PayPal weitet Käufer­schutz ab Januar 2015 auf 180 Tage aus

Am 24.11.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:27 Minuten

PayPal

Als Käufer ist PayPal eine praktische Sache, da die Zahlung eben nicht nur unmit­telbar nach Betätigen des Bezahl-Buttons beim Verkäufer eingeht und die Zeit bis zum Versand des Artikels drastisch reduziert werden kann, sondern auch aufgrund des Käufer­schutzes. Gibt es nach dem Kauf eines Artikels Probleme in Bezug auf Qualität und Zustand der Ware (zum Beispiel Gebrauchtware statt Neuware oder deutli­chere Gebrauchs­spuren als angegeben) oder kommt der gewünschte Artikel erst gar nicht an, so kann man dies direkt über PayPal rekla­mieren. Geht der Verkäufer nicht auf euer Anliegen ein, lässt sich im späteren Verlaufe auch PayPal einschalten, die ihrer­seits vom Verkäufer eine Stellung­nahme und notwendige Infor­ma­tionen wie Sendungs­nummern oder ähnliches einholen. Kann dieser nicht zufrie­den­stellend liefern leitet PayPal eine Rückzahlung ein – auf Kosten des Verkäufers. 

War das Eröffnen eines Konfliktes bislang nur bis zu 45 Tage nach dem Kauf eines Artikels möglich, so wird PayPal diese Frist ab dem 29. Januar 2015 auf rund 180 Tage ausweiten.

Zukünftig können also Artikel auch nach einem halben Jahr noch beanstandet werden. Für Käufer sicherlich eine praktische Sache, wenngleich mir keine Situation einfallen würde, bei denen eine derart lange Frist notwendig sein sollte. Verkäufer hingegen werden diesen Schritt nett ausge­drückt wohl eher mau finden, denn letztlich kann man sich während der Frist nicht mit seinem Geld in Sicherheit wiegen. Ich persönlich habe als Verkäufer zwar auch schon (glück­li­cher­weise) andere Erfah­rungen mit PayPal gemacht, aller­dings lässt sich nicht von der Hand weisen, dass der Käufer­schutz oft genug missbraucht wird und PayPal sich ohne anständige Prüfung auf Seiten der Käufer stellt, die Verkäufer-Konten einfriert und den Kaufbetrag auf Kosten der Verkäufer zurück­er­stattet. Kann mir als ehrlicher Käufer relativ egal sein, anderer­seits glaube ich, dass gerade private Verkäufer durch diesen Schritt nochmals etwas mehr auf Abstand zu PayPal gehen werden – mir wäre das Risiko zu hoch. Wie sieht es denn so bei euch aus? Nutzt ihr PayPal auch als Verkäufer?

Quelle PayPal via MobiFlip