Media Center: Infuse 5 für iPhone, iPad und Apple TV ist da

Am 21.11.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:06 Minuten

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Die Medien-Center-App Infuse für iPhone, iPad und Apple TV ist in general­über­holter Version 5.0 veröf­fent­licht worden und beinhaltet unter anderem einen iCloud-Sync und kann direkt aus anderen Cloud-Diensten streamen.

In meinen Augen ist Infuse aus dem Hause FireCore (die, die sich auch für diverse AppleTV-Jailbreaks verant­wortlich zeich­neten) die beste Möglichkeit, schnell und einfach eigene Medien­in­halte auf einem iDevice oder dem neuen Apple TV abspielen zu können. Infuse bringt nicht nur einen Browser-Upload von Medien­da­teien mit sich, sondern kann auch direkt von einem Netzwerk­server streamen – quasi wie Plex, aber deutlich simpler aufgebaut und ohne die Notwen­digkeit einer laufenden Server-App auf dem NAS oder dem Rechner. Mittler­weile ist Infuse bereits in Version 5.0 veröf­fent­licht worden und hat mit diesem eine ganze Reihe an Neuerungen spendiert bekommen, die für iOS und dem tvOS fast identisch ausfallen, aber doch ein, zwei spezielle Änderungen mit sich bringen. 

Infuse 5
Entwickler: Firecore, LLC
Preis: Kostenlos+

Beginnen wir einmal mit den Neuerungen der iOS-Version fürs iPhone und iPad. Wird Infuse auf mehreren Geräten genutzt, lassen sich die einge­rich­teten Freigaben, Favoriten, Metadaten, Wieder­ga­be­stände und Einstel­lungen mithilfe der iCloud zwischen allen Geräten synchro­ni­sieren. Außerdem ist es nun auch möglich, Videos direkt aus eurer Dropbox, eurem Google Drive oder eurem OneDrive zu streamen, alter­nativ dazu kann Infuse nun auch Video­files aus fast allen Apps öffnen, die den Document Picker von iOS unter­stützen. Auf dem iPad wird nun auch Split View und die Bild-in-Bild-Wiedergabe unter­stützt, das Video­format VC-1 wurde imple­men­tiert, Unter­titel lassen sich nun automa­tisch herun­ter­laden und viele weitere kleinere Änderungen und Fehler­kor­rek­turen.

Die tvOS-App von Infuse 5 besitzt neben den oben erwähnten Neuerungen der iOS-Version (inklusive iCloud-Sync und Cloud-Streaming) auch noch eine neue „Up Next“-Liste, in der euch kürzlich hinzu­ge­fügte Medien angezeigt werden. Des Weiteren wird der Dark-Mode von Infuse nun in Abhän­gigkeit der System-Einstel­lungen eures Apple TV aktiviert und die Wiedergabe nach Auswahl eines Kapitels oder der Justierung der Wiedergabe-Einstel­lungen beginnt nun automa­tisch an der entspre­chenden Stelle. Auch hier gibt es die üblichen Verbes­se­rungen (vor allem für tvOS 10) und Bugfixes für fehlerhaft imple­men­tierte Video­formate oder auch von kleineren Darstel­lungs­fehlern.

Wermuts­tropfen: Bei Infuse 5 handelt es sich um eine komplett neue App, muss also erneut erworben werden – völlig legitim, immerhin gab es alle größeren Updates seit dem ersten Release für lau. Die Grund­version steht wie gewohnt kostenlos zur Verfügung, muss aller­dings auf eine Reihe an Features verzichten. Dazu gehört zum Beispiel das Streamen via AirPlay und Google Cast, HD Quality Audio (24-bit Dolby TrueHD & DTS-HD MA), sowie die neuen Features des iCloud-Syncs und Cloud-Streaming. Preislich gibt es mit Infuse 5 nun zwei Möglich­keiten: Entweder als Einmalkauf für 12,99 Euro oder aber als Abo für 6,99 Euro pro Jahr. Deutlich teurer als der Vorgänger, wer aber viele eigene Video­in­halte auf dem Rechner oder dem NAS gespei­chert hält, wird Infuse zu schätzen wissen.