MoneyWallet: Schicke Verwaltung eurer Einnahmen und Ausgaben für Android

Marcel Am 09.04.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:35 Minuten

moneywallet-android

Wer seine Einnahmen und Ausgaben mit seinem Android-Smartphone im Blick behalten möchte, der bekommt mit MoneyWallet eine sehr schicke aber durchaus funktionale App für derartige Zwecke.

Tja, das mit den persönlichen Finanzen ist häufiger mal so eine Sache, denn oftmals ist ein Monat einfach viel zu lang – wer kennt das nicht? MoneyWallet möchte euch dabei helfen, eure anfallenden Einnahmen und natürlich auch Ausgaben übersichtlich im Blick zu halten, sodass ihr keine bösen Überraschungen erlebt. Ganz zu Beginn müsst ihr erst einmal eure Geldbörsen („Wallets“) anlegen: Kann natürlich ein einziges Wallet sein, ihr könnt aber auch zum Beispiel euer privates Konto von geschäftlichen Dingen oder einer allgemeinen Haushaltskasse eurer WG zum Beispiel voneinander trennen.

Danach solltet ihr euch dann erst einmal daran machen und geeignete Kategorien erstellen: Zwar kommt MoneyWallet mit einer ganzen Reihe an Kategorien daher, diese sind aber wie die gesamte App lediglich in englischer Sprache und sicherlich hat jeder andere Kategorien. Dabei lässt sich jede Kategorie als Einnahme oder Ausgabe festlegen, mit einem passenden Icon versehen und auch Unterkategorien sind möglich – zum Beispiel die Kategorie „Auto“, die sich nochmals in „Tanken“ und „Reparaturen“ unterteilt.

Habt ihr dies nun erledigt, so könnt ihr am besten erst einmal mit euren regelmäßigen Fixkosten wie Miete, Strom und dergleichen beginnen – auch wiederkehrende Einnahmen sind natürlich möglich, je nach verwendeter Kategorie werden diese den jeweiligen Konten automatisch zugewiesen. Ihr könnt diese auch mit einer Notiz versehen und nach verschiedenen Mustern wiederholen lassen. Monatlich, wöchentlich, alle drei Monate und so weiter, ebenso könnt ihr einen festen Stichtag angeben.

Auch das Eingeben neuer Einnahmen oder Ausgaben ist recht simpel gelöst, auch hier gibt es wieder eine automatische Zuweisung anhand der ausgewählten Kategorie, ihr könnt ein Datum und einen Betrag für den Eintrag auswählen, auch ein Bild lässt sich den jeweiligen Einträgen hinzufügen. Ebenso möglich ist es, Beträge von einem Wallet ins andere zu transferieren, zum Beispiel wenn ihr geschäftliche Einnahmen auf euer Privatkonto umzieht oder ähnliches. Über die Monatsansicht könnt ihr zu einem bestimmten Tag wechseln, was mir persönlich hier fehlen würde wäre eine Markierung der Tage, an denen irgendwelche Einnahmen oder Ausgaben gebucht wurden.

Etwas komplexer wird die Sache, wenn ihr Bugdet-Grenzen festlegen solltet. So könnt ihr zum Beispiel für bestimmte Kategorien eine monatliche Grenze eurer Ausgaben festlegen, gleiches gilt aber auch für die gesamten Ausgaben (oder auch Einnahmen). So habt ihr immer im Blick, ob ihr noch ein paar Euronen übrig habt und wie der aktuelle Stand hierbei so aussieht. Plant ihr zum Beispiel eine Geburtstagsparty, so könntet ihr ein gesondertes Wallet erstellen und für die dortigen Kategorien wie Essen, Alkohol, Dekoration und dergleichen bestimmte Budget-Grenzen festlegen. Gibt viele Möglichkeiten, man muss die Funktion nur zu nutzen wissen.

Ebenfalls vorhanden ist natürlich eine kleine Statistik-Funktion, mit der ihr eure Finanzen in einem kleinen Diagram veranschaulichen lassen könnt – wahlweise die gesamten Einnahmen und Ausgaben, nur bestimmte Kategorien, ein ganzes Jahr oder nur eine bestimmte Zeitspanne.

Und das war es im Großen und Ganzen auch schon, abseits dieser Finanzverwaltung besitzt MoneyWallet aber auch einen einfachen Taschenrechner und einen Rechner zum Umwandeln von verschiedenen Währungen – letzteres ist vielleicht ganz praktisch, wenn ihr im Ausland unterwegs seid und eure Ausgaben dennoch in Euro festhalten wollt, statt einer Summe.

Auch die Einstellungen von MoneyWallet sind recht vielfältig. Hier könnt ihr unter anderem die gesamte Farbgestaltung der App wechseln, die Farben für Einnahmen und Ausgaben festlegen, sowie Feinheiten wie die Ausgabe des Datums, eine konsequente Anzeige des Währungssymbols und dergleichen aktivieren. Des Weiteren könnt ihr den Zugriff auf die App mit einem PIN-Code schützen, euch an die tägliche Eingabe eurer Ausgaben erinnern lassen und auch Backup- und Export-Möglichkeiten zu Dropbox, Google Drive, auf einer SD-Karte und zu Excel ist implementiert worden. Wie man sieht lässt sich die App mit zahlreichen Optionen etwas weiter anpassen.

Alles in allem macht MoneyWallet einen sehr guten Eindruck – in meinen Augen sicherlich eine der stärksten Apps ihrer Gattung für Android. Leider steht die App aktuell noch nicht in Deutscher Sprache zur Verfügung, was an sich aber sicherlich kein großes Problem darstellen dürfte oder sollte. Die Grundversion von MoneyWallet ist kostenlos im Play Store verfügbar, diese hat allerdings die Beschränkung, dass ihr nur ein Wallet erstellen und pro Tag maximal drei Ausgaben hinzufügen könnt. Je nach Umfang eurer Ausgaben könnte die kostenlose Version für den ein oder anderen also ausreichen, alle anderen können die App per In-App-Kauf in Höhe von 1,76 Euro auf die Pro-Version hoch stufen lassen.

Unter Android wäre MoneyWallet also wie erwähnt meine Wahl, gänzlich kostenlos aber eben auch nicht so umfangreich und ohne Material Design wäre der Expense Manager – unter Windows Phone lohnt sich ein Blick auf den Ausgaben-Manager, während ich unter OS X und iOS aufgrund der Symbiose auf Next setzen würde.

MoneyWallet - Expense Manager
MoneyWallet - Expense Manager
Entwickler: AndreAle
Preis: Kostenlos+

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