Nuki Smart Lock: Zwei neue Türschlösser und Zubehör vorgestellt

Marcel Am 04.11.2021 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:44 Minuten

Der österreichische Hersteller Nuki hat zwei neue Türschlösser vorgestellt: Das Smart Lock 3.0 sowie das Smart Lock 3.0 Pro. Neu ist u.a. ein überarbeitetes Getriebe, ein neuer Türsensor und integriertes WiFi.

Nuki wird jedem Smart-Home-Freund ein Begriff sein, dürften die gleichnamigen smarten Türschlösser zumindest in Europa Marktführer sein. Verrichtet in der hiesigen Wohnung schon seit geraumer Zeit mit vollster Zufriedenheit seinen Dienst, inklusive dem Nuki Opener für Gegensprechanlagen in Mehrfamilienhäusern. Ich kann da auch nach all den Jahren nicht wirklich negatives sagen, sowohl was die Hardware betrifft, als auch die Software, welche noch dazu regelmäßig mit neuen Funktionen bedacht und ergänzt wird. Nun haben die Produktentwickler nach fast drei Jahren nochmal nachgelegt und mit dem Nuki Smart Lock 3.0 für zukünftig 149 Euro und dem Smart Lock 3.0 Pro für 249 Euro gleich zwei Türschlösser vorgestellt, die sich vor allem im Ausstattungsumfang unterscheiden.

Optisch sehen sich beide Modelle fast zum verwechseln ähnlich und auch im Vergleich zu dem – oder besser gesagt beiden – Vorgängerversionen ist man dem bewährten Formfaktor (und der rückstandslos zurückbauenden Montage) treu geblieben. Laut eigenen Angaben hat man die Motorik beider Smart Lock optimiert, was sich dann wohl auch in der Lautstärke der Schließvorgänge bemerkbar machen könnte – das muss man dann aber wohl erst einmal hören. Andere Schlösser sind zwar einen Tick leiser, wirklich leise wie ein manuelles Schlüsselumdrehen wird aber wohl mittelfristig nur schwer umzusetzen sein. Außerdem hat man in beiden Schlössern eine farbige LED verbaut, die zum Beispiel bei niedrigem Batteriestand oder bei Fehlern per Farbe informieren kann.

Die Unterschiede zwischen den beiden Varianten: Die Standardvariante gibt es fortan nur noch in Weiß – anscheinend ist die als Sonderedition geplante Version des Smart Lock 2.0 sehr gut angenommen worden. Wer das bisherige schwarze Design mitsamt Aluminium-Finish beibehalten möchte, der muss hingegen zur Pro-Variante greifen, die es auch in der Kombination Weiß/Silver gibt. Eigentlich schade, zwingt man Nutzer so alleine aufgrund der Lackierung schon die nicht unwesentlich teurere Variante auf. Außerdem kommt das Pro-Modell mit dem Nuki Power Pack daher, während die Nicht-Pro-Variante weiterhin mit 4 AA-Batterien im Lieferumfang ausgeliefert wird – aber weiterhin mit dem Power Pack kompatibel ist.

Der funktionell einzige Unterschied stellt das integrierte WiFi-Modul dar, mit dem das Nuki Smart Lock 3.0 daherkommt und somit Bridge mehr benötigt, um aus der Ferne gesteuert zu werden. Für Nutzer, die nur das Schloss im Einsatz haben eine feine Sache, wobei man sehen muss, wie lange der Akku mitmacht. Nuki gibt vier Monate an, aber natürlich abhängig von der Anzahl der Schließvorgänge und der Qualität der WiFi-Verbindung. Eher witzlos ist die WiFi-Integration, wenn man auch den Nuki Opener verwendet, der weiterhin die Bridge benötigt. Da hätte ich mir gewünscht, dass das Pro-Modell auch für diesen als Bridge fungieren kann. Vielleicht aber kommt es ja noch mit einem künftigen Firmwareupdate -zumindest ist WiFi von Anfang an aktiv, im Gegensatz zu Zigbee des Smart Lock 2.0.

Neben den beiden Türschlössern hat man weitere Hardware präsentiert, u.a. den neuen Nuki Door Sensor. Beim Vorgänger gab es noch einen passiven Magneten im Lieferumfang, der dem Smart Lock angezeigt hat, ob die Tür offen oder geschlossen ist. Der neue Sensor ist eigenständiger geworden und lässt sich flexibler montieren, da der Magnet nicht mehr an das Schloss gebunden ist. Schade: Auch dieser ist nur in der Farbe Weiß erhältlich, auch hier hätte ich mir eine schwarze Variante gewünscht. Wie Nuki betont, soll die neue Technologie hinter dem Türsensor eine hohe Zuverlässigkeit bei minimalem Batterieverbrauch ermöglichen. Vor allem aber lässt er euch zusätzlich in die Tasche greifen, denn er liegt dem Lieferumfang nicht mehr bei, sondern muss für 39 Euro gesondert erworben werden.

Des Weiteren gibt es nun auch einen Universal-Zylinder. Dieser zielt auf interessierte Käufer ab, die bislang noch mit einem Türschloss ohne Not- und Gefahrenfunktion ausgestattet sind – was für die Nutzung eines elektronischen Schlosses im Falle des Falles unabdingbar ist, da man sonst von Außen auch mit Schlüssel nicht mehr hinein kommt. Kostenpunkt des Zylinders: 79 Euro. Dafür gibt es einen individuell angepassten Zylinder, die höchste SKG-Sicherheitsklasse und fünf Schlüssel. Klingt nach einem subventionierten Paket, da habe ich schon teureres gesehen (ohne die Qualität fachmännisch einschätzen zu können). Zu guter Letzt hat man dann auch, passend zur neuen Standard-Farbgebung, macht man auch die Bridge und den Opener in weißer Ausführung verfügbar.

Das Smart Lock 3.0 Pro soll ab Mitte November für 249 Euro verfügbar sein, das Smart Lock 3.0 ohne Pro zieht ab Anfang Dezember für 149 Euro nach. Für Bestandsnutzer wird es aber, wie auch schon bei Veröffentlichung des Smart Lock 2.0, ein Upgrade-Programm geben. Nach Nachweis eurer alten Smart Lock-ID erhaltet ihr zu einem neu gekauften Smart Lock 3.0 Pro auch den neuen Nuki Door Sensor. Das Programm soll ab Februar 2022 starten, da man aufgrund der bekannten Engpässe am Halbleitermarkt zum jetzigen Stand nicht in ausreichenden Stückzahlen verfügbar sind. Auf der einen Seite schön, dass man abermals ein Upgrade-Programm anbietet – dennoch etwas schade, dass man dies nur auf das Pro-Modell bezieht. Aber gut, einem geschenkten Gaul…

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