Mail-Client Airmail: Öffentliche Beta gestartet

Marcel Am 30.01.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:11 Minuten

Betrachtet man einmal die Auswahl an Mail-Clienten für Mac OS X, so sieht es im Vergleich mit Windows doch eher Mau aus: Neben der Mail.app von OS X gibt es noch Thunderbird, Outlook, Postbox und Sparrow – und dann sieht es auch schon dunkel aus. Während ich persönlich lange Zeit immer die OS-X-eigene Mail.app genutzt habe (die übrigens noch immer sehr gut ist, imho), bin ich irgendwann auf Sparrow umgewechselt – wird ja durch die Übernahme durch Google leider nicht mehr weiterentwickelt. Dennoch bleibe ich erst einmal dabei, bis ich eine Alternative gefunden habe.

Eine jener Alternativen könnte das (bisher?) kostenlose Airmail sein, welches seit ein paar Tagen als öffentliche Beta zur Verfügung steht. Airmail bietet neben POP- und IMAP-Konten auch einen direkten Import eurer Gmail, iCloud, Yahoo und AOL Adressen – optisch sieht es schon ein wenig nach Sparrow aus, ein wenig.

Airmail unterstützt mehrere Konten, die sich alle ganz links in eine Leiste aufreihen – neben einem Postfach für alle Konten kann man so auch schnell und einfach zwischen den einzelnen Konten switchen. Daneben folgen die Ordner, dann die einzelnen Mails und dann die Inhalte. Veränderung des Layouts? Accountleiste lässt sich ausblenden, ebenso die Konto- und Accountbilder. Das war’s auch. Ach, für die mittlere Spalte (die einzelnen Mails) gibt es noch die Möglichkeit, ein paar Themes auswählen und den Vorschautext auszublenden.

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Die Einstellungen für die Accounts sind noch am umfangreichsten, hier lassen sich neben den wichtigsten Daten wie Server, Benutzername und Co. auch die anzuzeigenden Ordner (IMAP, Gmail und Co.) einstellen, ebenso lassen sich Alias und Signaturen erstellen – alles nichts wildes.

Vielleicht für den ein oder anderen noch interessant: Airmail lässt sich mit eurer Dropbox verknüpfen. Sobald ihr dann Anhänge in eure Mail schubst, werden die Dateien in eure Dropbox geladen und nur die Links verschickt – spart Bandbreite.

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Ansonsten würde mir jetzt so auf Anhieb nichts mehr einfallen, was noch irgendwie wichtig zu erwähnen wäre. Mails als Favoriten markieren, Suche, Archiv, Weiterleiten, Antworten – sind ja alles Funktionen, ohne die man einen Mailclienten gar nicht erst begutachten würde.

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Fazit? Ich persönlich bleibe erst einmal bei Sparrow – mir gefällt das Design zwar schon, aber hier und da wirkt es schon manchmal nicht ganz stimmig. Auch würde ich mir wünschen, ich könnte meine Accounts nach belieben benennen (hier geht es nur als Name, welcher auch für E-Mails verwendet wird) und auch ein wenig mehr Ansichtsoptionen würde ich mir wünschen. Schaut man sich einmal aktuelle Mac-Apps an, so gehört Airmail sicherlich zu den schickeren Apps, auch wenn man das Design dann durchaus hätte „voll durchziehen“ sollen. Aber: ist Beta, vielleicht gibt es ja noch die ein oder andere Verbesserung – halte ich definitiv im Auge.

Wer Airmail auch einmal testen möchte: Hier entlang. Ihr müsst euch dafür jedoch einmal kurz via Mail oder Facebook-Account registrieren und dann erhaltet ihr auch sofort euren Download.

Wie fällt denn euer Fazit so aus? Nutzt ihr überhaupt noch eine Desktopapp für eure Mails oder seid ihr komplett auf eine Web-Oberfläche wie zum Beispiel jene von Gmail umgestiegen?

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