Quip: Einfache, webbasierte Textverarbeitung für mehrere Benutzer

Marcel Am 18.09.2013 veröffentlicht Lesezeit etwa 3:28 Minuten

Immer mehr klassische Desktopanwendungen werden ins Web ausgelagert – zumindest versuchen uns diverse Anbieter diese schon seit geraumen Zeiten schmackhaft zu machen. In Sachen Office oder der Textverarbeitung dürften die meisten „Webtippser“ sicherlich auf Google Docs setzen, aber auch Microsoft hat mit den Office Web Apps ein Online-Angebot verfügbar, ebenso wird Apple wohl in ein paar Tagen iWork für iCloud final freigeben. Seit ein paar Tagen gibt es mit Quip nun eine weitere Online-Textverarbeitung im Web vorzufinden – wobei das so auch falsch ist, denn den Dienst gibt es schon seit einiger Zeit, ist aber seit kurzem in mehreren Sprachen, darunter auch Deutsch, verfügbar. Dabei legt man den Fokus ganz klar auf eine einfache Oberfläche, Kollaboration und der mobilen Bearbeitung der Dokumente.

Hat man sich einmal über seinen Gmail-Account eingeloggt, so bekommt man auch schon direkt eine sehr einfach gehaltene Oberfläche, den Desktop, zu Gesicht. Hier findet man sämtliche Dokumente und Ordner vor, die man so angelegt hat, ebenso gibt es eine Suche. Die linke Spalte dient der Zusammenarbeit mit mehreren Kontakten und zeigt sämtliche Aktivitäten an, sofern diese eben im Zusammenhang mit euren Dokumenten stehen, außerdem lassen sich Nachrichten an Kontakte verschicken.

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Wählt ihr nun in der linken Spalte eine Aktivität aus – egal ob sie von euch selbst stammt oder von einem euer Kontakte, so bekommt ihr nochmals eine detailliertere Ansicht über die vorgenommen Änderungen samt Auszug, könnt Nachrichten bezüglich des Dokumentes hinterlassen oder aber auch Dokumente für andere freigeben:

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Klickt ihr hier nun auf einen der angezeigten Änderungen, so springt der Texteditor direkt zu besagter Stelle – alternativ dazu lassen sich Dokumente natürlich auch direkt über einen Klick vom Quip-Desktop aus öffnen. Auch hier habt ihr wieder eine Sidebar, in der sämtliche Dokument-bezogene Änderungen und Nachrichten angezeigt werden, den Hauptteil nimmt hier allerdings diesmal der Texteditor ein:

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Betrachtet man sich nun einmal den Texteditor, so dürfte sicherlich direkt klar werden, dass die Entwickler hier den Fokus wie gesagt auf die Einfachheit gesetzt haben, denn auf den ersten Blick lassen sich sämtliche Formatierungsmöglichkeiten vermissen. Erst auf den zweiten Blick dürfte einem ein kleines Paragraphen-Symbol am Ende eines Absatzes auffallen, über welches sich eben grobe Formatierungsmöglichkeiten wie der Größe von Überschriften, sowie verschiedene Auflistungen (Nummeriert, einfache Auflistung, Checkliste) nutzen lassen.

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Auch lassen sich natürlich Bilder und Tabellen einfügen, ebenso sind Links möglich oder aber auch Verweise auf andere Dokumente, Quip-Kontakte oder Webseiten – dazu sollte man einmal das @-Symbol oben rechts im Auge behalten, denn über besagtes Icon lassen sich eben diese Dinge in die Dokumente integrieren. Das Zahnrad ermöglicht es euch übrigens (wo wir gerade dabei sind), das Dokument zu drucken, als PDF herunter zu laden oder auch zu löschen.

Wer nun noch grundlegende Formatierungen wie Fettdruck, Kursiv und Unterstrichen sucht, der kann aufatmen, denn auch diese sind natürlich in der Web-Textverarbeitung implementiert – wenn auch lediglich über Shortcuts. Eine Auflistung dieser Shortcuts samt den entsprechenden Funktionen findet ihr in der Quip-Hilfe, im Grunde sind diese recht simpel und einfach zu merken.

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Dokumente lassen sich – wie erwähnt – auch gemeinsam und gleichzeitig mit euren Kontakten bearbeiten, wobei Quip hier die Möglichkeit beschränkt, gleichzeitig an ein- und demselben Absatz zu werkeln. Bearbeitet ein Nutzer Absatz xy, so wird dieser für andere gesperrt, was eventuelle Probleme schon im Ansatz beseitig. Wollt ihr dennoch einen gesperrten Absatz bearbeiten, so könnt ihr diesen übernehmen: Quip sperrt diesen dann für den ursprünglichen Bearbeiter, übernimmt seine Änderungen und gibt den geänderten Absatz für euch frei. (Bildquelle via Web.AppStorm)

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Funktioniert im Browser alles prächtig – aber die Macher haben sich ebenso auf die Fahne geschrieben, dass sich Dokumente auch von unterwegs aus bearbeiten lassen. Zu diesem Zwecke haben die Jungs und Mädels bereits eine entsprechende App für iOS (iPhone und iPad), sowie für Android in petto, die nicht nur genauso aussehen wie die Webapp im Browser, sondern sich auch noch genauso verhalten und bedienen lassen.

Quip
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Entwickler: Quip
Preis: Kostenlos
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Entwickler: Quip, Inc.
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Für Privatnutzer ist der Dienst kostenlos, hierbei ist der Personenkreis allerdings auf maximal fünf Benutzer beschränkt. Wer mehr Zugänge für Benutzer benötigt oder das ein oder andere erweiterte Feature bezüglich Benutzerverwaltung und Remotegeräte, der bekommt für 12 US-Dollar pro Monat Quip Business, ebenso soll in Kürze Quip Enterprise verfügbar gemacht werden, welcher noch einen Schritt weitergeht und sicherlich eher für Unternehmen, denn für Privatpersonen, gedacht ist.

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Fazit? Quip ist ein toller Dienst, wenn es darum geht, einfache Textdokumente online zu verfassen und zu speichern – und natürlich auch für all jene, die zusammen mit anderen größere Dokumente bearbeiten wollen. Die Macher gehen hier einen sehr strikten Weg, indem sie Webapp und Apps 1:1 aneinander anpassen und dabei keine Kompromisse eingehen. Die Eingewöhnungsphase ist nur von kurzer Dauer und dementsprechend hat man sich schnell in Quip hineingefunden – I like.

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