Play Store: Google deklariert Spiele mit In-App-Käufen zukünftig nicht mehr als „kostenlos“

Marcel Am 18.07.2014 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:56 Minuten

inappkaeufe

An Free-2-Play-Spielen scheiden sich seit jeher die Geister. Während die einen derartige Spiele auf Teufel komm raus verdammen, erfreuen sich einige immerhin an den kostenlosen Parts innerhalb der Spiele – sofern diese nicht wie im Falle von Dungeon Keeper überhand nehmen und das Spielen ohne Echtgeld-Einsatz fast unmöglich machen, Angry Birds Epic wiederum wäre für mich ein gelungenes Beispiel derartiger Titel, bei denen IAPs zwar vorhanden sind, diese in meinen Augen jedoch nichts anderes als bezahlte Cheats darstellen.

Bereits gegen Ende des letzten Jahres ließen die Europäische Kommission und nationale Verbraucherschützer den App-Store-Platzhirschen Apple und Google, sowie der EU-Interessengemeinschaft für Videospiele (der Interactive Software Federation of Europe) ein entsprechendes Schreiben zukommen, was einige Forderungen bezüglich Spielen mit In-App-Käufen enthielt. So wurde unter anderem gefordert, dass als kostenlos angepriesene Spiele nicht über die wahren Kosten hinwegtäuschen dürfen, ebenso dürfen Apps Kinder „nicht direkt dazu auffordern, einen Kauf abzuschließen oder Erwachsene dazu zu überreden“.

Nun zieht die EU-Kommission ein kurzes Fazit und rüffelt dabei erst einmal Apple. Diese haben bislang noch keine konkreten Lösungsvorschläge vorgelegt, wobei In-App-Käufe zumindest ab iOS 7.1 eigentlich immer eine Kaufbestätigung erfordern (sofern nicht deaktiviert) und Apple selbst betonte,dass das mit iOS 8 eingeführte „Family Sharing“ das Problem „In-App-Käufe“ aufgreift, indem hier grundsätzlich vor einem Kauf die Erlaubnis der Eltern benötigt wird. Weiter teilte die EU-Kommission mit, dass Google bereits einige Änderungen beschlossen hat, mit denen man die Forderungen der EU und Verbraucherschützer umsetzen möchte.

So werden zukünftig Spiele im Play Store nicht mehr als „kostenlos“ (oder „free“) bezeichnet, sofern sie einen In-App-Kauf anbieten. Außerdem wird es neue Richtlinien für Entwickler geben, um „direkte Aufforderungen an Kinder“ im Sinne des EU-Rechts auszuschließen. Google hat außerdem seine Voreinstellungen so angepasst, dass die Bezahlung vor jedem In-App-Kauf durch den Verbraucher genehmigt werden muss, sofern der Verbraucher diese Einstellungen nicht von sich aus verändert. Diese Änderungen sollen bis September 2014 umgesetzt worden sein – für „normale“ Apps gilt das Ganze wohl nicht, da sich die EU-Kommission selbst nur auf Spiele bezieht.

In meinen Augen eine willkommene Änderung, denn Spiele mit „In-App-Höllen“ verbreiten sich zusehends immer stärker und sind sicherlich eine Gefahr für das klassische Vollpreis-Modell wie es zuletzt Civilization Revolution 2 gezeigt hat – immerhin besitzen die umsatzstärksten Spiele im App Store eigentlich durch die Bank In-App-Käufe, von denen viele sicherlich der „In-App-Hölle“ hinzugefügt werden können. Was haltet ihr von den Forderungen und dem Schritt Googles, Spiele mit IAPs künftig nicht mehr als „kostenlos“ zu deklarieren?

kblsd

In-App-Käufe: besserer Schutz der Nutzer von Online-Spielen dank des gemeinsamen Vorgehens von Europäischer Kommission und Mitgliedstaaten

Quelle EU-Kommission via zdnet

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