Pearcleaner für macOS: Open-Source-Tool entfernt Apps ohne Rückstände

Marcel Am 02.12.2023 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:50 Minuten

Das Open-Source-Tool Pearcleaner erlaubt das vollständige Löschen von Mac-Anwendungen, sodass keinerlei Daten zurückbleiben. Eine gelungene Alternative zum altgedienten AppCleaner.

Gemeinhin benötigt die Installation von Mac-Apps – seltene Einzelfälle ausgenommen – keinen klassischen Deinstaller. Vielmehr reicht es aus, die App einfach in den Papierkorb zu ziehen und diesen zu leeren. Zumindest, wenn die App sauber geschrieben wurde: Je nachdem, wie und wo die App ihre Hilfsdateien und Verzeichnisse abgelegt hat, liegen aber eben schnell zig Dateien leblos in den Systemordnern herum. Kein Speicherplatz-Problem, aber unschön – stört einige (mich eingeschlossen). Zu diesem Zweck gibt es entsprechende Uninstaller-Apps für den Mac der entweder auf direktem Löschbefehl hin oder automatisch per Papierkorb-Überwachung nach Resten von gelöschten Programmen und ermöglichen eine Bereinigung eben dieser. Ein Fast-schon-Klassiker und seit jeher von mir genutzt ist der AppCleaner. Funktional, simpel und auch für aktuelle Systeme angepasst, aber nicht mehr wirklich weiterentwickelt. Wer eine etwas modernere Alternative sucht, der könnte bei Pearcleaner fündig werden.

Das Open-Source-Tool macht keinen Hehl daraus, dass es sich von besagtem AppCleaner und zum Privacy-Guides-Post von Sun Knudsen hat inspirieren lassen. Pearcleaner ist gänzlich in Swift geschrieben und bringt gerade einmal rund 2 MB auf die Waage, besitzt dennoch eine Reihe an Nettigkeiten. Standardmäßig könnt ihr Apps entweder über die Seitenleiste suchen, finden und selektieren oder aber Apps per Drag’n’Drop in das Fenster auf das Pearcleaner-Icon ziehen – solltet ihr letzteren Weg bevorzugen, könnt ihr die Seitenleiste auch komplett deaktivieren. Noch angenehmer ist der so genannte Sentinel Monitor: Aktiviert ihr diesen, überwacht das Tool den Papierkorb und wird aktiv, sobald gelöschte Anwendungen erkannt werden. Solltet ihr diesen einmal aktiviert haben und Pearcleaner löschen wollen, müsst ihr diesen zunächst deaktivieren.

Abgerundet wird das Löschen von Dateiresten noch von einem hellen und dunklen Theme (entweder manuell oder je nach gesetzter Systemeinstellung), sowie von einem Auto-Updater. Um seine Aufgabe zu erledigen, benötigt Pearcleaner natürlich gewisse Berechtigungen, genauer gesagt wird Festplattenvollzugriff für das Durchsuchen und Löschen von Dateien und Ordnern benötigt und Zugriff auf die Bedienhilfen – aber das ist beim AppCleaner ist anders. Bleibt testweise mal als AppCleaner-Ersatz auf dem Mac, wirkt ganz solide und auch einen Tick frischer als der Klassiker. Mal schauen, was sich da in nächster Zeit in Sachen Entwicklung noch so tut, Freemacsoft macht seinen AppCleaner ja nun schon seit einigen Jahren zumindest regelmäßig für macOS-Aktualisierungen fein. Den Download von Pearcleaner findet ihr entweder auf der Projektseite auf GitHub oder alternativ steht das Tool auch über Homebrew zur Installation bereit.

Quellcode GitHub via Caschys Blog

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