Nokia Purity Pro: On-Ear-Kopfhörer von Nokia und Monster im Test

Marcel Am 02.09.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:09 Minuten
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In der Mode gilt die Aussage „Alles kommt irgendwann wieder zurück“ und genau diese kann man aktuell auch in Sachen Kopfhörern feststellen: Irgendwann – es dürfte so Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre gewesen sein – waren die Dinger mal äußerst beliebt, dann verschwanden sie wieder und viele Jahre wollte diese Teile niemand haben, die Nutzer bevorzugten lieber Ear-Bud- oder In-Ear-Kopfhörer. Nun sieht man immer mehr Leute auf der Straße mit diesen riesigen, teils sehr bunten On-Ear-Kopfhörern herumrennen – und zu genau dieser Gattung gehören auch die Nokia Purity Pro by Monster, welche aus einer Zusammenarbeit zwischen Nokia und Monster resultieren. Diese konnte ich mir in den letzten Wochen mal ein wenig genauer anschauen – oder anhören, je nachdem wie man es sehen möchte.

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Fangen wir erst einmal mit dem Lieferumfang an; dieser ist nicht unbedingt üppig, konnte mich aber überraschen – denn es gab nicht nur die Kopfhörer und alles dafür benötigte zu finden, sondern auch eine schicke Transporttasche:

  • Nokia Purity Pro in gelb
  • Farblich passendes 3,5er-Klinkenkabel
  • Micro-USB-Ladekabel
  • Transporttasche

Wie für „Over-the-Ear“-Kopfhörer typisch fallen die Nokia Purity Pro natürlich auf, was aber nicht nur an der Größe der Kopfhörer allein liegt, sondern auch an der verfügbaren Farbauswahl: der geneigte Käufer kann sich zwischen einem schlichten schwarz oder weiß auch für etwas grellere gelbe oder rote Kopfhörer entscheiden. Ist natürlich Geschmacksache, ich persönlich würde bei solchen Gadgets immer zu schwarz greifen – in der Stadt sehe ich aber häufiger solche grellen Farben, also sollte man meinen Geschmack nicht unbedingt als DEN Geschmack in den Raum stellen.

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Der Bügel des Kopfhörers lässt sich durch einen leichten Zug in der Größe variieren, sodass die Purity Pro sicherlich auf absolut jedem Kopf Platz finden dürften. Wie es sich gehört sitzen die Muscheln direkt auf dem Uhr und umschließen es komplett, was nicht nur dafür sorgt, dass Außengeräusche nahezu perfekt abgeschirmt werden, sondern durch die weiche Muscheln, welche sanft auf den Ohren aufliegen, ist der Tragekomfort richtig klasse. So klasse, dass ich sogar des öfteren Mal mit den Kopfhörern auf’m Kopp eingepennt bin. Aber im ernst: Die Kopfhörer sitzen richtig gut, drücken nicht. Sehr angenehm.

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Eine nette Funktion der Purity Pro ist das „zusammenfalten“ der Kopfhörer: kurzerhand die Muscheln eingeklappt, versetzt sich der Kopfhörer sofort in den Ruhezustand. Andersherum reicht ein auseinander klappen aus und schon versucht sich der Kopfhörer mit einem bekannten Gerät in der Nähe zu verbinden. Apropos verbinden: Die Purity Pro lassen sich sowohl über Bluetooth, als auch über NFC mit eurem Smartphone oder sonst einem Bluetooth-fähigen Gerät koppeln – wer lieber ein wenig Akku sparen möchte und stattdessen auf eine Kabelverbindung setzten möchte, der kann das dank des beiliegenden, farblich passendem 3,5-Klinkenkabel natürlich ebenfalls machen. Sehr schön ist übrigens die Verbindung über NFC mit meinem Lumia 920, denn hier reicht eine kurze Berührung der Geräte.

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Schaut man sich einmal die Muscheln der Kopfhörer an, so findet man hier neben den beiden Anschlüssen für das MicroUSB-Labekabel und besagtes Klinkenkabel auch ein paar Knöpfe vor. Links findet sich eine Wippe für die Lautstärke und ein Button für die Bluetooth-Verbindung, rechts gibt es Tasten für Play/Pause und Vor/Zurück. By the way: Über diese Tasten lassen sich auch Anrufe annehmen und beenden – die Purity Pro dienen also zeitgleich auch als Freisprecheinrichtigung.

Kommen wir nun aber einmal zum wohl wichtigsten Punkt für Kopfhörer, dem Sound. Hierbei muss ich anmerken, dass ich wahrlich kein Experte bin und mir – wie wohl viele auch – in den 90ern mit billigen Mp3-Playern mein Gehör „versaut“ habe. Der Sound der Purity Pro hat mich aber von der ersten Sekunde an überrascht, ich war begeistert – auch und vor allem bei der kabellosen Nutzung. Der Klang ist angenehm klar und ohne Übersteuern von Höhen und Tiefen, ebenso wummert der Bass, ohne dass es dabei zu Verzerrungen kommt. Hier merkt man eben die Zusammenarbeit mit Monster. Setzt man die Kopfhörer auf, so werden Umgebungsgeräusche abgeschirmt, ebenso „verteilen“ die Purity Pro den Sound nicht großartig nach außen. Auf Maximaler Stufe hören eure Mitmenschen natürlich auch etwas, ich würde aber sagen, dass die Kopfhörer in beide Richtungen sehr gut abgeschirmt sind – auch dank der „Active Noise Canceling“ (Geräuschunterdrückung), welche standardmäßig aktiviert ist und sehr gute Arbeit leistet. Apropos maximale Lautstärke: Jau, wummert echt ordentlich – auch hier ein richtig toller Sound, aber leider eben etwas zu laut für’s Trommelfell.

Was die Akkulaufzeit angeht, so ist der Kopfhörer ein echter Dauerläufer. Nokia selbst gibt im „Always Ready“-Modus (also aufgeklappt) rund 7 Tage Standby an, in Sachen Musikwiedergabe soll der Akku erst nach 24 Stunden seinen Geist aufgeben. Ich selbst habe (Schande auf mein Haupt) leider nicht selbst nachgemessen, kann aber sagen, dass die Zeiten ungefähr hinkommen dürften, kann natürlich je nach Bluetooth-Verbindung etwas variieren, hier gibt es aber absolut nichts auszusetzen – das Smartphone dürfte in Sachen Akku wohl eher den Geist aufgeben.

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Fazit

Ein Fazit abzugeben ist relativ simpel, denn Verarbeitung, Tragekomfort, Funktionen und vor allem der Sound haben mich völlig überzeugt. Schwieriger wird es in Sachen Kaufempfehlung, denn mit einem Verkaufspreis von etwa 250 Euro sind die Purity Pro sicherlich keine günstigen Kopfhörer. Gute Kopfhörer mit gutem Sound bekommt man schon ab der Preisklasse 80-100 Euro, egal welchen Typ Kopfhörer man bevorzugt – allerdings sind diese in der Regel kabelgebunden. Wer aber unbedingt einen kabellosen Kopfhörer nutzen möchte, der bekommt mit den „Nokia Purity Pro by Monster“ definitiv einen der besten „Drahtlos-Kopfhörer“ auf dem Markt. Muss eben jeder für sich selbst entscheiden, wo seine Prioritäten liegen und ob man solche „Over the Ear“-Kopfhörer mag.

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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