Produktiv im Web: Diese Dienste und Cross-Plattform-Apps nutze ich

Marcel Am 14.06.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 4:02 Minuten

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Das Web wird immer wichtiger, nicht nur als Nachrichten- und Informationsmedium, sondern auch als Zentrum für Anwendungen. Schaue ich mal noch so ein Jahr zurück, so muss ich sagen, dass ich mich immer weiter von klassischen Anwendungen entfernt habe und stattdessen auf eine Hand voll Dienste im Internetz setze – auch wenn ich mich anfangs mit der Umstellung schwer getan habe. Aber gerade dann, wenn man mit vielen unterschiedlichen Geräten (in meinem Falle OS X, Windows 8, iOS, Android, Windows Phone 8 und Chrome OS) hantiert, ist man natürlich bemüht, sämtliche Daten auf allen Geräten verfügbar zu haben. Dabei versuche ich trotz allem, die Anzahl der Dienste möglichst gering zu halten.

E-Mail: Google Mail

Was meine E-Mails angeht, so setze ich seit einiger Zeit auf Gmail, nachdem ich fast schon jahrelang die Mail-Adressen meines Webspace genutzt habe. Wieso kann ich eigentlich gar nicht genau sagen, in erster Linie wohl aufgrund dessen, dass die Weboberfläche klasse ist und ich so von überall aus auf meine Mails zugreifen kann – inzwischen nutze ich eigentlich keinen nativen Mail-Clienten mehr.

Kontakte und Kalender: Google

Wenn man Gmail nutzt, ist es natürlich auch naheliegend, die Kontakte und Kalender mit Google’schen Diensten zu verwalten. Hier aber habe ich lange herumgedoktort: Habe ich anfangs noch nur die apple’sche iCloud genutzt und Kontakte und Kalender mittels zweier Apps mit meinem Android-Smartphone synchronisiert, so bin ich testweise komplett umgestiegen – nur um dann doch wieder bei der iCloud zu landen und die Google Kontakte mittels Cobook mit dem Mac und somit mit der iCloud zu synchronisieren. Und die Moral von der Geschicht? Letztlich bin ich dann doch wieder bei den Google Kontakten und Kalendern gelandet – klappt ja doch alles.

Browser: Google Chrome

Noch ein Google Dienst – mehr oder weniger. Was für mich eigentlich nur wichtig ist: ich möchte meine Lesezeichen gerne auch auf anderen System nutzen können – was mir Chrome eben bietet. Einziger Problemfall ist hier Windows Phone 8, für das (derzeit) keinen Chrome Browser existiert, aber damit kann ich leben. Xmarks? Habe ich früher einmal genutzt, ist aber noch lange nicht so komfortabel – zumal ich auf Chrome OS sowieso Chrome nutzen muss.

To-Do-Listen: Wunderlist

Ich persönlich benötige eigentlich so gut wie keine Aufgabenlisten – anfallende Aufgaben gibt es bei mir nur selten, alles wird (sofern die Zeit es zulässt) direkt nacheinander erledigt. Aber auch hier möchte ich natürlich auf allen Systemen Zugriff haben. Vormals habe ich gut und gerne die Apple Erinnerungen.app auf iOS und OS X genutzt, meine Freundin ebenso. Denn hier ist für mich eigentlich nur wichtig, dass ich Listen freigeben und diese zusammen mit andere nutzen kann. Stichwort: Digitaler Einkaufszettel. Google Keep wäre sicherlich eine Alternative, fehlt mir aber unter Windows Phone 8 – also kommt (derzeit wieder) Wunderlist zum Einsatz. Reicht mir voll und ganz.

Feed-Reader: Google Reader Feedly

Tjaoa, RSS Feeds sind meine Hauptinformationsquellen – wie bei vielen anderen kam hier immer der Google Reader zum Einsatz. Macht er auch heute, rund 15 Tage vor der endgültigen Schließung immer noch, ich versuche mich aber schon etwas umzuerziehen und stattdessen auf Feedly zu setzen. Problem: Hier nutze ich bevorzugt noch eine native App wie Reeder, Nextgen Reader oder Press, sodass ich noch immer auf eine Integration von Feedly warte.

Texte und Tabellen: Google Docs

Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, hier dürfte MS Office noch der unangefochtene Meister sein. War auch immer mein bevorzugtes Softwarepaket. OpenOffice? iWork? Hab ich mir mal angeschaut, mich eingearbeitet – bin ich aber nie mit warm geworden. Vor ein paar Wochen dann kam mir der Gedanke, auch hier auf Webapps zu setzen: Google Docs. Reicht mir völlig, ich brauch keine großen Funktionen. Briefe tippseln, einfache Tabellen erstellen. Langt mir.

Cloud: Dropbox

Im Grunde brauche ich unterwegs nicht viele Daten, alles wichtige (also Kontakte, Kalender und Co., siehe oben) liegt im Web und auf allen Geräten bereit – aber dennoch gibt es die ein oder anderen Sachen, auf die ich auch unterwegs mal Zugriff benötige. Und hier kommt noch immer Dropbox zum Einsatz, auch wenn ich immer mal wieder mit Google Drive herumexperimentiere. Aber zum einen gibt es hier keinen automatischen Fotoupload, zum anderen zickt die Mac-App etwas herum.

Passwörter: 1Password

Passwörter sind so eine Sache für sich. Ich persönlich habe einiges herumprobiert, auch mit der Chrome-eigenen Passwortsynchronisation. Letztlich aber bin ich bei 1Password gelandet und dort auch geblieben, die ganze Datenbank wird über meine Dropbox synchronisiert. Zwar bietet mir 1Password nur native Anwendungen für OS X, Windows und iOS, aber dank des 1Password Reader für Android und dem mir bis zuletzt unbekannten 1PasswordAnywhere kann ich auch unter WP8 und Chrome OS auf meine Passwörter zugreifen. Sicherheitsbedenken? Keine, ich habe nur eher unwichtige Passwörter gespeichert. Google, Dropbox und Co. sind nur in meinem Kopfe – zusätzlich nutze ich die Two-Factor-Authentication wo sie nur angeboten wird.

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Noch mehr Dienste? Nicht was das Thema Produktivität angeht – klaro, auch beim Thema Filme, Musik und Co. wandert immer mehr ins Internet, hat aber ja nichts mit Produktivität zu tun. Pocket? Evernote? Hab ich mal ausgetestet, bringt mich persönlich nicht weiter und passt auch (derzeit) nicht in meinen Workflow. Mit Gmail, Kontakte, Kalender und Chrome sind viele Dienste aus dem Hause Google dabei – ist eben eine sehr gute Symbiose, noch dazu sind die Dienste auf nahezu allen Systemen nutzbar.

Und wie gesagt: Ich versuche die verwendeten Dienste so gering wie möglich zu halten und sortiere immer wieder aus, einige Dienste fallen raus, weil bereits genutzte Dienste ähnliche Features einführen – als Beispiel sei hier nur mal die Lesezeichen-Synchronisation von Chrome zu nenen, welche letztlich dafür gesorgt hat, dass ich auf Xmarks verzichten konnte. Das also sind einmal so meine, wenigen und rudimentären Dienste. Welche Dienste zum (mehr oder minder) produktiven Arbeiten nutzt ihr denn so im Web?

Bildquelle Web 2.0 Digitage 2012 by Maureen Flynn-Burhoe // CC // Flickr

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