NUMBER26: „Fair Use“ ist das neue kostenlos – Gebühren für Bargeldabhebungen kommen

Marcel Am 07.07.2016 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:08 Minuten

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Tja, NUMBER26. Des einen Freud, des anderen Leid, vor allem seit der Kündigungswelle für Nutzer, die den Dienstleistern nach zu häufig am Geldautomaten waren und auch bei mir hat das Startup aus Berlin den ein oder anderen Minuspunkt gesammelt. Dies lag weniger daran, dass man von seinem Recht auf Vertragsfreiheit Gebrauch gemacht hat, sondern vielmehr an der schlechten Kommunikation – gerade bei einem Unternehmen, dass mit meinem Geld arbeitet, ist dies ein wichtiger Punkt. Kurz darauf angekündigt: Eine Fair-Use Policy, die man zusammen mit den Kunden entwickeln wollte und mit der man „Transparenz und faires Verhalten“ von seinen Kunden einfordern wollte. Nun hat man die ausgearbeitete Fair-Use Policy vorgestellt und in die überarbeiteten AGB eingebaut, die zum 7. September 2016 in Kraft treten.

Hierbei zielt natürlich alles darauf ab, dass Bargeldabhebungen am Geldautomaten zukünftig kostenpflichtig werden – zumindest in Teilen. Grundsätzlich sind 3 Abhebungen am Geldautomaten für alle Nutzer kostenlos, danach wird für jede Abhebung eine Gebühr in Höhe von 2 Euro fällig – wobei NUMBER26 euch über Push-Benachrichtigung informiert, sobald man das Limit ausgeschöpft hat. Wer hingegen bestimmte Kriterien erfüllt, der kann auch 5 mal kostenlos am Geldautomaten Geld abheben. Dazu gehören alle Nutzer, die entweder jünger als 26 Jahre sind oder Number26 als Hauptkonto nutzen – sprich wenn ihr in den letzten zwei Monaten euer monatliches Gehalt, Sozialleistungen oder 1.000€ an Gutschriften auf eurem Konto erhalten habt.

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Die Geldabhebungen im Ausland und über das CASH26-Netzwerk bleiben wie gewohnt unbegrenzt kostenlos. Der Grund für die Gebühren ist nachvollziehbar, denn immerhin sind Abhebungen am Geldautomaten in Deutschland für die Anbieter nicht gerade günstig. Gerade bei „unabhängigen“ Automaten wird eine Gebühr fällig, die eben die Finanzdienstleister tragen oder an ihre Kunden weiterreichen müssen. Des Weiteren verlangt man zukünftig auch eine Gebühr von 10 Euro pro Ersatzkartenbestellung, sofern man selbst für den Verlust oder die Beschädigung der Karte verantwortlich ist. Laut NUMBER26 ist die Rate für Ersatzkartenbestellungen bei NUMBER26 überdurchschnittlich hoch, wobei ich diesen Punkt voll und ganz nachvollziehen kann. Auf seine Sachen acht geben, kann ja nicht so schwer sein.

Etwas anders sehe ich persönlich es bei den Gebühren für Abhebungen am Automaten: Zwar nutze ich NUMBER26 nur als Sparkonto, mit der Fair-Use Policy hat sich die Überlegung zwecks Wechsel als Hauptkonto damit aber erledigt. Ich lasse mir nur ungern vorschreiben, in welcher Art und Weise ich wie mit meinem Geld umzugehen habe. Manchmal brauche ich keinerlei Abhebungen pro Woche, manchmal muss ich drei oder vier Mal zum Automaten, weil die Ausgaben „spontan“ angefallen sind und ich keine Lust habe, duzende Scheine mit hohe Wert durch die Weltgeschichte zu tragen. Tja, mal schauen was hier noch so folgt, auch ein kostenpflichtiges Flex Konto ist ja anscheinend geplant und indirekt bestätigt worden.

Im Hause NUMBER26 hat man nun wohl gemerkt, dass der Finanzsektor in Deutschland kein Zuckerschlecken ist, flapsig gesprochen dürfte NUMBER26 bald so verwinkelt sein, wie eingesessene Dienstleister. Wie seht ihr die Einführung der Fair-Use Policy?

Quelle NUMBER26

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