Locko, Passwort-Manager der ForkLift-Macher: Ein Blick in die Beta für iOS

Am 13.02.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:24 Minuten

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BinaryNights, die Macher der beliebten Finder-Alternative für OS X ForkLift, haben eine erste Beta-Testversion ihres Passwort-Managers Locko für iOS veröffentlicht – ein kleiner Blick hinein.

Mit der Mac-App Locko haben die ForkLift-Macher schon seit über einem Jahr einen Passwort-Manager für den Mac im Angebot, der es auf der Plattform durchaus mit dem bisherigen Platzhirsch 1Password aufnehmen kann. Schicke Oberfläche, unterschiedliche Datentypen wie Web-Logins, Kreditkartendaten, Notizen, Browser-Erweiterungen und einiges mehr – klingt nicht nur alles nach 1Password, bedient sich auch so, was in diesem Falle aber gar nicht negativ gemeint sein soll. Mir gefiel Locko sogar fast schon einen kleinen Tick besser, was aber die Entscheidung für 1Password recht einfach macht, ist die Tatsache, dass die App auf nahezu allen erdenklichen Systemen zur Verfügung steht. Nun aber haben die Macher vor wenigen Tagen eine erste Beta-Version von Locko für iOS freigegeben die von interessierten Nutzern getestet werden kann – und die ebenfalls einen soliden Eindruck hinterlässt. An dieser Stelle einmal ein kurzer Blick hinein.

Im ersten Schritt steht natürlich erst einmal die Einrichtung von Locko für iOS auf dem Programm, wobei ihr drei Möglichkeit an die Hand bekommt: Ihr könnt eine neue Datenbank erstellen und diese wahlweise nur lokal verfügbar halten oder via iCloud und Dropbox mit der Mac-App synchronisieren, ebenso könnt ihr aber auch direkt auf die besagten Cloud-Speicher zugreifen und eine bereits erstellte Datenbank nutzen. In beiden Fällen müsst ihr ein Master-Passwort vergeben, wobei ihr im späteren Verlaufe auch TouchID zur Freigabe eurer Datenbank nutzen könnt.

Habt ihr das erledigt und eure Datenbank per Master-Passwort freigegeben, so wird euch die Hauptoberfläche von Locko präsentiert. Auf der Startseite könnt ihr nun direkt nach bestimmten Einträgen suchen, ebenso könnt ihr euch eure favorisierten Einträge aufrufen oder die verschiedenen Datentypen wie Web-Logins, Brieftasche, Accounts, Notizen und Co. durchstöbern. Ein weiterer Klick auf einen Eintrag öffnet die Detailansicht, in der ihr die hinterlegten Daten einsehen könnt – alle gespeicherten Daten lassen sich dabei per längeren Tap in die Zwischenablage kopieren, die Locko nach Ablauf einer festgelegten Dauer aus Sicherheitsgründen löscht.

Bei der Erstellung von neuen Einträgen geht Locko ebenso rudimentär vor und bietet die wichtigsten Daten bereits als vordefinierte Felder an – ihr habt lediglich bei jedem Datentyp die Wahl eines nochmals spezielleren Untertypus. So könnt ihr unter „Accounts“ zum Beispiel Konten für Instant Messenger, E-Mail-Konten, FTP-Server und dergleichen auswählen, im Falle der „Brieftasche“ erhaltet ihr vordefinierte Typen wie Kreditkarte, Bankkonten, Führerschein und Co. zur Auswahl. Kann man nutzen, muss man nicht – bietet aber inzwischen nahezu jeder Passwort-Manager an und gehört doch irgendwie dazu. Einziger kleiner Kritikpunkt: Erstellt ihr zum Beispiel einen neuen Web-Login, so wird das Passwort so lange im Klartext angezeigt, bis ihr den neuen Eintrag abspeichert – hier hätte man in meinen Augen auf das bewährte System setzen sollen, sprich ein Buchstabe kurz sichtbar, danach wird dieser nur als Punkt oder Sternchen angezeigt. Aber: Ist aktuell noch Beta, kann sich also zukünftig noch ändern.

Und das war es im Grunde dann auch schon, wobei es auch in den Einstellungen noch einiges zu entdecken gibt. Hier könnt ihr eben wie gesagt TouchID zur Freigabe eurer Datenbank aktivieren, des Weiteren könnt ihr Locko nach bestimmter Zeit der Inaktivität automatisch sperren lassen und weitere kleinere Dinge. Wobei, einen wichtigen Punkt habe ich noch übersprungen, denn wie auch 1Password bietet auch Locko die Möglichkeit, Daten von Logins direkt im mobilen Safari übernehmen zu können. Oder einfach gesagt: Ruft ihr zum Beispiel Facebook im mobilen Safari auf, so könnt ihr über das Share Sheet nun Locko anpingen und könnt die Login-Daten so direkt in den mobilen Browser übernehmen – ebenfalls eine Sache, die für einen Passwort-Manager unter iOS inzwischen fast schon zur Pflicht gehört.

Insgesamt kann man sagen, dass Locko für iOS bereits in der Beta-Versionen einen rundum soliden Eindruck hinterlässt. Cloud-Sync, TouchID-Unterstützung und eine direkte Login-Möglichkeiten für den mobilen Safari-Browser. Wer also auf eine reine Apple-Kombination aus OS X und iOS setzt, der bekommt mit Locko eine fast gleichwertige Alternative zu 1Password an die Hand gegeben – zumindest, wenn die finale Version von Locko für iOS dann einmal im App Store verfügbar ist.

Wann der Release geplant ist, konnte man mir bis dato noch nicht genau sagen, lediglich das Preismodell steht bereits fest: So soll Locko für den Mac ab dem Zeitpunkt des iOS-Relases mit 19,99 Euro zu Buche schlagen, die iOS-App wird dauerhaft kostenlos und ohne In-App-Käufe angeboten, was die Sache deutlich günstiger als 1Password (60 Euro für Mac und iOS) macht. Kleiner Tipp: Bis zum finalen iOS-Release wird die Mac-App kostenlos rausgehauen, wer also Interesse hat, sollte in der Zwischenzeit zuschlagen.

Locko - Password Manager
Locko - Password Manager
Entwickler: BinaryNights
Preis: Kostenlos
Locko - password manager and file vault
Locko - password manager and file vault
Entwickler: BinaryNights
Preis: Kostenlos