Pebble neues Portfolio: Pebble 2, Pebble Time 2 und Pebble Core

Lesezeit etwa 3:01 Minuten
pebblenew

Pebble hat am heutigen Mittag mit der Pebble 2, der Pebble Time 2 und dem Pebble Core ein neues Portfolio präsen­tiert, welches sich ab sofort über Kickstarter vorbe­stellen lässt.

Pebble war vor ein paar Jahren quasi so etwas wie der Vorreiter unter dem Smart­watch-Herstellern, dann aber schlugen immer mehr Hersteller wie Motorola, Samsung, Apple und Co. auf und so musste sich Pebble den deutlich leistungs­fä­hi­geren und hochwer­ti­geren Smart­watches geschlagen geben. Mit der Pebble Time und der Time Steel versuchte man einen kleinen Befrei­ungs­schlag, der aber ein wenig gescheitert ist – wenn man mal den Worten der Analysten vertrauen schenken darf. Nun aber hat man aber zwei neue Smart­watches und ein komplett neues Gadget vorge­stellt, mit denen man seine Markt­an­teile beibe­halten oder wieder steigern möchte. Ein kurzer Überblick.

pebble-2-pebble-time-2-3

Pebble 2 und Pebble Time 2

Bei der Pebble 2 handelt es sich um den direkten Nachfolger der ersten Pebble Smart­watch, die man optisch kaum angefasst hat. Zum Einsatz kommt ein Schwarz-Weiß-Display, welches dank trans­flek­tiver Eigen­schaft keine direkte Hinter­grund­be­leuchtung benötigt und auf diese Weise laut Pebble eine Akkulaufzeit von rund einer Woche vorweisen kann. Dennoch gibt es ein paar Neuerungen, wie das nun verbaute Mikrofon zur Aufnahme von Sprach­nach­richten und -Notizen und den Herzfre­quenz­sensor, der sich wie auch bei anderen Smart­watches und Fitness-Armbänder auf der Rückseite befindet und in festge­legten Inter­vallen die Herzfre­quenz seines Trägers misst. 

pebble-2-pebble-time-2-1

Auch die Pebble Time 2 besitzt besagten Herzfre­quenz­sensor, aller­dings gibt es eine andere Modifi­zierung, die sicherlich noch mehr Nutzer begeistern dürfte: denn das Farbdisplay ist nun rund 53 Prozent größer als der Vorgänger, besitzt rund 80 Prozent mehr Pixel als die Time und endlich hat man es geschafft, den dicken Rahmen um selbiges zu Verkleinern. Die Akkulaufzeit soll wie bisher auch bis zu 10 Tage betragen. Besonders inter­essant: Während es bei der Time-Range zuvor zwei unter­schied­liche Modelle gab (Time aus Kunst­stoff, Time Steel aus Metall), hat man der Time 2 direkt ein Metall­ge­häuse spendiert. 

pebble-2-pebble-time-2-2

Pebble Core? Check.

Bei dem dritten Gadget handelt es sich um das Pebble Core, dem ersten Pebble-Wearable abseits der Smart­watches. Beim Core handelt es sich um ein kleines „Kästchen“, welches auch eine SIM-Karte aufnehmen kann und so autark mit dem Mobil­funknetz verbunden ist. Mit Hilfe des integrierten GPS-Empfängers lassen sich Strecken aufzeichnen (Geschwin­digkeit und Entfernung), die aufge­zeich­neten Daten lassen mit mit verschie­denen Apps wie RunKeeper, Straava und Co. teilen. Damit richtet sich das Teil natürlich primär an Läufer, die ihr Smart­phone zuhause lassen möchten. 

2bac587dbf7448c6e48ce2aeb101ef35_original

Dennoch ist der/die/das Pebble Core noch viel inter­es­santer, denn im Hinter­grund werkelt ein stark angepasstes Android 5.0 und auch das Streamen von Musik wird möglich sein, zum Beispiel via Spotify (Premium voraus­ge­setzt). Da nicht jeder einen zusätz­lichen mobilen Daten­tarif haben wird, lässt sich Musik aber auch lokal auf den 4GB großen internen Speicher werfen, die Pebble-Macher arbeiten aktuell auch noch an einer Möglichkeit, bestimmte Spotify-Playlists zum Offline-Hören auf dem Pebble Core zu speichern. Gerade dieser Punkt macht den Core für mich so inter­essant, dass ich direkt mal zugeschlagen habe. 

1a670a7dffc2005c17aea19f5834326b_original

Außerdem besitzt das Core-Gadget einen Button, der mit zwei Aktionen belegt werden kann. So lassen sich zum Beispiel Sprach­nach­richten aufnehmen oder auch eine Notfall-SMS absetzen, die einem festge­legten Kontakt den Aufent­haltsort mit kurzer Notfall-Info per SMS zukommen lässt (SIM-Karte voraus­ge­setzt). Durch das verwendete Android sollen Entwickler in der Lage sein, kleine Apps für den Core zu schreiben, sodass es sicherlich in Zukunft noch viele unter­schied­liche Aktionen geben wird. Die Akkulaufzeit wird von Pebble mit rund neun Stunden angege­benen – bei aktivem Musik-Streaming und GPS-Aufzeichnung. 

Kaufen? Bei Kickstarter!

Wie auch bei allen anderen Pebble-Veröf­fent­li­chungen, so lassen sich die Pebble 2, die Pebble Time 2 und der Pebble Core erst einmal exklusiv über Kickstarter vorbe­stellen. Das Finan­zie­rungsziel in Höhe von 1 Millionen US-Dollar wurde erwar­tungs­gemäß recht früh erreicht, was sicherlich auch an den vergleichs­weise günstigen Preisen der Gadgets liegt. Für die Pebble 2 werden derzeit 99 US-Dollar fällig (Auslie­ferung ab September 2016), die Pebble Time 2 schlägt sich mit 169 US-Dollar nieder (Auslie­ferung ab November 2016) und für Pebble Core werden 69 US-Dollar fällig (Auslie­ferung ab Januar 2017) – zuzüglich 15 US-Dollar für den Versand nach Deutschland. 

Ich habe wie erwähnt direkt mal beim Pebble Core zugeschlagen, schein ein recht inter­es­santes Gadget zu sein. Und ihr so?

Zur aktuellen Kickstarter-Kampagne