PicPick 6.0.0 mit Dark Mode und anderen Verbesserungen: Mächtiges Screenshot-Tool für Windows

Marcel Am 01.04.2022 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:59 Minuten

Wer mit Windows unterwegs ist, der bekommt mit dem Microsoft-eigenen Snipping Tool eine rudimentäre Möglichkeit, Screenshots (oder Ausschnitte von jenen) zu erstellen und mit der ein oder anderen Annotation versehen zu können. Wer mehr benötigt und das auch häufiger, der hat in den letzten Jahren zahlreiche Werkzeuge an die Hand bekommen. Einige sind inzwischen wieder von der Bildfläche verschwunden oder werden zumindest nicht mehr aktiv weiterentwickelt, andere wiederum halten sich beständig. Ein Tool der letzteren Gattung stellt PicPick dar, welches nun schon fast 13 Jahre auf dem Buckel hat, aber dennoch stetig verbessert wird. Jüngst ist, knapp vier Jahre nach dem letzten großen Release, die Version 6.0.0 veröffentlicht worden, die ich mir zum Anlass nehmen möchte, nochmal auf das umfangreiche Screenshot-Tool hinzuweisen.

PicPick bietet euch die Möglichkeit, Aufnahmen des gesamten Bildschirms, des aktiven Fensters, eines rollenden Fensters oder mehr zu erstellen. Da dies aber keine Nutzer um die Ecke lockt, könnt ihr die erstellen Screenshots recht umfassend bearbeiten. Beispielsweise lassen sich Effekte wie Schatten, Bilderrahmen, Wasserzeichen, Bewegungsunschärfe und mehr hinzufügen. Auch das Kommentieren mittels Texten, Pfeilen, Formen und weiteren Hilfsmittel ist natürlich möglich. Gepaart wird die Bearbeitungsfunktion mit grafischen Hilfsmitteln (Farbpipette, Farbpalette, Pixel-Lineal und Co.), Unterstützung für die Weiterleitung per Mail, FTP, sowie diversen Cloud-Diensten und Netzwerken. Wer PicPick noch stärker in seinen Workflow integrieren oder an seine Bedürfnisse anpassen möchte, der kann auch Tastaturkürzel, Dateinamen, Bildqualität und viele weitere Optionen anpassen.

Die neue Version 6.0.0 bringt unter anderem eine überarbeitete Oberfläche mit, die aber nicht alles Gewohnte über den Haufen wirft, sondern punktuelle Anpassungen vornimmt – und sich in Sachen Ribbons nun der aktuellen Iteration anpasst. Außerdem hat PicPick nun eine dunkle Oberfläche spendiert bekommen, die sich entweder automatisch den Systemeinstellungen anpasst oder manuell festgelegt werden kann. Darüber hinaus gibt es namentlich nicht weiter benannte Verbesserungen beim Bild-Editor, den Cloud-Sharing- und FTP-Upload-Funktionen, sowie beim Widget und dem Whiteboard. Auch wurden kleinere bekannte Fehler behoben, besonders hervorgehoben wird hierbei die Behebung von UI-Problemen auf Geräten mit höheren DPI-Werten.

An den sonstigen Eckdaten ändert sich mit dem Update allerdings nichts: PicPick läuft weiterhin von Windows XP aufwärts bis zu Windows 11 und ist für für den privaten Gebrauch kostenlos. Die gewerbliche Version für rund 30 US-Dollar pro Jahr erlaubt – naturgemäß – die kommerzielle Nutzung des Tools, bietet automatische Aktualisierungen und es auch einen technischen Support. Ebenso verzichtet die kommerzielle Version auf Werbung, wobei sich diese darauf beschränkt, dass Nutzer hier und da mal eine kostenpflichtige Lizenz angeboten bekommen – das aber relativ selten und absolut unaufdringlich. Dafür aber bekommt man ein Screenshot-Tool, welches in seinem Umfang fast keine Alternativen kennt. Am ehesten wohl Snipaste, dass nach ebenfalls längerer Entwicklungspause aktuell für Windows und macOS in einer neuen Beta unter der Version 2.7.x bereitsteht.

via DeskModder

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