Maestro für Windows Phone: Vielver­spre­chender Mail-Client leider in finaler Version veröf­fent­licht

Am 20.03.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:58 Minuten

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Was die Auswahl an brauch­baren Mail-Clienten für Windows Phone angeht, so gibt es keine wirklich große Auswahl an brauch­baren Apps. Für mich persönlich steht hier lediglich die native Mail-App von Windows Phone – die mir aber nicht sonderlich groß gefällt – oder aber MetroMail zur Auswahl, deren Entwicklung in letzter Zeit aber irgendwie ein wenig einge­schlafen ist. Mit Maestro ist nun aber ein weiterer Kandidat mit eigentlich großem Potential als finale Version veröf­fent­licht worden, der bereits in einer frühen Alpha-Preview seit einigen Monaten im Windows Phone Store bereit stand – aller­dings war die Preview in meinen Augen lächerlich und so gut wie nicht zu benutzen, was schade war, da die Entwickler mit der Twitter-App Rowi bereits gezeigt haben, dass sie es auch anders können. Ob es mit der finalen Version anders aussieht? Leider nein.

Im Grunde fragt man sich, was die Entwickler überhaupt im Vergleich zur Preview verbessert haben, denn die größten Probleme der Vorschau­version sind auch noch immer in der finalen Version vorhanden. Erst einmal: Maestro kann mit Gmail, Yahoo und Outlook.com genutzt werden, ich persönlich habe die App nur mit Gmail getestet. Das erste Einloggen und Laden der Inbox funktio­nierte ohne Probleme, dann aber geht die Proble­matik los. Statt bei einem Wisch von links nach rechts zum Beispiel durch die einzelnen Reiter wischen zu können, schiebt sich die gesamte Seite mit, was nicht nur merkwürdig aussieht sondern auch völlig sinnlos ist. 

maestro-windows-phone-5Das Laden der Mails in den einzelnen Tabs und Ordnern dauert teilweise eine gefühlte Ewigkeit (wenn es denn mal funktio­niert), die Wisch­gesten in der Mailliste ruft spürbare Ruckler ans Licht, Benach­rich­ti­gungen kommen nur sehr verzögert an und die Inbox-Kachel auf dem Homescreen ist durch­gehend ohne Inhalte. Ja, was die generelle Optik angeht so macht Maestro durchaus einen guten Eindruck. Leider ist es zumindest bei mir und meinem Gmail-Account so, dass die App nahezu unbenutzbar ist. 

Die angespro­chenen Fehler sind dabei nur die Spitze des Eisbergs, es gibt auch noch zahlreiche Kleinig­keiten, die teilweise mehr als nur einfach nervig sind. Und um die Frage zu Beginn nochmal zurück zu holen: Die Preview wies im Grunde die identi­schen Probleme auf und da fragt man sich wirklich, was die Entwickler getan haben – wenn man schon derartige Probleme nicht gefixt hat. 

Potential ist eben vorhanden, aber im Moment kann ich Maestro nicht empfehlen, das Gratis-Angebot nur noch wenige Stunden gilt und man später auch noch 1,99 Euro für die App haben möchte. Ob die Probleme in naher Zukunft beheben werden? Zu wünschen wäre es – wenn man aber bedenkt, dass die Preview bereits seit September des letzten Jahres verfügbar war und sicherlich zahlreiche Bugs gemeldet worden sind, dann muss ich sagen, dass ich nicht daran glaube. 

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. #wpappbox

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