Raid: Ein weiterer Twitter-Client für Android mit vielen Anpas­sungs­op­tionen

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Mit Raid fügt sich ein weiterer Twitter-Client in den Reigen der Twitter-Apps für Android ein und versucht vor allem durch zahlreiche Anpas­sungs­mög­lich­keiten zu überzeugen.

Auch wenn die bereits verfügbare Auswahl an Twitter-Clients im Play Store schon recht breit gestreut ist: weitere Alter­na­tiven sind immer willkommen, denn jeder Jeck ist anders und so gibt es sicherlich Nutzer, die bei den bereits bekannten Clients wie Falcon Pro, Talon, Flamingo oder auch Fenix ein Haar in der Suppe finden. Noch recht frisch im Play Store veröf­fent­licht und aktuell in Version 0.3.1 zur Verfügung stehend: Raid. Eine kostenlose Twitter-App, die sich optisch ein wenig an der offizi­ellen Twitter-App orien­tiert und die poten­tielle Nutzer vor allem mit ihren zahlreichen Anpas­sungs­mög­lich­keiten in der Darstellung der Timeline und der Bedienung von sich überzeugen möchte. 

Raid for Twitter
Entwickler: RaidLabs
Preis: Kostenlos

Erst einmal besitzt Raid natürlich die gängigen Features: Zugriff auf eure Timeline, Listen, Benach­rich­ti­gungen und Direkt­nach­richten. In der Timeline gibt es eine Vorschau für Bilder, GIFs und Videos, ebenso können natürlich Tweets verfasst werden, wobei ihr hier bis zu vier Bilder an einen Tweet anhängen könnt. Auch eine Suche nach Schlag­worten und Hashtags ist imple­men­tiert, bereits getätigte Suchen lassen sich speichern und für langweilige Stunden bietet Raid auch eine Liste für aktuelle Twitter-Trends. Für viele auch immer wichtig: Tweets mit bestimmten Wörtern oder Hashtags lassen sich direkt aus der Timeline filtern – brauche ich persönlich nicht, sehen aber viele eben anders. Und so weit alles Dinge, die eigentlich jeder halbwegs ordent­liche Twitter-Client mit sich bringt. 

Deutlicher umfang­reicher fällt aber der Blick in die Einstel­lungen von Raid aus, in der sich nahezu jedes Detail anpassen lässt. Angefangen bei der Farbge­staltung der App an sich (helles oder dunkles Design mit weißem oder schwarzem Hinter­grund, lässt sich auch automa­tisch auf Basis der Tageszeit aktivieren), bis hin zu diversen Anpas­sungen der Timeline und der Darstellung der Tweets: Schriftart und -größe, Anordnung der Namen, Anzeige der Profil­bilder, Highlight für Links, Anzeige der Tweet-Aktionen, Darstellung der Medien­vor­schau und und und. Des Weiteren lassen sich auch die Reiter selbst anordnen und festlegen, bei Bedarf lassen sich hier auch spezi­fische Listen ablegen. 

Weitere Features, die eher auf die „Power-User“ abzielen: Streaming-Funktion für die Timeline und Benach­rich­ti­gungen, Unter­stützung für mehrere Twitter-Accounts und die Möglichkeit, eigene Push-Backend-Server und DNS hinter­legen und nutzen zu können. Ist wie gesagt alles sehr umfang­reich geworden, nahezu jede Ansicht und jedes Verhalten lässt sich genauer justieren – wird sicherlich Freunde finden. Hier und da kann es schonmal ein wenig haken, dafür aber befindet sich Raid auch noch aktiv in der Entwicklung und bekommt stetig Updates – mal kleinere, mal größere, zuletzt gab es zum Beispiel eine Unter­stützung für die neuen App-Shortcuts von Android 7.1. Wer also noch auf der Suche nach einer Twitter-App ist oder mal ein wenig über den Tellerrand schauen möchte: gerne einmal anschauen.