Mailbird 2.0 für Windows: Mail-Client mit schicker Oberfläche und vielen Funktionen

Marcel Am 14.03.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:59 Minuten

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Mit Mailbird 2.0 ist am gestrigen Tage einer der besten Mail-Clienten für Windows in einer generalüberholten Version veröffentlicht worden.

Was die Auswahl an Mail-Clienten für Windows betrifft, so sieht es nicht ganz so rosig aus, wie unter anderen (mobilen) Systemen. Es gibt Outlook, es gibt Thunderbird – das war es dann aber auch schon, zumindest was funktionale und optisch ansprechende Lösungen betrifft (und mal ehrlich: Outlook und Thunderbird sind auch alles andere als schick). Mit Mailbird habe ich schon vor rund zwei Jahren einen Client vorgestellt, der seit jeher bei mir unter Windows zum Einsatz kommt und der nicht nur durch eine schmucke Optik überzeugen, sondern auch mit vielen Funktionen punkten konnte. Nun ist am gestrigen Tag Version 2.0 von Mailbird veröffentlicht worden, die einige neue Features und eine überarbeitete UI mit sich bringt. Starten wir doch mal einen kurzen virtuellen Rundgang durch die App, die ich nun schon seit einigen Wochen ausprobieren durfte.

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Erst einmal: Mailbird lässt sich nicht nur mit Gmail, Yahoo!, Outlook, iCloud und Co. nutzen, sondern unterstützt jeden Anbieter mit Unterstützung für IMAP- oder POP3-Konten. Rein optisch lehnt man das neue Design stark an die ModernUI von Windows 8.1/10 an, was durchaus positiv gemeint ist, denn grundsätzlich gefällt mir die Oberfläche richtig gut. Die Sidebar links lässt sich nach belieben zusammenfahren oder in voller Breite anzeigen, je nach Modus werden hierbei eben entweder nur Icons oder auch die Beschreibungen angezeigt. Wem die Ansicht mit den Konversationen unterhalb der Mail-Liste nicht zusagen sollte, der kann die Ansicht auch umstellen, sodass die Mails rechts neben der Liste angezeigt werden. Wie man mag.

Mails können per Wisch von rechts nach links als erledigt markiert werden und so aus dem Posteingang genommen werden, ebenso lassen sich E-Mails zu einem späteren Zeitpunkt wieder vorlegen – leider nur über das Kontextmenü, hier hätte ich persönlich mir einen Button innerhalb der Mail-Aktionen wie Antworten, Weiterleiten und dergleichen gewünscht. Per Mausüberfahrt auf das Kontaktbild lassen sich übrigens weitere Schnellaktionen wie Archivieren, Löschen und Co. direkt innerhalb der Liste aufrufen – ein Klick auf das Kontaktbild startet eine Suche nach Mails des Absenders.

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E-Mails selbst lassen sich entweder über den Inline-Editor erstellen – oder auf Wunsch auch in einem vollständigen Editor-Fenster, welcher natürlich auch zum Schreiben neuer Mails herhalten muss. Dateianhänge lassen sich schnell und einfach per Drag’n’Drop auf den Editor ziehen.

Interessante Randbemerkung: Mailbird hat einen Schnell-Lese-Modus implementiert, welcher über das Brillen-Symbol innerhalb der Mail-Aktionen aktiviert werden kann. Hier werden euch die einzelnen Worte nacheinander angezeigt – kennt ihr ja sicherlich. Sicherlich nun kein absolutes „must have“, dennoch als Randnotiz nicht verkehrt. Des Weiteren ist natürlich auch eine Suchfunktion implementiert worden, Anhänge lassen sich suchen und filtern und auch eine Kontaktverwaltung ist vorhanden – die letzten beiden Funktionen müssen allerdings über das „Apps“-Menü manuell installiert werden.

Und hier kommen wir auch schon zu einem weiteren Punkt, der sicherlich ganz interessant ist – leider in seiner jetzigen Umsetzung aber sicherlich nur wenig genutzt wird. Denn der Funktionsumfang von Mailbird lässt sich durch manuell ein- oder ausschaltbare Apps erweitern. Facebook, Google Kalender, WhatsApp Web und viele weitere Apps stehen euch hier zur Auswahl – leider handelt es sich dabei mit Ausnahme der nativen Kernfunktionen wie Anhänge und Kontakte lediglich um eine Art Browser. Wirklich integriert ist der Google Kalender oder Dropbox so nicht, ihr spart euch lediglich den Weg über den Browser. Braucht man es? I don’t know, ich hätte eine native Implementierung besser gefunden – oder zumindest eine starke UserStyle-Anpassung der einzelnen Web-Oberflächen. Facebook oder auch WhatsApp Web zum Beispiel lassen sich auch als weitere Sidebar an der rechten Seite nutzen.

Für Tastatur-Hacker gibt es ebenfalls recht erfreuliches, denn zahlreiche Aktionen und Features lassen sich mittels Tastatur-Shortcut ansteuern – eine Übersicht darüber findet ihr im Hauptmenü unter dem Punkt „Shortcuts“ (wer hätte das gedacht :P).

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Zu guter Letzt nochmal ein Blick in die Einstellungen von Mailbird. Hier können wir wie angesprochen die Ansicht verändern und die Akzentfarbe auswählen, können uns mit unserem Facebook-Account verknüpfen, die Zeitspanne verändern in der Mails automatisch als gelesen markiert werden, können das Aussehen des Textes im Editor verändern, diverse System-Funktionen wie Auto-Start oder Systemtray aktivieren, Konten und Signaturen verwalten, die Snooze-Zeitpunkte genauer definieren und etliches mehr.

Soviel also einmal zu Mailbird 2.0, was mir (mit Ausnahme der Integration der „Apps“) wie auch die Vorgänger-Version sehr gut gefällt. Zwar würden mir persönlich eine native Kontaktverwaltung mit Google-Sync fehlen, dies aber gleicht die Tatsache aus, dass bereits kontaktierte Personen automatisch bei Eingabe im Editor gefunden werden können. Ansonsten gibt es aber nur wenig, was mich persönlich stören würde und vor allem optisch sagt mir Mailbird 2.0 zu. In meinen Augen wie erwähnt einer der besten Mail-Clienten für Windows, denn mit Outlook konnte ich mich noch nie wirklich anfreunden, Thunderbird ist weder schick noch wird es aktiv weiterentwickelt und auch mein damaliger Favorit Windows Live Mail ist ebenfalls nicht mehr verfügbar.

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Allerdings ist Mailbird auch nicht gänzlich kostenlos. Zwar gibt es eine kostenlose Version, diese ist allerdings auf drei Konten beschränkt und blendet hin und wieder kleine Werbebanner ein. Für 6 US-Dollar im Jahr erhält man Werbefreiheit, eine unbeschränkte Anzahl an Accounts, den E-Mail-Speed-Reader, die Funktion der Wiedervorlage und die Schnellvorschau für Anhänge. Wer kein jährliches Abo möchte, der bekommt die Pro-Funktionen auch gegen eine Einmalzahlung in Höhe von 45 US-Dollar. Dreißig Tage gibt es als Testlauf nach dem ersten Start.

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