Mein papier­loses Büro. Die Geheim­waffe Doo aus Deutschland [Mac OS X, Windows & Mobile]

Am 14.01.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:37 Minuten

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Gestern gab es mit Evernote eine Cloud-Lösung zur Verwaltung von Dokumenten – heute folgt der letzte Software-Teil. Und zwar mit meinem Favoriten aus Deutschland: Doo. Doo ist speziell für „unseren“ Fall erdacht und entwi­ckelt worden und bietet neben der Möglichkeit, es offline zu nutzen, auch die Möglichkeit Dokumente via Cloud auf andere Geräte zu synchro­ni­sieren.

Doo gibt es derzeit für Mac OS X und als App für Windows 8 – weitere Versionen für iOS, Android, Windows Phone und Windows 7 sind geplant und sollen in Kürze folgen. Ich stelle hier mal die wichtigsten Punkte der Mac-Version dar – die Windows-8-App schaut jedoch ebenfalls gut aus und funktio­niert genauso und bietet die gleichen Features. Nur eben in Metro-Optik.

Optisch erinnert, zumindest die OS X Variante, an iDocument – also schick ist es definitiv. Links eben wieder die altbe­kannte Seiten­leiste, oben gibt es eine Suchmaske und eine Zeitleiste (sehr nett gemacht) und darunter dann eben alle impor­tierten Dokumente. 

Apropo Import: Doo setzt keine neue Daten­struktur an, sondern ihr könnt eure bestehende Struktur nutzen. Könnt. Müsst ihr aber nicht. Aber wer vielleicht schon vorsor­tiert hat oder, wie ich, vorher mittels Ordnern sortiert hat, der wird das zu schätzen wissen. Vor allem könnt ihr so Doo einfach testen und bei Nicht­ge­fallen wieder löschen. Ohne dass etwas an euren Dokumenten und eurer Struktur etwas geändert wurde. 

Ihr könnt (unter OS X) Dokumente via Drag’n’Drop in die App oder das Menüleisten-Icon hinzu­fügen, via Scanner oder Kamera, per Hotkey oder aber – sofern ihr das Feature „Sync & Backup“ nutzt – auch automa­tisch neue Dateien in eurer Dropbox, eurem IMAP-Mail-Account oder aus Google Docs zu Doo hinzu­fügen.

Natürlich bietet Doo ebenfalls die Möglichkeit, bestehende Attribute zu ändern – und zwar so gut wie alles. Titel, Datum, Markierung, Unter­nehmen, betei­ligte Personen, Orte, Tags und eine Beschreibung. Gibt auch festge­legte Dokumen­ten­typen wie Rechnung, Quittung, Lebenslauf, AGB, Briefe und und und. Man merkt eben: Doo ist speziell für so etwas gemacht. 

Die Dokumente können entweder über die Standar­d­an­wendung für den Datei­typen (und Doo unter­stützt wirklich jeden Dateityp^^) geöffnet werden, oder aber in Doo selbst. Dort gibt es dann auch noch die Möglichkeit das Dokument zu bearbeiten, und auch ein Verlauf kann einge­blendet werden: 

Links in der Seiten­leiste gibt es dann eben auch nochmal diverse Kategorien und Filter, Orte und Personen, fehler­hafte Dokumente (zum Beispiel weil der Dokumentyp fehlt) und eben auch Projekte (einfache Drag’n’Drop-Sammlungen von Dokumenten): 

Unter Mac OS X ist Doo wirklich absolute Spitze, unter Windows 8 ebenfalls. Ihr nutzt ein anderes System? Dann müsst ihr euch noch ein klein wenig gedulden… 

Aber, was macht Doo nun eigentlich für mich aus? Zum einen das funktio­nelle und die Schlichtheit. Aber Doo ist ja eigentlich viel, viel mehr. Mittels Account könnt ihr eure Dokumente auch mobil anschauen (sobald es die Apps gibt). Mit dem kosten­losen Account könnt ihr dabei maximal 2.000 Dokumente (maximal 1 GB) speichern, für rund 5€ gibt es das Premium-Paket mit 20.000 Dokumenten und maximal 10 GB Speicher. Daneben gibt es noch ein Premium Plus und ein Profes­sional Paket. 

Sämtliche Daten werden dabei auf dem doo Cloud Storage gelagert. 

Wir nehmen Daten­si­cherheit sehr ernst. Die Daten die du auf dem doo Cloud Storage ablegst sind verschlüsselt und im Rahmen des Amazon S3 Speicher­platzes in jedem Fall sicher gelagert. Kein Aussen­ste­hender, auch kein doo Mitar­beiter, kann deine Dokumente einsehen. 

Klingt besser als die Daten­si­cherheit von Evernote, auch wenn die Aussage natürlich mehr sagen dürfte. Aber wer nicht möchte, dass seine Daten in der Cloud liegen kann das Feature ja auch einfach deakti­vieren – dann arbeitet ihr halt nur lokal auf eurem Rechner. 

Fazit zu Doo? Schicke App, viele (angekün­digte) Systeme, Cloud-Sync, Ordner­struktur, Offline. Viele Funktionen. Was kann es besseres geben?