MuseCam für iOS: Kamera- und Foto-App mit vielen Tools zur schnellen Bildbearbeitung – mein neuer Favorit

Marcel Am 04.08.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:53 Minuten

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Foto-Apps und iOS, die Auswahl dürfte fast größer sein, hat etwas von Sandkörner zählen. Was mich betrifft, so war ich bislang mit Darkroom für schnellere Bearbeitungen und Enlight für umfassende Arbeiten sehr zufrieden, dennoch schaue ich mir natürlich gerne neue Alternativen an – man weiß ja nie, ob man nicht doch eine neue Perle findet. Und siehe da: Mit der noch recht frischen Foto-App MuseCam habe ich meinen derzeitigen Favoriten gefunden. Erst einmal: Bei MuseCam handelt es sich um eine kostenlose App fürs iPhone, die nicht nur recht umfangreiche Bearbeitungsfeatures bietet, sondern auch einen Kamera-Modus, in dem man Werte wie ISO, Weißabgleich und ähnliches manuell justieren kann.

musecam-ios-1Kennt man ja bereits von Kamera-Apps wie Camera+ und Co., gerade Foto-Freunde werden hierbei sicherlich auf ihre Kosten kommen. Blende, ISO-Wert, Weißabgleich und Form lassen sich manuell auswählen, wer sich damit nicht selbst beschäftigen möchte, der kann aber natürlich auch wie gewohnt einen Automatik-Modus nutzen. Hat man sein Motiv dann einmal mit der Rück- oder Frontkamera aufgenommen (oder eben aus dem Aufnahmen-Ordner ausgewählt), so eröffnen sich noch weitere Möglichkeit zwecks manueller Nachbearbeitung – und hierzu gibt euch MuseCam viele Funktionen an die Hand (oder den Daumen).

Seit Instagram natürlich in jeder Foto-App dabei: Filter. MuseCam bietet eine ganze Reihe an unterschiedlichen Filtern, mit denen man die App auch finanzieren möchte. Soll heißen: Ihr bekommt einen Batzen an MuseCam- und Schwarz-Weiß-Filter kostenlos zur Auswahl, daneben gibt es aber auch noch eine Hand voll Pakete mit weiteren duzenden Filtern, die ihr aber eben per In-App-Kauf freischalten müsst – die Preise variieren dabei von 3,99 Euro bis 5,99 Euro. Die zusätzlichen Filter sind laut den Entwicklern mit Fotografen abgestimmt worden, für mich persönlich reichen aber bereits die kostenlos verfügbaren Filter.

Der nächste Tab zeigt euch verschiedenste Bild-Attribute auf, die ihr dann eben wie gewohnt per Schieberegler erhöhen oder verringern könnt. Kennt man ja: Dinge wie Helligkeit, Kontrast, Farbton, Sättigung, Schärfe, Fade, Vignette und derlei Dinge. Lädt definitiv zum Spielen ein. Nicht weniger Spieltrieb entwickelt auch die RGB-Farbkurve, mit deren Hilfe ihr die Farben noch exakter an eure Wünsche und Vorlieben anpassen könnt. Ich gebe es zu: Ich habe keine Ahnung, welcher Wert nun genau was macht, dennoch spiele ich gerne mal ein wenig mit den Farbkurven herum.

Des Weiteren könnt ihr auch verschiedene Bereiche im Bild mit einer anderen Färbung und Tönung versehen, indem ihr die dazugehörigen Farbpunkte einfach nach links oder rechts verschiebt. „Hue“ ändert dabei die Tönung, „Saturation“ natürlich die Farbsättigung und „Luminance“ macht die geänderten Farben leuchtender oder weniger leuchtend. Funktioniert besonders gut, wenn man recht hervorstechende Akzentfarben besitzt. Wer ein Objekt im Bild etwas mehr hervorheben möchte, der kann auch per „Wischfinger“ bestimmte Bildbereiche mit einer Bewegungsunschärfe oder einer Unschärfe belegen.

Zu guter Letzt lässt sich natürlich auch noch die Ausrichtung des Fotos korrigieren oder das Bild drehen und beschneiden und zum Beispiel in eine quadratische Form bringen. Habt ihr euer Foto dann wie gewünscht bearbeitet, so kann dieses natürlich wie gewohnt in eurem Aufnahme-Ordner gespeichert oder auch direkt aus MuseCam heraus mit anderen Apps und Diensten geteilt werden – auch das ist ja nichts besonderes. Einziger kleiner Kritikpunkt: Wäre ganz schön gewesen, wenn man a) bearbeitete Fotos mittels der iOS-API direkt „überschreibt“ und b) auch eine Extension für die Fotos.app mitbringen würde.

musecam-ios-10Aber wie gesagt: MuseCam ist noch relativ frisch im App Store, da kann sich also noch so einiges tun. An Enlight kommt MuseCam zwar nicht heran, dafür ist der Funktionsumfang doch noch vergleichsweise gering. Darkroom hingegen ist bei mir nun erst einmal in die hintere Ecke des Foto-Ordners gelandet, denn mit MuseCam habe ich gleichzeitig eine Kamera-App und eine absolut gelungene App zur flotten Bildbearbeitung mit vielen Möglichkeiten. Definitiv ein Tipp, zumal die ganze Sache eben, mit Ausnahme der doch recht teuren Zusatzfilter, gänzlich kostenlos ist. Beide Daumen nach oben.

via Product Hunt

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