PowerToys 0.62 für Windows erhält Texterkennung, Bildschirmlinial und mehr

Marcel Am 07.09.2022 veröffentlicht Lesezeit etwa 2:05 Minuten

Microsoft hat seine neu aufgelegten PowerToys für Windows 10 und Windows 11 auf die Version 0.62 aktualisiert, die unter anderem ein Bildschirmlineal und Texterkennungswerkzeug mit sich bringt.

Die Open-Source-Neuauflage der PowerToys wird immer umfangreicher und besitzt inzwischen so einige Werkzeuge, die man zu gegebener Zeit auch gerne direkt in Windows integrieren dürfte – sicherlich aber auch eine Frage der Lizenz. Mit der kürzlich veröffentlichen Version 0.62 hat man erneut drei Tools in das Paket einfließen lassen. Zunächst aber muss man sagen, dass das Changelog im Vergleich zu anderen Versionen mal wieder recht lang geworden ist, denn neben den neuen Werkzeugen Microsoft hat eine Menge an kleineren Verbesserungen und Optimierungen der PowerToys an sich, aber auch der bisher enthaltenen Tools integriert. Das gesamte Changelog findet sich wie gewohnt drüben auf GitHub, wer die Muße hat, kann sich die einzelnen Punkte ja einmal durchlesen und schauen, ob vielleicht ein Fehler behoben wurde, von dem ihr selbst betroffen seid.

PowerToys für Windows herunterladen

Das erste neue und in meinen Augen interessanteste Tool hört auf den Namen Text Extractor und basiert auf dem Code von Joe Finneys Text Grab. Ein Dienstprogramm, mit dem sich Texte in einem auf dem Bildschirm ausgewählten Bereich erkennen und in die Zwischenablage einfügen lassen – kennen Mac-Nutzer bereits von Anwendungen wie Shottr, T-Rex oder auch OwlOCR. Die Textextration kann bei aktivertem Modul über den Tastatur-Shortcut WINDOWS + SHIFT + T aktiviert werden, anschließend könnt ihr den gewünschten sichtbaren Bereich auf dem Bildschirm auswählen. Die Texterkennung selbst findet rein lokal statt und setzt dabei auf eine Windows-API, sodass alle gängigen Sprachen erkannt werden. Wer eine ähnliche Funktion losgelöst von den PowerToys nutzen möchte, dem sei besagtes Text Grab aus dem Microsoft Store ans Herz gelegt.

Das Bildschirmlineal (im Original Screen Ruler) wiederum richtet sich eher an (Web-)Entwickler und -Designer und ermöglicht pixelgenaues Abmessen von Bildschirminhalten. Das Tool ist standardmäßig aktiviert und kann mittels des Standard-Tastaturkürzel WIN + SHIFT + M aufgerufen beziehungsweise aktiviert werden, woraufhin am oberen Bildschirmrand eine kleine Befehlsleiste eingeblendet wird. Mittels verschiedenen Werkzeugen kann man nun die Maße eines UI-Elements oder den Pixelabstand zwischen Elementen ermitteln.  Der Screen Ruler wurde von Pete Blois’s Rooler inspiriert.

Zu guter Letzt gibt es dann noch Quick Accent, mit dem sich Buchstaben mit Akzenten komfortabler eingeben lassen. Typische akzentuierte Buchstaben wie á, é und Co. lassen sich im Schreibfluss direkt über die Tastatur eingeben, bei anderen Buchstaben musste man bei Bedarf auf die Zeichentabelle von Windows zurückgreifen. Habt ihr Quick Accent in den PowerToys-Einstellungen aktiviert (was standardmäßig nicht der Fall ist), könnt ihr nun in einem beliebigen Textfeld die gewünschte Taste (zum Beispiel „A“) gedrückt halten und bekommt nach Antippen der Leertaste oder den Pfeiltasten nach links und rechts ein kleines Overlay mit den verfügbaren akzentuierten Zeichen angezeigt. Recht praktisch für Nutzer, die häufiger mal solche Zeichen eintippen müssen und eine Sache, die wie eingangs erwähnt auch gerne direkt in Windows integriert werden dürfte.

Quellcode GitHub

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