Ring Stick Up Cam Battery im Test: Wasserfeste und kabellose Kamera für drinnen und draußen

Marcel Am 26.08.2019 veröffentlicht Lesezeit etwa 10:47 Minuten

Kleine Überwachungskameras für die heimischen vier Wände, die komplett kabellos genutzt werden können, sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Eigentlich jeder Hersteller hat entsprechende Geräte im Produkt-Portfolio. Natürlich wären kabelgebundene Kameras immer die erste Wahl, bei diesen muss man sich keine Gedanken um ausreichend geladene Akkus oder eine gute WLAN-Abdeckung machen. Wer aber keine Lust hat, Strom- und Ethernet-Kabel zu verlegen oder dies als Mieter nicht darf, für den stellen aktuelle Kamera-Modelle mit Akku und WiFi eine inzwischen solide Alternative dar. Mein persönlicher Favorit ist die Argus 2 von Reolink, die ohne Störfälle arbeitet, eine gute Auflösung bietet und ohne Cloud auskommt. Daneben gibt es aber auch noch eine ganze Palette an weiteren Kameras.

Auch Ring gehört zu jenen Herstellern, die um die Gunst der potentiellen Nutzer buhlen. Das Unternehmen konnte sich bereits vor sechs, sieben Jahren mit der ersten Version der Ring Video Doorbell einen Namen machen und gehört inzwischen seit Anfang 2018 zu Amazon. In den letzten Monaten hat man sich in seiner Produktpalette noch etwas breiter aufgestellt, so finden sich neben den intelligenten Türklingeln auch diverse Überwachungskameras im Programm, unter anderem die Ring Stick Up Cam. Diese ist sowohl für den Innen- als auch für den Außeneinsatz geeignet und steht in zwei verschiedenen Ausführungen zur Wahl: kabelgebunden (Wired) oder komplett kabellos mit wiederaufladbarem Akku (Battery). Letztere konnte ich mir in den letzten Wochen einmal etwas genauer anschauen.

Das ist die Stick Up Cam Battery

Die Stick Up Cam präsentiert sich modern-minimalstisch und verzichtet auf ein allzu verspieltes Design – wahlweise ist die Kamera im übrigen auch in komplettem Schwarz zu haben. Das komplette Gehäuse besteht aus witterungsbeständigem Kunststoff, allerdings hinterlässt dieser einen hochwertigen Eindruck, was auch für die Verarbeitung insgesamt gilt. Die Größe fällt mit 9,7 x 6 x 6 cm „marktüblich“ aus, wird der Standfuß (bzw. die Halterung) genutzt, kommen in der Höhe nochmals 1-2 Zentimeter hinzu. Zum Vergleich: Die Reolink Argus weist mit 9,6 x 5,8 x 5,9 cm nahezu  die identischen Abmessungen auf, allerdings wirkt die Stick Up Cam aufgrund ihrer Coladosen-Form auf den ersten Blick doch um einiges voluminöser. Ein gutes Beispiel dafür, dass Rundungen kompaktere Abmessungen vortäuschen, bei einer Montage an der Hauswand fällt diese Täuschung aber kaum auf.

Auf der Vorderseite befinden sich wie gewohnt die Kamera-Linse, IR-Sensoren, eine Status-LED, sowie Lautsprecher und Mikrofon. Auf der Rückseite findet sich hinter einem Gummistöpsel versteckt ein Stromanschluss und die Verschraubung für die Halterung. Beim Stromanschluss hat man sich leider für einen proprietären Stecker entschieden, der primär zum Anschluss des optional erhältlichen Solarpanels dient. Die Wahl des Steckers ist schade, denn mit einem MicroUSB-Stecker würde man die für den Nutzer notwendige Entscheidung zwischen Stick Up Cam Wired und Battery obsolet machen. Die Halterung lässt dank Kugelgelenk an der Kamera und Scharnier im Sockel nahezu jeden beliebigen Blickwinkel zu. Positiv ist hierbei, dass die Gelenke aus Aluminium gefertigt sind – vertrauenserweckender als die von anderen Herstellern genutzten Kunststoff-Gelenke.

