Pixelmator Pro ist da: Neue Photoshop-Alternative für den Mac 🖌️

Marcel Am 29.11.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:41 Minuten

Wie bereits im September erstmals angekündigt haben die Macher des beliebten Bildbearbeitungstools Pixelmator ihren Pro-Ableger für den Mac veröffentlicht und positionieren sich als direkte Photoshop-Alternative.

Pixelmator hat seit geraumer Zeit einen festen Platz auf meinem Mac. Klar, bekommt man zum Beispiel als Student an eine günstige Lizenz, für meine Anwendungen ist Photoshop aber viel zu umfangreich und mächtig. Pixelmator hingegen ist mit rund 30 Euro vergleichsweise günstig, gleichzeitig aber noch immer umfangreich genug, dass man sich im privaten und semi-professionellen Bereich ordentlich austoben kann. Hinzu kommt, dass sich Pixelmator deutlich besser ins System einpasst und regelmäßig mit größeren Updates bedacht wird. Nun wagen sich die Entwickler an größere Ufer und haben mit Pixelmator Pro eine umfangreich erweiterte Bildbearbeitung veröffentlicht, mit der man sich noch stärker als Photoshop-Alternative positioniert.

Pixelmator Pro
Pixelmator Pro
Entwickler: Pixelmator Team
Preis: 64,99 €

Der auffälligste Unterschied zum einfachen Pixelmator dürfte sicherlich das von Photoshop und Affinity Photo gewohnte Single-Window-Interface darstellen: statt also sämtliche Toolboxen wie Werkzeugleiste, Ebenenübersicht und Co. als eigenes kleines Fenster auf dem Bildschirm zu platzieren gibt es in Pixelmator Pro eben nur noch ein Fenster mit diversen Seitenleisten. Generell hat man den Look & Feel der Pro-Variante noch stärker an macOS angepasst, wodurch sich die Oberfläche noch mehr als Bestandteil von macOS anfühlt und sich auch Einsteiger flotter orientieren können. Eine Sache die ich für Pixelmator erhofft habe, hier wird es wohl aber nicht mehr kommen.

Die zur Verfügung stehenden Werkzeuge sind (noch) von Pixelmator bekannt, allerdings hat das Pixelmator-Team seiner Pro-Version ein (Achtung: Bullshit-Bingo) Machine Learning-Framework spendiert. Dieses benennt Ebenen zum Beispiel automatisch anhand des Inhaltes, bietet eine automatische Horizonterkennung und -begradigung und auch beim Selektierenden von Umrissen oder Entfernen von Gegenständen und Objekten soll die künstliche Intelligenz einen großen Mehrwert darstellen. Funktionierte in einem ersten Quick’n’Dirrty-Versuch ganz gut, auch wenn natürlich auch Adobe in der aktuellen Photoshop-Version auf eine KI setzt. Zukünftig will man auf eben dieses Machine Learning aufbauen, unter anderem soll Pixelmator Pro auch ein Werkzeug zur Textmanipulation erhalten.

Darüber hinaus bietet das Tool auch Versionsübersichten um einzelne Bearbeitungsschritte entfernen zu können (zukünftig soll CMD + Z auch beim erneuten Öffnen einer bearbeiteten Datei funktionieren), unterstützt RAW-Dateien inklusive mehrerer Ebenen und kommt mit Apples neuem Bildformat HEIF sowie Photoshop-Dateien zurecht. An Mac-Features gibt es einen iCloud-Support, es gibt Tabs und einen verbesserten Vollbildmodus, die Touch Bar wird unterstützt und viele weitere Annehmlichkeiten, durch die sich Pixelmator Pro wie eine systemeigene Mac-App anfühlen soll.

Was mir leider (auch in Pixelmator) noch immer fehlt und weswegen ich auch dann und wann mal auf ein veraltetes Photoshop zurückgegriffen habe: eine Automatisierung, um beispielsweise Freistellen, Größenänderung und komprimierte Speicherung als Web-JPG in einem Durchgang auf mehrere geöffnete Bilder anwenden zu können. Allerdings haben die Entwickler bereits ein paar Neuerungen angekündigt, unter anderem „Save for Web“, die erwähnten Textmanipulationen, eine Timeline, sowie eine Bearbeitung von Vektorgrafiken. Eine Makro- oder Automatisierungsfunktion hat man zwar noch nicht erwähnt, so schnell gebe ich die Hoffnung allerdings nicht auf.

Macht einen runden Eindruck und auch wenn Photoshop-Pros sicherlich die ein oder anderen Möglichkeiten vermissen werden, so stellt Pixelmator Pro für semi-professionelle Nutzer eine starke Alternative dar, Hobby-Nutzer dürften weiterhin auch mit Pixelmator zufrieden sein. Muss man eben sehen, wie die weitere Entwicklung verläuft und wie groß die Schere zwischen Nicht-Pro und Pro wird. Das neue Pixelmator Pro läuft aufgrund der verwendeten Techniken wie Metal 2 allerdings nur auf macOS High Sierra und Macs ab 2012. Zu haben ist Pixelmator Pro aktuell zum Einführungspreis von 64,99 €, „in Kürze“ soll der Preis auf 99 US-Dollar steigen, also irgendwo zwischen 105 und 110 Euro. Wer eine Alternative zu Photoshop und Affinity Photo sucht, der macht in meinen Augen wenig verkehrt.

Bilder Pixelmator Quelle Pixelmator

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