Locko: Passwort-Manager und sichere Datei-Ablage für den Mac der ForkLift-Macher

Marcel Am 19.11.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:56 Minuten

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Wenn es um das Thema Passwort-Manager geht, so habe ich vor Urzeiten™ mal auf KeyPass gesetzt, inzwischen setzte ich aber auf 1Password, welches ich für nahezu alle Desktop- und Mobilsysteme bekomme und daher von jedem Gerät heraus Zugriff auf meine Passwörter besitze – sogar über den Browser. Nun gibt es einen weiteren Passwort-Manager für den Mac, welcher aus dem Hause des ebenfalls bekannten und beliebten Finder-Ersatzes ForkLift stammt: Locko. Ich habe mal einen kurzen Blick auf die kleine Mac-App geworfen – hier meine Übersicht.

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Optisch darf man sicherlich einmal den Vergleich zu 1Password ziehen, denn nicht nur die Struktur ist eigentlich identisch (gut: was sollte man da auch großartig anders machen), auch der Lockscreen erinnert stark an 1Password. Beim ersten Start der App muss ein Masterpasswort eingegeben werden, mit dem die AES-256-verschlüsselten Daten eingesehen werden können. Aber zurück zur Oberfläche: Hier finden wir eben links die verschiedenen Kategorien wie Logins, Kreditkarten, Notizen und Co. vor, mittig gibt es die jeweiligen Einträge und ganz rechts finden wir dann eben die Detailinformationen, abgelegten Dokumente und so weiter vor:

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Die Kategorien können wir übrigens nach Belieben um weitere Typen ergänzen:

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Wie man schon erkennen kann: Man kann eben nicht nur Passwörter, Kredit- und Bankdaten und derlei Dinge hinterlegen, sondern Locko bietet auch eine Art Tresor für Bilder und Dokumente jedes Dateityps an – einer der Hauptunterschiede zum erwähnten 1Password. Für jede Kategorie lassen sich dabei verschiedene Einträge hinzufügen, die Vielfalt an unterschiedlichen Einträgen kennt man ja ebenfalls vom bekannten Vorbild:

Auch das hinzufügen und bearbeiten eines Eintrags ist schnell gemacht, natürlich findet man für die entsprechenden Passwortfelder auch einen kleinen Passwortgenerator vor, mit dem sich sichere Passwörter generieren lassen – nutze ich persönlich inzwischen ganz gerne.

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Ein Blick in die Einstellungen ruft ein wenig Ernüchterung hervor, wobei man sagen muss, dass alles wichtige vorhanden ist – ich war nur ein wenig überrascht, dass es dann doch nur recht wenige Optionen sind. So lässt sich eine automatische Sperrung bei Inaktivität aktivieren, die Datenbank in die Dropbox verschieben, Backups einsehen und die Hilfsapplikationen – sprich: Browser-Erweiterungen – aktivieren.

Zuletzt kommen wir dann auch noch mal auf die eben erwähnten Browser-Erweiterungen zu sprechen, welche es bislang für Firefox, Chrome und für Safari über die offizielle Seite zu haben ist. Auch hier muss Locko (leider) wieder den Vergleich zum neuen, alten 1Password standhalten, denn auch die Erweiterungen funktionieren recht ähnlich. Ein Klick auf das entsprechende Toolbar-Icon im Browser öffnet ein kleines Popup, welches erst einmal mittels Masterpasswort freigeschaltet werden muss.

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Ist das erfolgreich geschafft, so bekommt man Zugriff auf die komplette Datenbank und kann dementsprechend Logins automatisch ausfüllen lassen, alternativ dazu sucht man sich die gewünschte Seite aus und klickt diese an, woraufhin sich die Seite in einem neuen Tab öffnet und die Formulardaten eben eingegeben und abgesendet werden. Auch die Bearbeitung und das Löschen von Einträgen ist hier heraus möglich.

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Genauso ist es möglich, nach einem erfolgten Login diesen auch als Eintrag zu übernehmen, wofür man hier jedoch das Locko-Menü im Browser öffnen muss und dann eben über ein nochmaliges Drücken des „+“Buttons diesen dann eben bearbeiten oder „so wie er ist“ übernehmen kann. Kennt man ja alles.

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Locko gibt es aktuell für rund 19,90 US-Dollar (also aktuell etwa 15 Euro) und ist damit um das dreifache günstiger als der bisherige Platzhirsch 1Password. Funktionell nehmen sich beide Apps nicht sonderlich viel, es gibt eben viele unterschiedliche Datentypen, Browser-Erweiterungen, automatisches Login und dergleichen. Lediglich in Sachen Umsetzung und UI ist 1Password Locko um einiges voraus, es wirkt einfach alles ein kleines bisschen runder und schicker, vor allen innerhalb der Browser-Erweiterung.

Dennoch macht dieser Unterschied eben rund 30€ aus und wem 1Password für den Mac bislang zu teuer war, der sollte sich nun einmal Locko anschauen, denn falsch macht man damit definitiv nichts – immerhin wird auch Locko aktiv weiterentwickelt und wer ForkLift kennt weiß, dass die Jungs auch einiges auf dem Kasten haben. Übrigens: Eine Version für iOS ist ebenfalls in der Mache, Erscheinung „when it’s done“.

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