Punish Blocker für iOS: Inhaltsblocker nur mit persönlicher Blacklist

Marcel Am 19.12.2017 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:24 Minuten

Inhaltsblocker für den mobilen Safari gibt es bereits seit iOS 9 und sind damit wahrlich keine Neuheiten mehr. Nachdem es in den ersten Monaten nach der Veröffentlichung wie immer so einige Neuveröffentlichungen gab, ist die Sache danach ein wenig eingeschlafen. Mein Favorit war bislang 1Blocker, vor allem weil dieser auch für den Desktop-Safari verfügbar ist und sich die Einstellungen über die iCloud synchronisieren lassen. Nun bin ich allerdings kein großer Freund der gängigen Werbeblocker: Ich finde es zwar durchaus verständlich, dass es einem auf einigen Seiten zu viel ist und das große Bedürfnis nach einem Adblocker hat. Anderseits finde ich den gängigen Ansatz, zunächst alles zu blocken und einzelne Seiten explizit zu erlauben unfair.

Dieser Meinung ist wohl auch das Team von MacStories und konnten Entwickler Salavat Khanov für ihre Idee gewinnen. Khanov zeigt sich unter anderem für den erwähnten 1Blocker verantwortlich, das nötige Wissen und Potential war also vorhanden. Dabei ist Punish Website herausgesprungen: ebenfalls ein typischer Inhaltsblocker für den mobilen Safari, mit dem Werbeanzeigen und dergleichen ausgeblendet werden. Der große Unterschied: Grundsätzlich wird die Anzeige von Werbung erlaubt, lediglich auf Webseiten, die ihr über das Share Sheet von iOS zu Punish hinzufügt, wird AdSense und Co. ausgeblendet. Der Inhaltsblocker setzt also nicht auf eine Whitelist, sondern auf eine Blacklist.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist Punish Website als experimentelle App beschrieben, die bis dato auch noch nicht die Einstellungsmöglichkeiten des großen Bruders besitzt. Auch eine Erweiterung für den Safari von macOS ist nicht geplant. Aber: Nichts ist in Stein gemeißelt. Ich tippe mal darauf, dass es letztlich auf das Interesse und die Downloadzahlen ankommt ob und wie weit der Inhaltsblocker zukünftig noch ausgebaut wird. Zu wünschen wäre es jedenfalls, denn ich finde den Blacklist-Ansatz  wie eingangs erwähnt um ein Vielfaches stimmiger und passender – weswegen ich seit geraumer Zeit auf Adguard für Safari, Chrome, Firefox und Co. setze.

Punish Website
Punish Website
Entwickler: Salavat Khanov
Preis: 3,49 €

via MacStories

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3 Kommentare vorhanden

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