Meine Handchronik (Stand: 2010)

Marcel Am 04.03.2010 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:56 Minuten

Passend zur Meldung, dass Apple eine Patentklage gegen HTC eingereicht hat, habe ich mal eine kleine Chronik meines Handyverbrauches aufgestellt. Und ich muss sagen: So wirklich viele waren es bisher nicht. Liegt wohl daran, dass ich eigentlich immer gut die Pro- und Contraargumente offengelegt habe.

Alles begann 2000 mit dem Philips Savvy und einer völlig überteuerten DS2-CallYa-Karte. Heutzutage würde man über so ein Gerät nur müde lächeln – wobei es solche Geräte ja heutzutage wieder gibt, nämlich als „Seniorenhandys“. Aber naja, es war eben mein erstes, eigenes Handy und irgendwie war man (vor allem zu jener Zeit) doch stolz auf den Klotz.

Gut ein Jahr später, 2001, sah ich im Urlaub dann das Trium Astral. Hey! Größeres Display, „bessere“ Spiele, etwas dünner, hübscher, und vor allem: Austauschbare Frontschalen. Musste ich natürlich haben – inklusive einer O²-Prepaidkarte. So reiste ich also im Alter von 14 oder 15 mit zwei Handys durch die Gegend. Irgendwie konnte man sich ja doch nicht entscheiden.

Irgendwann – relativ kurze Zeit nach dem Kauf des Trium Astrals – bekam ich dann die Möglichkeit, an ein Nokia 5110 zu kommen. Diesesmal war es E-Plus. Ich glaube, über das Handy braucht man nicht viel zu sagen – es war das erste Handy, was damals so ziemlich „alles“ konnte. Jedenfalls das, was man damals so machen konnte. Die auswechselbaren Xpress-On Cover waren DER Trend, und vor allem hatte es das Spielchen „Snake“.

Das 5110 war dann auch gut ein Jahr in meinem Besitz – bis ich günstig an ein Nokia 3210 herangekommen bin. Ebenfalls Xpress-On Cover, ebenfalls Snake. Aber: Kleiner, dünner, handlicher – einfach schöner. Noch heute weine ich der Handlichkeit des Handys nach: Irgendwie liegt kein Handy so super in der Hand wie dieser Oldtimer. Und was man damit alles machen konnte: Vibrationsalarm einbauen, zusätzliche Spiele freischalten (ja, es war das erste Handy, wo ich so etwas wie über Firmwares gelernt habe), eine blinkende Handytastatur, und und und. Nun gut, beim Versuch, das Display mit blauen LEDs auszustatten, ist es mir dann doch aus der Hand gestorben.

So musste also 2003 ein neues Handy her. Und da kam es mir natürlich gelegen, dass meine damalige Freundin (meine heutige Verlobte by the way) sich das Nokia 3410 zulegt hat – somit hatte ich also von nun an ein Nokia 3310. Irgendwie war alles wie auch beim 3210 – nur sah es anders aus. All die schöne Arbeit mit der Firmware, dem Einbau diverser Dinge – irgendwie hatte es ja schon alles. Damals ein tolles Handy, auch wenn ich das 3210 irgendwie immer schöner fand. Aber gut, man muss ja basteln – und manchmal geht es eben daneben.

2004 gab es dann wieder ein neues Handy: Zu meinem Geburtstag bekam ich ein Siemens SX1 geschenkt. Bis dato das teuerste Handy. Das Design war in meinen Augen damals genial, an die andere Tastatur hab ich mich relativ schnell gewöhnt. Und was es alles konnte: Von Videos, über zusätzliche Spiele, über Mp3s… Das einzige was es nicht konnte: Anständig und langfristig laufen. Ich weiß gar nicht, wie oft es bei Siemens war, weil die Firmware wieder einmal streikte. Schade eigentlich, denn das war wohl auch der Grund, weshalb sich das Handy so schlecht verkauft hatte. Dennoch war es eigentlich toll – und der Tod durch „ins Klo“ fallen war sicherlich nicht gerecht. Aber was solls.

So musste also wieder ein neues Handy her: Diesesmal wollte ich mal einen Slider ausprobieren und entschied mich für das Siemens CL71. Nichts besonderes. Nicht wirklich etwas neues. Aber es reichte eben aus und stand dem SX1 – aufgrund der vergangenen Jahre – eigentlich in nichts nach. Einzig und allein der Slider wackelte nach einem halben Jahr immer mehr. Und irgendwann brauchte ein Kumpel ein neues Handy, so dass ich die Chance bekam, das – irgendwie – ungeliebte Handy loszuwerden.

