Polarr Photo Editor: Version 3 der Web-Bildbe­ar­beitung veröf­fent­licht

Am 15.10.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:57 Minuten

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Die Bildbe­ar­beitung Polarr, die sich komplett im Browser nutzen lässt, ist recht aktuell in die Version 3 entlassen worden, mit der einige Verbes­se­rungen und eine neue Oberfläche einher­gehen.

Polarr habe ich schon mehrmals an dieser Stelle erwähnt: Eine mehr als grund­solide Bildbe­ar­beitung im Stile von Lightroom und dem einge­stellten Aperture, die sich aber komplett im Browser (oder als Chrome-Erwei­terung) nutzen lässt und die sich durchaus mit klassi­schen Desktop-Anwen­dungen messen kann. Die Web-App setzt auf im Hinter­grund komplett auf WebGL, die Instal­lation eines zusätz­lichen Plugins ist also nicht notwendig. Dafür aber bietet Polarr, neben den obliga­to­ri­schen Werkzeugen wie Beschneiden und Drehen, eine Reihe an Features, die weit über die typischen Filter und Stile hinaus­gehen – wenngleich diese natürlich ebenso imple­men­tiert sind. 

Für weitrei­chendere Optimie­rungen á la Lightroom findet man in der rechten Leiste zusätz­liche Buttons vor, mit denen sich etliche Details justieren lassen. Dazu gehören Dinge wie Helligkeit, Kontrast, Farbton und -tempe­ratur – aber auch fortge­schrit­tenere Einstel­lungs­mög­lich­keiten wie Grada­ti­ons­kurven und ähnlichem findet man vor. Neben Standard­for­maten wie JPG und PNG unter­stützt die Web-App auch verschiedene Roh-Formate (RAW, ARW, CR2, etc. pp.). Außerdem gibt es eine Undo- und eine Redo-Funktion, um Verän­de­rungen rückgängig zu machen und natürlich lässt sich das Ergebnis dann auch wieder auf dem Desktop speichern – seit Version 3 im übrigen auch ohne Facebook-Zwang. 

Was direkt beim ersten Test auffällt: In Version 3 hat man ordentlich an den Stell­schrauben gedreht. Laut eigenen Angaben ist die Perfor­mance im Vergleich zur Version 2 5-mal schneller geworden – zumindest gefühlt passt das, ist alles recht flott. Auch die Oberfläche hat man deutlich überar­beitet, sodass sie nicht nur wesentlich schicker aussieht, sondern auch für die Bedienung per Touch­screen geeignet ist. Des Weiteren gibt es nun die Möglichkeit, Wasser­zeichen automa­tisch auf alle expor­tierten Bilder zu legen, es gibt neue Werkzeuge zum Entrau­schen und Verbessern der Fotos, jede Aktion besitzt nun einen Tastatur-Shortcuts und die Sprach­un­ter­stützung wurde ausgebaut. 

Wer also häufiger mal mit Fotos und Bildern hantiert, sollte sich die Web-App definitiv einmal zu Gemüte führen. Etliche – auch (semi-)professionelle – Werkzeuge unter einer ansehn­lichen und leicht verständ­lichen Oberfläche vereint und Anfänger bekommen dank der optio­nalen Tutorials auch eine nette Einführung. Der große Vorteil von Polarr ist sicherlich, dass man die Web-App mitsamt der offline-benutz­baren Chrome-Erwei­terung komplett kostenlos nutzen kann. Geld möchte man scheinbar eher mit den mobilen Apps verdienen, die es für iOS, Android und Windows 10 gibt und die mit einem zusätz­lichen In-App-Kauf zum freischalten sämtlicher Features daher­kommen.

Polarr Photo Editor 3 im Browser ansurfen

Polarr Photo Editor
Entwickler: polarr.co
Preis: Kostenlos

via Product Hunt