An der Unterseite der Stick Up Cam Battery befindet sich ein Deckel, der sich via Bajonettverschluss öffnen und schließen lässt. Fas Fach beherbergt den Platz für den Akku und einen Reset-Button und kann, um im Falle einer Außenmontage, zum zusätzlichen Schutz mit einer kleinen Schraube fixiert werden. Der Akku muss zum Laden übrigens immer entnommen werden – aufgrund des Designs und Aufbaus der Kamera wäre ein Laden direkt am Gerät aber wohl auch nicht wirklich praktikabel. Zur Montage an einer Decke oder der Hauswand muss man wohl kaum etwas sagen, dennoch zwei feine Kleinigkeiten: Im Lieferumfang der Stick Up Cam befindet sich alles was ihr benötigt, sprich Schrauben, Schraubendreher (mit zwei Bits) und sogar ein passender 6mm-Steinbohrer. Auch die kleine Wasserwaage im Fuß der Halterung ist ein nett gemachtes und hilfreiches Detail.

Technische Daten ganz nackt

Für die, die sich dafür interessieren, nachfolgend nun einmal die nackten technischen Informationen rund um die Stick Up Cam Battery. Auf das ein oder andere Detail werde ich im Laufe natürlich noch eingehen, denn nicht immer heißen die angegeben Daten auch, dass diese gut umgesetzt oder implementiert wurden.

  • Abmessungen: 9,7 cm x 6 cm x 6 cm (ohne Standfuß)
  • Verfügbare Farben: Schwarz, Weiß
  • Video: 1080p HD
  • Audio: Zweiwege-Audio mit Geräuschunterdrückung
  • Sichtfeld: 115 Grad horizontal, 65 Grad vertikal
  • Bewegungserkennung: Einstellbare Bewegungserkennung
  • Leistung: Akku-Pack (1 enthalten), optionales Solarpanel (separat erhältlich)
  • Anforderungen Internetgeschwindigkeit: Erfordert eine minimale Upload-Geschwindigkeit von 1 Mbps, wir empfehlen für eine optimale Leistung jedoch mindestens 2 Mbps
  • Konnektivität: 802.11 b/g/n WLAN-Verbindung @ 2,4 GHz
  • Durchschnittliche Installationszeit: 5–10 Minuten
  • Betriebsbedingungen: -20,5 °C bis 48,5 °C (-5 °F bis 120 °F), Witterungsbeständig
  • Montagesockel: Integrierter Montagesockel/Standfuß mit verstellbarem Winkel. Kann frei stehen, an einer Wand oder an der Decke montiert werden
  • Paket enthält: Stick Up Cam Battery, Sockelblende, Sockelauflage, Schnellwechsel-Akkupack, Installationswerkzeug und Material, Micro-USB-Ladekabel, Benutzerhandbuch , Sicherheitsaufkleber
  • Garantie: 2 Jahre auf Teile, lebenslanger Käuferschutz

Einrichtung und App-Features

Ring - Always Home
Ring - Always Home
Entwickler: Ring.com
Preis: Kostenlos
Ring - Always Home
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Entwickler: Ring.com
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Die durchschnittliche Installationszeit wird von Ring mit 5-10 Minuten angegeben. Und ja, dass passt soweit. Im Grunde müsst ihr euch nur die App für iOS und Android aufs Smartphone oder Tablet laden, ein Konto erstellen (ohne geht leider rein gar nichts) und schon kann es losgehen. Das gewünschte Gerät auswählen, den sich im Deckel befindlichen QR-Code scannen und ein paar zusätzliche Informationen hinterlegen, schon ist die Einrichtung abgeschlossen. Was mir positiv aufgefallen ist: Im Falle eines Fehlers zeigt euch die Kamera nicht nur durch ein stumpfes Blinken irgendwelcher LEDs an, dass irgendetwas nicht passt. Vielmehr leuchtet diese je nach Ursache in drei verschiedenen Farben (oder auch gar nicht) und die App bietet diesbezüglich Hilfestellungen in Text, Bild und Kurzvideos. Leider werden lediglich 2,4 GHz-Netzwerke unterstützt, auf 5 GHz muss man verzichten.

