 Euro durchführen können. Faire Geste der Entwickler: Solltet ihr Little Snitch ab dem 1. Januar 2024 erworben haben, ist diese Lizenz ohne zusätzliche Kosten auch für Little Snitch 6 gültig. Ein kostenloser Demo-Modus ist ebenfalls enthalten, der drei Stunden lang die volle Funktionalität bietet und beliebig oft reaktiviert werden kann. Das lädt natürlich zum testen ein, wobei es viel zu entdecken gibt und man Little Snitch einfach mal ausprobieren und auf sich wirken lassen muss. Man wird überrascht sein, wie viele Anwendungen und wie häufig mit Server kommunizieren. Einiges ist natürlich für die Nutzung notwendig, anderes wiederum überflüssig…

via Objective Development

Artikel teilen

Kaufempfehlung*

  • NUKI 220085 Combo 2.0 (Smart Lock Elektronisches Türschloss | einfach nachrüstbar via Bluetooth, Bridge ermöglicht sperren aus der Ferne | iPhone & Android, 6 V
  • Neu ab ---
  • Auf Amazon kaufen*

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe eine Antwort

⚠ Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklärst du dich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.