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PhotoFast i-FlashDrive EVO: Die neuste Generation des USB-Sticks für iPhone und iPad ausprobiert

Marcel Am 03.02.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 6:14 Minuten

Mitte des letzten Jahres hatte ich mit dem i-FlashDrive HD einen Speicherstick für alle iPhone- und iPad-Geräte mit Lightning-Stecker im Angebot – immerhin eine recht praktische Sache wenn man einmal für die Reise ein paar Daten mitnehmen möchte, die den Speicher des iGerätes überfordern würden. Ein großer Kritikpunkt: Zum einen die mehr als hässliche App, zum anderen die recht träge Geschwindigkeit des Sticks. Nun hat PhotoFast den Nachfolger in Form des i-FlashDrive EVO veröffentlicht, der nicht nur eine neue App, sondern auch eine USB-3.0-Schnittstelle spendiert bekommen hat und damit deutlich schneller als sein Vorgänger sein soll. Ich habe mir das aktuelle Modell einmal genauer angesehen.

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Was als erstes auffällt: Man hat ein wenig an der Optik des Speichersticks gearbeitet. Statt einem eher tristen weiß hat verwendet man nun ein modisches Schwarz, des Weiteren hat man auch die Form minimal verändert, wobei die Größe nahezu identisch geblieben ist – der Stick ist etwas größer als ein 2-Euro-Stück. Die Verarbeitung ist ebenfalls etwas besser geworden, zumindest sitzen die beiden Stecker fester als es beim HD-Stick der Fall war, dennoch hat man einen Kritikpunkt beibehalten: Ohne die beiden Schutzkappen hätte ich nur wenig Vertrauen, den Stick ungeschützt in der Tasche zu verstauen – und die Schutzkappen verirren sich bei dem ein oder anderen sicherlich schnell im Nirgendwo.

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Ein paar kurze Worte für jene Nutzer, die ihr iPhone oder iPad mit einer obligatorischen Hülle nutzen: Könnt ihr knicken. Liegt einfach in der Natur der Sache: Zwar ist der Lightning-Stecker identisch mit dem des originalen Apple-Ladekabels, da der Speicherstick jedoch deutlich breiter ist, lässt sich dieser eben nicht weit genug in die meist vorhandene Aussparung hindurch schieben. Hätte man nur über einen längeren Lightning-Stecker lösen können, dies hätte aber bei Geräten ohne Hülle eine sehr wacklige Angelegenheit zur Folge, was in meinen Augen schlimmer gewesen wäre. Sofern ihr ein Ultrahin-Case oder -Bumper nutzt könnte es klappen, mit den typischen Gummi- oder Leder-Cases kann es aber eben Probleme geben – nur mal so bemerkt.

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Wie erwähnt besitzt der i-FlashDrive EVO zwei Anschlüsse, von denen einer ein handelsüblicher USB-3.0-Stecker darstellt über den sich die Daten vom Rechner wie gewohnt auf den Stick schubsen lassen. Beim Vorgänger war dies der Hauptkritikpunkt, denn mit einer Schreibgeschwindigkeit von 4,8 MB/s und einer Lesegeschwindigkeit von 30,1 MB/s gehörte der Stick nicht gerade zu den Rennern. Anders hingegen der EVO-Stick, welcher an meinem iMac mit USB 3.0 durchaus sehen lassen kann: So erreichte dieser eine durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit von 21 MB/s, lesend griff er mit 73,5 MB/s zu. In Bezug auf USB 3.0 wäre hier zwar noch Luft nach oben, dennoch eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger. Kleine Info am Rande: In einigen Tests liest man von keiner schnelleren Geschwindigkeit, was wohl an einer fehlerhaften Charge lag – sollte euer EVO also deutlich langsamer als die erwähnten Werte sein, einfach mal beim Hersteller anheuern.

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Hat man seine gewünschten Dateien dann einmal auf das i-FlashDrive verfrachtet (ich habe für etwa 3,75 GB runde vier Minuten benötigt) und mit dem iPhone oder dem iPad verbunden, so erkennt iOS diesen als Speicherstick und fordert euch direkt auf, die entsprechende i-FlashDrive-ONE-App aus dem App Store zu laden. Ohne App, kein Stick – logische Sache. Dabei hat man die App völlig neu entwickelt, sodass es nun getrennte Apps für den HD-Stick und das neuere EVO-Modell gibt.

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Die EVO-App wurde von Grund auf neu entwickelt und hat auf den ersten Blick eine deutliche Auffrischung der Optik erfahren. Noch immer keine App mit dem Prädikat „Schick“, aber deutlich gelungener als die App für den HD-Stick. Einmal ein grober Überblick darüber, was wir mit der besagten App so anstellen können. Fangen wir einmal mit den Sicherungsfunktionen an, denn mittels der App können wir schnell und einfach unsere Kontakte als vCards, die Kalender im ICS-Format und Fotos auf dem Stick sichern – funktioniert wie auch die Wiederherstellung mit einem Klick und ist innerhalb von ein paar Sekunden erledigt, bei der Foto-Sicherung kommt es natürlich auf den Umfang eurer Aufnahmen an. Außerdem können wir natürlich auch über einen rudimentären Datei-Manager auf unseren internen Speicher, unseren Speicherstick und unsere Dropbox zugreifen – dort lassen sich eben Dateien öffnen, verschieben, neue Aufnahmen kopieren und so weiter und so fort. Wichtig zu wissen: “Interner Speicher” stellt dabei übrigens nicht den kompletten Speicher des iDevices dar, sondern ist lediglich der Speicherbereich, auf den die App zugreifen kann und welchen man auch über die Dateiverwaltung innerhalb iTunes zugreifen kann.

