Netflix Party: Gemeinsames Bingewatching trotz räumlicher Trennung

Marcel Am 20.03.2020 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:42 Minuten

Das soziale Leben ist in den letzten Tagen zum Stillstand gekommen und egal ob die bereits geltenden Maßnahmen noch weiter verschärft werden oder nicht – es wird auch in den folgenden Wochen nicht besser werden. Eigentlich kann man sich glücklich schätzen, dass wir bereits das Jahr 2020 schreiben; stellt euch die soziale Distanzierung mal in den 70er, 80er oder 90er Jahren vor. Bücher, Gesellschaftsspiele, nur Kontakt zu den Hausangehörigen. Heutzutage sind aber Videochats keine Besonderheit mehr, zumindest ein Teil sozialen Kontaktes ist so möglich. Ich möchte hier aber gar nicht ausschweifen, sondern wollte auf einen eigentlich schon älteren Web-Dienst aufmerksam machen, der auf den Namen Netflix Party hört und mit dem sich Nutzer dem synchronen Bingewatching auf der gleichnamigen Streaming-Plattform hingeben können – auch während der räumlichen Trennung.

Netflix Party
Netflix Party
Preis: Kostenlos

Eines vorweg: Es handelt sich bei Netflix Party um keinen Dienst, mit dem das sichere Teilen von Accountdaten möglich ist. Vielmehr benötigt jeder Nutzer seinen eigenen Netflix-Account. Darüber hinaus funktioniert der Spaß nur auf dem Desktop-Rechner und auch nur dann, wenn ihr einen auf Chromium basierenden Browser verwendet – also zum Beispiel Chrome, Edge oder auch Opera. Kern des ganzen ist nämlich eine Browser-Erweiterung, die ihr an dieser Stelle installieren könnt. Ist das getan, müsst ihr auf der Netflix-Website die Wiedergabe einer Serie starten und könnt über den „NP“-Button in der Toolbar eine neue Party erstellen. Funktioniert quasi mehr oder weniger anonym, denn eine Registrierung wird nicht benötigt; vielmehr können andere Nutzer der Party ganz schnell und unkompliziert via generischer URL beitreten.

Der Clou: Die Wiedergabe wird von Netflix Party bei allen Nutzern synchronisiert. Damit das ganze einen noch stärkeren sozialen Charakter erhält, gibt es auch einen Chat, in dem ihr euch über Szenen oder Gott und die Welt unterhalten könnt. Funktionierte im Quicktest mit vier Personen zufriedenstellend bis einwandfrei und kann durchaus eine spaßige Angelegenheit sein. In schwierigen Zeiten muss man eben auf kreative Lösungen setzen. Dies dürfte aber der Grund sein, wieso die Erweiterung nun plötzlich wieder aus der Versenkung empor geklettert ist – immerhin gibt es den Dienst mitsamt der Erweiterung wie erwähnt schon ein paar Jahre. Und ja, hierfür gibt es nun den obligatorischen Euro ins Phrasenschwein: What a time to be alive. Und dies ist hierauf bezogen gar nicht negativ gemeint…

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