Opera Reborn: Opera erfindet sich neu und bringt viele Neuerungen

Marcel Am 11.05.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:01 Minuten

Opera gehört neben Vivaldi zu den „innovativsten“ Browsern auf dem Markt. Inzwischen sind es nicht mehr Google und Mozilla, die ihren Browsern mit praktischen neuen Funktionen ausstatten, sondern Opera und Vivaldi – auch wenn dies mit Blick auf den Marktanteil (leider) keine großen Vorteile mit sich bringt. So haben die Opera-Entwickler ihrem Browser durch das letzte Jahr Dinge wie einen nativen Werbeblocker und VPN spendiert, dazu gab es einen Bild-in-Bild-Modus, Energiesparmodus und weitere Kleinigkeiten. Anfang des Jahres dann hat Opera einen neuen Browser namens Neon veröffentlicht, der jedoch keinen Browser für die Massen, sondern vielmehr eine Spielwiese für die Entwickler darstellen sollte. Man experimentierte mit der Oberfläche, man baute neue und nur selten gesehene Funktionen ein – man wollte eben ein paar Gedankenspiele ausleben, wie ein moderner Browser aussehen könnte.

Von diesen Erfahrungen aus dem Neon-Konzept sind nun aber unter dem Schlagwort „Reborn“ ein paar Neuerungen auch in den klassischen Opera Browser eingeflossen, der inzwischen in der Version 45 zur Verfügung bereitsteht. Auffälligstes Merkmal ist die neu gestaltete Oberfläche, die sich zwar grundlegend von Neon unterscheidet, aber durchaus ein paar Ansätze von eben diesem mitbringt. Der grundsätzliche Aufbau mitsamt der Opera-typischen Seitenleiste (die sich nun fixieren lässt) ist beibehalten worden, durch leichte Anpassungen, sowie neuen Animationen und Effekten wirkt das ganze aber moderner und einheitlicher auf den verschiedenen Plattformen. Neu ist auch ein dunkles Theme, dass sich über das Einstellungs-Icon auf der Schnellwahl-Seite aktivieren lässt.

Darüber hinaus hat Opera nun aber auch direkt von Haus aus bereits den Facebook Messenger, WhatsApp und Telegram integriert. Letztlich nichts anderes als ein Tab mit der entsprechenden Weboberfläche des Dienstes, lassen sich die Messenger aber über die Icons in der Seitenleiste (dürften gerne auch nur stilisiert sein, „brechen“ den Look ein wenig) entweder als Overlay-Panel oder als zusätzliche Ansicht neben der Tabansicht einblenden. Wer gerne mit Shortcuts arbeitet, der kann auch via CTRL + Shift + M (macOS mit CMD + Shift + M) zwischen den Messenger wechseln, auch Browser-Benachrichtigungen für eingegangene Nachrichten sind integriert. Werden einige gerne nutzen, andere verzichten sicherlich gern auf solche Funktionen; eine universelles Panel mit beliebigen URLs wäre meiner Meinung nach vorteilhafter gewesen.

Zu guter Letzt heben die Entwickler hervor, dass Opera 45 seinen Nutzern ein wenig mehr Kontrolle über den integrierten Adblocker gibt. So könnt ihr in den Einstellungen explizit auswählen, welche Filterlisten genutzt werden sollen, von Haus aus sind Easylist und EasyPrivacy aktiviert, weitere stehen über die „Listen Verwaltung“-Schaltfläche zur Auswahl. Daneben hat man auch noch ein paar kleinere Dinge optimiert, unter anderem werden Seiten nun automatisch neu geladen, wenn der Werbeblocker ein- oder ausgeschaltet wird. Macht alles einen recht runden Eindruck, vor allem ist es schön zu sehen, dass sich inzwischen wieder etwas mehr tut auf dem Browser-Markt – denn auch Mozilla arbeitet bekanntlich daran, Firefox mit der Version 57 einer Generalkur zu unterziehen, der Release ist für Ende 2017 geplant.

Quelle Opera

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