So entschied ich mich Anfang 2007 zu einem Handytypen, der damals sicherlich noch nicht richtig ausgereift war und auch noch ziemlich unbekannt war: einem Handy mit Touchscreen. Genau, das war das HTC Prophet. Ein super Handy, auch wenn die Bedienung damals noch zu 100% auf einen Stylus ausgelegt war. Doch dank den XDA-Developers war es möglich, die komplette Firmware zu flashen, wodurch es unter anderem möglich war, diverse Finger-optimierte Programme von HTC zu installieren. Somit gab es die Oberfläche des HTC Touch auch für meinen HTC Prophet. Man, das waren etliche Stunden des Testens und Basteln.

Nunja, irgendwann ließ ich das Gerät in der Bahn liegen und – man kann es sich denken – ich hab es nie wieder gesehen. Nun entschied ich mich zu dem HTC Touch Elf, dessen Firmware und Oberfläche ich ja auch schon auf dem Prophet hatte. Doch im Gegensatz zum Prophet war das Handy schön. Ja, es war schön. Und ich glaube sogar, dass die Bastelei an dem Gerät mich (zusammengerechnet) mehrere Tage oder sogar Wochen gekostet hat. Irgendwas war immer. Aber man wollte ja ein komplett mit den Fingern zu steuerndes Handy.

Sogar Windows Mobile 6.5.x war zuletzt drauf – und sonstige HTC-Entwicklungen wie z.B. eine OnScreen-T9-Tastatur. Irgendwann war das Handy dann auch ausgereizt – neuere Entwicklungen liefen entweder gar nicht oder nur sehr stockend. Trotzdem musste immer mal wieder eine Reinstallation her, was immer etwas nervig war – schließlich mussten die etlichen Drittanbieterprogramme und HTC-Programme per Hand installiert und eingerichtet werden. Zuletzt ging es mir so auf die Nerven, dass ich mich dazu entschieden habe, ein neues Handy zu kaufen.

Nach langem Überlegen bin ich dann zum Apple iPhone 2G gekommen. Windows Mobile war einfach grundsätzlich eine „Frickelei“, auf die ich keine Lust mehr hatte. Und die bisherigen Android-Geräte waren – naja, in meinen Augen nicht sonderlich schön. Auch wenn HTC mit dem „Sense UI“-Aufsatz (sowohl unter Android, als auch unter Windows Mobile) sehr gute Arbeit geleistet hat. Und gerade jetzt, nachdem ich es nicht nur im Laden testen konnte, muss ich sagen: Kein Handy mit Touchscreen ist auch in den „Tiefen“ des Systems so ausgereift wie das iPhone.

Denn trotz der besagten Oberfläche von HTC war – gerade bei Windows Mobile – alles unter der Haube und sonstige Programme, auf den Stylus ausgelegt. Eine Wende sollte hier Windows Phone 7 Series bringen, aber die Oberfläche ist irgendwie häßlich. Außerdem gibt es dank dem AppStore eine große Auswahl an guten Programmen und vor allem gibt es von Apple immer wieder Updates. Bei HTC z.B. werden nur selten Updates herausgebracht und wenn dann nur für aktuellere Geräte. Außerdem scheint es mit fast so, dass es bei HTC alle zwei Wochen neue Geräte gibt…

…und derzeit bin ich mit dem iPhone eben mehr als zufrieden. Nach meinem Rhytmus wird es aber 2012 oder sogar 2012 ein neues Handy geben. Was, steht natürlich noch in den Sternen. Mal sehen, wie sich der ganze Markt entwickelt. Würde ich im Sommer auf ein neues Handy umsteigen, würde ich mich wohl zwischen dem dann wohl neuen „iPhone 4G“ und einem Android + Sense UI von HTC entscheiden müssen – und ehrlich gesagt, würde es wohl ein „iPhone 4G“ werden. Vor allem, wenn die Gerüchte um das neue Apple-Handy stimmen sollten.

Artikel teilen

Kaufempfehlung*

  • LG G6 Smartphone (14,47 cm (5,7 Zoll) Display, 32 GB Speicher, Android 7.0) Weiß
  • Neu ab EUR 409,99, gebraucht schon ab EUR 379,80
  • Auf Amazon kaufen*