Viel interessanter ist jedoch der direkte Zugriff auf den Speicherstick, wofür es auf dem Hauptbildschirm gesonderte Menüpunkte gibt. So scannt die App die vorhandenen Dateien und sortiert diese in einzelne Dateitypen auf: Musik, Videos, Fotos, Dokumente und „andere Dateien“. Im Falle von Musik lässt sich so zwischen Wiedergabelisten, Künstler, Songs und Alben wechseln, Videos bieten Zugriff auf die gespeicherten Kamera-Aufnahmen und so weiter und so fort. Neben dem Zugriff auf den externen Speicher lässt sich wiederum auch auf den internen Speicher zugreifen, für den Fall, dass man Daten einmal vom Stick auf das iPhone oder iPad verschoben hat.

Dabei unterstützt die App zahlreiche verschiedene Dateiformate. Im Falle von Bildern sind dies JPG, PNG, BMP, GIF, TIF, TIFF, ICO, XBM und CUR, Musik wird in den Formaten MP3, AAC, AIF, AIFF, WAV, M4A und CAF abgespielt, in Bezug auf Videos werden die Formate MP4, MOV und M4V abgespielt, des Weiteren lassen sich auch Dokumente wie PDFs, Textdateien, Word- und Excel-Dateien direkt innerhalb der App öffnen – alternativ dazu lassen sich Dateien auch in anderen Apps öffnen. In so weit also nichts besonderes. Etwas negativ ist die Unterstützung an Videoformaten, denn mit nur drei Formaten ist die Wahl schon stark beschränkt – zumal die HD-App deutlich mehr Formate unterstützt hat und ich zumindest eine AVI-Unterstützung gedacht hätte.

Zur Performance der App kann ich eigentlich nichts negatives sagen. Je nach Größe des Films benötigt die App zwar ein paar Sekunden, dann aber werden diese ohne Ruckler wiedergegeben, ebenso kann gesprungen werden – zumindest in der mir verfügbaren MOV-Datei mit etwa 500 MB. Das Kopieren vom Speicherstick auf den internen Speicher des iPhones benötigte bei einer 2,1 GB großen Datei etwa 2:30 Minuten – der umgekehrte Weg benötigte etwa vier Minuten. Kurios ist dabei eine Sache bezüglich der Geschwindigkeit der Lightning-Schnittstelle: Von Haus ist diese lediglich mit einer Geschwindigkeit von 5 beziehungsweise 2 MB/S ausgestattet (Lesen/Schreiben), per In-App-Kauf lässt sich jedoch ein Boost von über 100% erzielen und die Geschwindigkeit so auf 14 MB/s lesend beziehungsweise 7 MB/s schreibend freischalten. Glück im Unglück: Dieser In-App-Kauf ist kostenlos, dennoch bleibt ein merkwürdiger Beigeschmack.

Zu guter Letzt gibt es dann auch noch ein paar Einstellungsmöglichkeiten mit interessanten Sicherheits-Funktionen, die allerdings erst nach einer in meinen Augen etwas unnötigen Registrierung möglich sind. So könnt ihr einen PIN-Code vergeben und den Stick entweder für den Anschluss an einen Rechner sperren oder nur zur Nutzung dieses iGerätes freischalten – beides lässt sich natürlich temporär oder dauerhaft auch wieder deaktivieren.

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Fazit? Man hat den HD-Stick durchaus an einigen Punkten verbessern können, vor allem in Sachen Geschwindigkeit. Zwar reißt die USB-3-Implementierung noch immer keine Bäume aus, gerade im Vergleich zum Vorgänger ist der EVO-Stick aber deutlich schneller geworden und alles andere als eine Frustration – was für beide Schnittstellen gilt. Einziger kleiner Kritikpunkt ist weiterhin die App, die zwar ebenfalls besser ausschaut als die des Vorgängers, dennoch weit davon entfernt ist wirklich schick oder benutzerfreundlich zu sein – zumal ich auf wesentlich mehr unterstützte Dateiformate gehofft habe, zumindest was die Video-Kompabilität betrifft. Ich hoffe ja, dass man irgendwann mal richtig fähige Designer einstellt, die die eigentlich gar nicht so schlechte App einmal optimieren und wirklich intuitiv machen – manche Funktionen (zum Beispiel das Verschieben und Kopieren von Dateien) sind etwas verwirrend implementiert worden.

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Ansonsten: Benötigt ihr zwecks Dateiaustausch oder zur externen Speicherung eine entsprechende Lösung, so könnt ihr ohne große Bedenken zuschlagen, muss jeder für sich selbst wissen. Um aber zum Beispiel für die Urlaubsfahrt ein paar Musiktitel oder Videos in petto zu haben ohne den Speicher des iDevices voll zu hauen oder erst aussortieren zu müssen, stellt das i-FlashDrive EVO eine gute Lösung dar. Erfreulich: Auch in Sachen Preis hat man den EVO etwas günstiger positioniert: 8 GB gibt es bei Amazon aktuell für rund 70 Euro, die 16 GB Version für 80 Euro, rund 100 Euro muss man für die Variante mit 32 GB hinlegen und der Stick mit 64 GB schlägt mit dicken 195 Euro zu Buche. Gerade die Versionen mit 8 und 16 GB sind recht bezahlbar geworden, wenn man bedenkt, dass die HD-Variante mit 16 GB mal mit 110 Euro zu Buche schlug. Wer eine solche Lösung benötigt: Daumen hoch.

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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