Pushbullet führt kosten­pflichtige Pro-Accounts ein, 5 US-Dollar pro Monat

Am 17.11.2015 veröffentlicht Lesezeit etwa 1:46 Minuten

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Pushbullet, einer meiner Dienste des letzten Jahres, hat aktuell kosten­pflichtige Pro-Accounts vorge­stellt, mit denen der Dienst weiter in vollem Umfang genutzt werden kann.

Wer Pushbullet nicht kennen sollte, ein kurzes Roundup: Anfang 2014 gestartet, war es mit Hilfe der dazuge­hö­rigen Android-App und Chrome-Erwei­terung möglich, schnell Dateien zwischen den Gerät­schaften hin und her schicken und Benach­rich­ti­gungen von seinem Android-Smart­phone auf den Rechner pushen zu können. Dem folgten einige Verbes­se­rungen wie die Synchro­ni­sation der Benach­rich­ti­gungen auf dem Smart­phone und die Beant­wortung SMS, WhatsApp und Co. Was dann kam, lies mich aller­dings etwas vom Dienst abkehren, denn mit der Einführung von Chats und ähnlichem wurde mir persönlich Pushbullet schlicht etwas zu aufge­dunsen.

Dennoch: Im Grunde ein inter­es­santer Dienst, bei dem man sich immer gefragt hat, wie sie eigentlich ihr Geld verdienen, denn bislang gab es dazu weder eine Aussage, noch irgend­welche Anzeichen. Ich persönlich habe immer vermutet, dass man es darauf anlegt, von einem „Großen“ übernommen zu wären – ist ja auch nicht unlukrativ das ganze. Nun hat sich diese Frage aber wohl erledigt, denn das Pushbullet-Team hat recht aktuell ihre Pro-Accounts vorge­stellt. Kosten­punkt: 4,99 US-Dollar pro Monat, bezie­hungs­weise 39,99 US-Dollar pro Jahr. Das Upgrade auf die Pro-Mitglied­schaft ist ab sofort möglich, bezahlt wird aller­dings erst ab dem 1. Dezember. 

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Die Unter­schiede zwischen den kosten­losen und kosten­pflich­tigen Accounts sind eigentlich schnell erklärt: So lassen sich mit der Pro-Version bis zu 1 GB große Dateien verschicken, der Speicher auf dem Server wird von 2 GB auf 100 GB angehoben. Das Spiegeln von Smart­phone-Benach­rich­ti­gungen ist weiterhin möglich, aller­dings lassen sich mit der kosten­losen Version nur noch 100 Messenger-Nachrichten beant­worten – des Weiteren werden auf dem Rechner gelesene Benach­rich­ti­gungen in der Free-Version nicht mehr automa­tisch auf dem Android-Smart­phone erledigt. Universal Copy & Paste? Steht kosten­losen Nutzern ebenfalls nicht mehr zur Verfügung. 

Schade ist hierbei, dass man bereits bestehenden Nutzern Features aus der Hand nimmt – vor allem der Abgleich der Benach­rich­ti­gungen und das Universal Copy & Paste war eine tolle Sache. Aber: damit muss man halt rechnen, wenn man kostenlose Dienste für sich beansprucht, ist immerhin ihr gutes Recht, damit auch Geld zu verdienen. Wer den kompletten Funkti­ons­umfang von Pushbullet gerne und vor allem rege nutzt, der wird sich nun also die Frage stellen müssen, ob ihm das Mehr an Features die Gebühr wert ist. Ich empfinde es als „etwas“ zu hoch angesetzt, habe Pushbullet aber auch nur begrenzt genutzt. 

Wie schaut es bei euch aus? Nutzt ihr Pushbullet? Werdet ihr auf einen Pro-Account wechseln oder verzichtet ihr zukünftig auf Features?

Quelle Pushbullet