Produziert Intel bald ARM-Chips für’s iPhone? Bekommt das iPad einen x86-Chip?

Marcel Am 03.12.2012 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:48 Minuten

Gerüchte, Gerüchte – gibt es keine, ist die Firma mit dem Apfel-Logo wahrscheinlich insolvent. Dieses mal dreht es sich nicht nur um Apple, sondern auch im Intel – bekanntlich ist man sich vor einigen Jahren einen Schritt näher gekommen, als man seitens Apple die Macs von PowerPC-CPUs auf CPUs aus dem Hause Intel umgestellt hat. Das war 2006 und seitdem ist viel passiert. Nicht nur, dass AMD im privaten Bereich nur noch ein „Alibi-Mitbewerber“ ist, sondern ARM-Prozessoren haben dank Smartphones und Tablets einen großen Sprung machen können, nicht nur in Sachen Leistung, sondern auch in Sachen Marktanteilen.

Nun geht aus einem Bericht des für die US-Investmentbank RBC Capital tätigen Analysten Doug Freedman hervor, dass zwischen Apple und Intel derzeit ein weitreichender Deal verhandelt wird. Genauer geht es darum, dass es ja kein Geheimnis ist, dass sich Apple immer weiter von Samsung als Hauptlieferer loslösen möchte und scheinbar versucht, Intel mit ins Boot zu holen. Man plane angeblich, den selbst designten SoC von Intel fertigen zu lassen – einen ARM-Chip wohlgemerkt.

ARM ist bekanntlich zu Intels größtem Konkurrenten geworden, und offiziell hat man keinerlei Erfahrungen in der Herstellung von CPUs auf ARM-Basis. Bei Intels Größe und Kapital sollte die Fertigung aber wohl keine großen Probleme bereiten. Zumal man angeblich die Produktion von ARM-Chipsätzen an einen weiteren Deal koppeln würde: So sollen iPads in Zukunft mit einer x86-CPU von Intel ausgestattet werden (der Atom-SoC wäre da denkbar). ARM von Intel, x86 für iPads – wäre eine klassische Win-Win-Situation für beide Unternehmen…

…oder doch nicht? Würde Apple mit dem iPad wirklich auf x86 setzen, müsste man das gesamte Ökosystem umwerfen, welches bekanntlich auf dem ARM beruht. Bisherige Apps müssten emuliert werden, neue Apps sind auf alten Geräten nicht lauffähig – eine einfache Portierung von iPhone- zu iPad-Apps wäre ebenfalls nicht mehr machbar. Denkbar wäre allerdings auch eine Art iPhone Pro, auf welchem eine vielleicht weiter an iOS angepasste OS-X-Version läuft – Microsoft macht es mit dem Surface, Surface Pro und Windows 8/RT ja gerade vor. Aber wie immer bei Gerüchten: Nichts genaues weiß man nicht. Ob es irgendwann wirklich mal so kommt wissen wohl nur die beiden Parteien Apple und Intel – und so zeitnah dürfen wir wohl auch bei Abschluss des Deals nicht mit einem „Intel inside“-Produkt bei den iDevices rechnen.

Wie sieht es denn so bei euch aus? Wäre ein iPad mit x86-CPU und eventuell OS X eine Sache, die für euch interessant wäre? Oder ist die Kategorie „Tablet“, was das System angeht, doch vom klassischen Rechner abzugrenzen? (Quelle)

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