PhotoBulk 2: Foto-Stapelverarbeitung für den Mac komplett runderneuert

Marcel Am 05.10.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:06 Minuten

Mehrere Bilder in einem Durchgang mit einem Wasserzeichen versehen, ihre Größe ändern, die Dateinamen angleichen und komprimiert speichern? Kann einiges an Zeit in Anspruch nehmen, zumindest wenn man jeden Schritt gesondert durchführt. Glücklicherweise gibt es für diese Arbeitsschritte aber passende Anwendungen, die in mehr oder minder regelmäßiger Zuverlässigkeit hier im Blog auftauchen, zuletzt Lanto. Nun ist ein alter Bekannter ganz frisch in einer komplett neuaufgelegten Version 2.0 veröffentlicht worden: PhotoBulk aus dem Hause Eltima Software, erstmals bereits 2013 zu Gast im Blog. Das Tool erledigte seine Arbeit zuverlässig, allerdings waren die Oberfläche und Bedienung nicht mehr wirklich zeitgemäß. Für mich auch bei Produktiv-Apps nicht ganz unwichtig, zumindest wenn es gleichwertige Alternativen gibt.

PhotoBulk 2 wurde laut Entwicklern komplett neugeschrieben, was man bereits mit einem kurzen Blick auf die Oberfläche erkennen kann. Diese präsentiert sich nicht nur dunkler, sondern insgesamt deutlich moderner. Wie gewohnt könnt ihr mit PhotoBulk verschiedene Arbeitsschritte in einem Durchgang erledigen, die sich in der linken Seitenleiste für einen Vorgang aktivieren lassen und in einer gesonderten Spalte zusätzliche Optionen bieten. Wasserzeichen können beispielsweise einfache Textvermerke oder Bilder darstellen, auch das „Aufdrucken“ von Metadaten wie zum Beispiel das Aufnahmedatum ist möglich. Die hinzufügten Wasserzeichen werden euch in einer „Echtzeit-Vorschau“ angezeigt und auf Wunsch lassen sich auch mehrere Wasserzeichen auf ein Bild befördern.

Bei der Skalierung von Bildern könnt ihr entweder eine prozentuale Größe bestimmen oder die maximale Höhe beziehungsweise Breite auf den Pixel genau festlegen – hierbei lassen sich kleinere Bilder auch ignorieren. Laut Eltima hat man bei der Kompression der Bilder darauf Wert gelegt, dass Bilder in ihrer Qualität möglichst wenig heruntergeschraubt werden, auch wenn dies nie zu 100% möglich ist. Zu guter Letzt könnt ihr dann noch das Ausgabeformat mitsamt der Bildqualität (bei JPG-Aufnahmen) festlegen, sämtliche oder nur ausgewählte Metadaten aus dem Bild entfernen und die Dateinamen der Bilder anpassen – letztere Funktion bietet allerdings lediglich eine Nummerierung an. Die durchzuführenden Arbeitsschritte lassen sich natürlich auch als Vorlage speichern und sind so beim nächsten Mal schnell abrufbereit.

Nachdem ich PhotoBulk aufgrund des Alters vor einiger Zeit von meinem Mac verbannt habe, stehen die Chancen gut, dass das Tool wieder viel Einsatzzeit bekommt: Die Möglichkeiten sind vielfältig, lassen sich aber dennoch schnell und übersichtlich konfigurieren. Leider ist PhotoBulk 2 mit rund 20 US-Dollar alles andere als ein Schnäppchen, der Vorgänger war je nach Aktion für 5-10 Euro zu haben – allerdings bekommen Nutzer der ersten Version aktuell 50 Prozent Rabatt und auch im Mac App Store ist PhotoBulk 2 zum Start für die Hälfte zu haben. Allerdings muss man mit Blick auf die vorgestellten Alternativen sagen, dass sich PhotoBulk 2 in Sachen UI und Umfang von diesen abhebt. Ob das nun Mehrkosten in Höhe von 10-15 Euro rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Kommt letztlich immer darauf an, wie häufig ihr derartige Anwendungen benötigt und wie zufrieden ihr mit der bisher eingesetzten Lösung seid.

PhotoBulk: watermark in batch
PhotoBulk: watermark in batch
Entwickler: Eltima LLC
Preis: 10,99 €

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