Microsoft Xim teilt Bilder schnell und einfach mit anderen Nutzern – für Windows Phone, iOS und Android

Am 03.11.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:03 Minuten

xim

Der ein oder andere hat sicherlich schon einmal etwas von Microsoft Research gehört – einer Abteilung von Microsoft, die sich eigentlich auf die reine Forschung und Entwicklung verschie­denster Dinge der Technik-Welt konzen­triert. Viele dieser Dinge liegen nur als Konzepte in den Schub­laden, andere wiederum finden auch mal ihren Weg zu den Nutzern – und ich muss sagen, dass ich von den Ideen der Research-Abteilung häufig wirklich positiv überrascht bin. So auch im aktuellen Falle von Xim, der neuesten Veröf­fent­li­chung des Research-Teams. Um Xim zu verstehen, bedarf es einer kleinen Situation: Stellen wir uns einmal vor, wir möchten einem Grüppchen von drei, vier Personen zum Beispiel Bilder aus unserem Urlaub zeigen – auf dem Smart­phone versteht sich. Damit auch jeder die Bilder vernünftig betrachten kann wird das Smart­phone also unter Umständen aus der Hand gegeben und jeder darf mal durch die Urlaubs­fotos wischen. Kann man so machen – oder man nutzt besagtes Xim. 

Hat man sich erst einmal mit seiner Handy­nummer verifi­ziert und ein Profil einge­richtet, kann es auch schon losgehen. Im Grunde wählt man lediglich jene Bilder aus, die man anderen Personen zeigen möchte, wobei Xim diese entweder vom Gerät selbst, oder aber aus verschie­denen anderen Quellen wie Dropbox, OneDrive, Facebook oder Instagram. Ist auch das erledigt lassen sich nun andere Personen per Rufnummer oder Mail einladen, an der virtu­ellen Dia-Show teilzu­nehmen. Der Clou dabei: Die Zuschauer benötigen nicht zwingend die Xim-App, alles läuft allein im mobilen Browser ab. So können die restlichen Personen ebenfalls zwischen den Fotos hin und her wischen und per Geste zoomen – gleich­zeitig werden diese Aktionen auch für alle anderen Zuschauer abgeglichen. Wischt einer, sieht auch der andere das nächste Bild und so weiter. Möchte man vielleicht noch einen Kommentar zu einem Bild abgeben, so kann dies über die ebenfalls integrierte Gruppenchat-Funktion auch gemacht werden. 

Einziger kleiner Haken: Xim setzt auf eine Cloud-Lösung. Soll heißen: Die Bilder wandern über die Microsoft’schen Server und von dort aus wieder auf die Geräte der entspre­chenden Nutzer. Hierbei betont man seitens Microsoft Research aller­dings, dass erstellte Xims mitsamt den Bildern automa­tisch nach maximal zwei Stunden wieder gelöscht werden – sollte 30 Minuten lang kein Zugriff auf einen Xim mehr statt­finden, so wird dieser auch vorzeitig gelöscht. Dennoch macht die Sache einen sehr netten Eindruck. Ob man es nun unbedingt benötigt liegt immer in der Entscheidung eines jeden Nutzers, ich finde die Idee und den Ansatz jeden­falls definitiv inter­essant. Das Beste daran: Die App ist nicht nur für Windows Phone verfügbar, sondern auch für Android – eine iOS-App gibt es ebenfalls, ist derzeit aller­dings noch nicht im deutschen App Store verfügbar. Falls ihr euch Xim einmal angeschaut habt: Eure Meinung zu dem Teil?

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden. #wpappbox

Links: → Store öffnen → Google-Suche
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