Mailbird: E-Mail-Client für Windows mit schicker Optik

Marcel Am 04.04.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:21 Minuten

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Was Gmail angeht, so gibt es im Prinzip zwei unterschiedliche Nutzertypen: die einen nutzen die Weboberfläche (so wie ich es überwiegend auch mache), die anderen binden Gmail via IMAP direkt in das favorisierte Mailprogramm ein. Bei letzterem gibt es die Möglichkeit, einen universellen Clienten zu nutzen oder einen speziell auf und für Gmail angepassten Clienten – auf dem Mac ist Sparrow hier sicherlich der Klassiker, auch wenn die Entwicklung nach den Kauf von Google eingestellt worden ist. Für Windows gibt es nun eine entsprechende Alternative die auf den Namen Mailbird hört und sich derzeit noch im Beta-Stadium befindet.

Mailbird funktioniert, wie auch Sparrow, derzeit nur mit einem Gmail-Konto, IMAP- und POP-Konten werden also nicht unterstützt, soviel dazu. Und noch eine Ähnlichkeit zu Sparrow gibt es, denn optisch ist Mailbird sehr nah dran – wobei man hier sicher auch argumentieren könnte, dass es eben der klassische Aufbau ist. Links gibt es sämtliche Ordner wie Posteingang, Markierte Mails, Gesendet, Labels und so weiter; mittig folgt eine Auflistung der Mails und rechts eben der Mailinhalt. Soweit so gut.

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Im Grunde ist Mailbird eben ein typischer Mail-Client mit allen wichtigen Funktionen – eben speziell angepasst für Gmail, was vor allem die Integration und Synchronisierung der Labels zeigt. Innerhalb der Mailansicht gibt es auch eine Schnellantwort-Funktion und E-Mails lassen sich markieren, löschen…alles an Board.

Dabei muss man sagen, dass Mailbird trotz des Anhängsel „Beta“ im Namen bei mir schnell und fehlerfrei lief. Optisch gefällt mir der Client und auch funktionell reicht es mir eigentlich völlig aus. Noch dazu gibt es eine breite Palette an Shortcuts; wer sich bereits mit dem Gmail-Shortcuts angefreundet hat, der wird feststellen, dass auch diese nahezu komplett unterstützt werden.

Ein großes Plus ist aber die Integration von Apps innerhalb der Anwendung. So lassen sich beispielsweise der Google Kalender, Facebook, Dropbox und Google Drive in Mailbird integrieren. Dabei gibt es allerdings keine tiefe Integration in die App, sondern es wird lediglich die Webseite innerhalb von Mailbird aufgerufen – aber gerade im Falle von Dropbox und Google Drive bringt das natürlich einen kleinen Vorteil in Produktivität, da man Links zu Dateien zum Beispiel kopieren kann, ohne die Anwendung wechseln zu müssen. Je nach Nutzerverhalten.

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Bislang steht Mailbird wie gesagt nur als Beta zur Verfügung – wer mag, der kann sich hier Anmelden und Mailbird herunterladen. Später soll es dann zwei verschiedene Varianten geben: Mailbird Free und Mailbird Pro. Mailbird Free bietet den genannten Funktionsumfang, kommt aber dann mit Werbung und einer Zwangs-Signatur „Sent Using Mailbird“ daher. Die Pro-Version hat diese Einschränkungen nicht und bekommt neben Pro-Apps und einer Priorisierung der Mails nach Wichtig/Normal/Newsletter, kostet dafür aber auch 9,65€ pro Jahr.

Ob es einem Wert ist, kann natürlich nur jeder für sich selbst entscheiden – aber gerade die automatische Priorisierung der Pro-Variante klingt ganz interessant, muss man sehen, wie nützlich es werden kann. Bei der Free-Version würde mich persönlich die Signatur ein wenig stören, ich bin der Meinung, man sollte entweder Werbung einblenden oder Features herausnehmen. Wem das aber nicht stört, der bekommt auch mit der kostenlosen Variante einen tollen E-Mail-Clienten für Windows; zumal die Entwickler an der Implementierung von IMAP-, POP- und anderen Konten bereits arbeiten.

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