Die App an sich muss sich nicht verstecken, diese ist optisch modern gehalten und ihrer Strukturierung klar gegliedert – was letztlich zu einer einfachen Bedienung führt. Auf der Hauptansicht werden euch alle hinzugefügten Kameras mitsamt eines Vorschaubildes angezeigt, per Tap könnt ihr direkt in diese Kamera springen. Die Kamera-Ansicht zeigt euch einen Verlauf über alle vergangenen Ereignisse an, deren Kurzaufnahmen ihr euch direkt anschauen könnt. Ebenfalls ist es möglich, ein Live-Video zu starten und per Mikrofon und Lautsprecher an der Kamera mit Personen vor der Kamera zu interagieren. Auch der Download und das Teilen von Aufnahmen ist möglich, leider lassen sich aus den Videos heraus selbst keine Foto-Schnappschüsse speichern. Außerdem könnt ihr euch auch einen Gesamtverlauf aller genutzten Ring-Geräte anschauen und nach verschiedenen Kriterien filtern. Wie gesagt: Die App ist gar nicht mal so schlecht aufgebaut und nutzbar.

Die Bewegungserkennung

Der Bewegungserkennung kommt bei der Stick Up Cam Battery eine sehr große Bedeutung zu, denn von Haus aus befindet sich die Kamera im batterieschonenden Ruhemodus. Nutzt ihr nicht gerade die Live-Ansicht, zeichnet die Kamera also erst auf, wenn die IR-Sensoren eine Bewegung erfassen. Der Haken: Die Kamera zeichnet bei Bewegung maximal etwa 30 Sekunden auf, auch wenn sich weiterhin Personen vor der Kamera bewegen. Und bis die Bewegungserkennung dann abermals zuschlägt, können ein paar Sekunden bis Minuten ins Land gezogen sein. Die Bewegungserkennung selbst funktioniert jedoch zuverlässig, sogar im Dunkeln und bei größerer Entfernung. Sich bewegende Bäume und Büsche werden gekonnt ignoriert, dennoch sollte die Erkennung natürlich auf eure örtlichen und privaten Begebenheiten feinjustiert werden – sonst wird es sehr schnell sehr nervig.

So könnt ihr die Bereiche, die auf Bewegung überwacht werden sollen, anpassen. Bei der kabelgebunden Version lässt sich der Bereich frei markieren, bei der Akku-Variante hingegen könnt lediglich drei feste Bewegungszonen ein- und ausschalten. Um nicht in einer Flut an Benachrichtigungen über erkannte Bewegungen unterzugehen, bietet euch die App zwei Einstellungen: Durch eine Anpassung der Bewegungsempfindlichkeit können kleinere Tiere wie Hund und Katz ignoriert werden und mittels Zeitpläne könnt ihr die Bewegungserkennung nur zu bestimmten Zeiten aktivieren – für flexible An- und Abwesenheiten in meinen Augen suboptimal. Leider lassen sich für letzteres nur fixe Zeitangaben nutzen. Wer bei Bewegungen keinerlei Aufzeichnungen oder Benachrichtigungen erhalten möchte, der kann beides auch getrennt voneinander ein- und ausschalten.

Bild- und Tonqualität

Auf dem Papier weist die Ring Stick Up Cam Battery mit einer Auflösung von 1080p eine für den Hausgebrauch typische Leistung auf. Und bei Tageslicht gibt es an der Bildqualität auch gar nicht viel zu meckern. Aufgrund des sehr großen Blickwinkels hat man natürlich mit einer Fischaugenverzerrung zu kämpfen, dies ändert aber nichts daran, dass das Bild bei ausreichender Helligkeit ausreichend scharf, auch auf eine Distanz von mehreren Metern. Anders sieht es hingegen teils Innen, in der Dämmerung und bei Nacht aus: Auf wenige Meter ist die Bildqualität okay, es gehen aber viele Details verloren, vor allem wenn Bewegung ins Spiel kommt. Personen anhand einer Nachtaufnahme zu identifizieren, dürfte sich als schwierig gestalten. Zu guter Letzt macht die Kamera bei Gegenlicht keinen starken Eindruck, Laternen und Lampen in Nähe der Kamera sind oft ein Problem.

Auf einen Farb-Nachtmodus muss man bei der Akku-Variante übrigens verzichten, diesen gibt es nur bei der Stick Up Cam Wired. Über die Tonqualität gibt es gar nicht viel zu sagen. Man kann Gespräche in Nähe der Kamera gut verstehen und auch die Zwei-Wege-Kommunikation ist ohne das Gefühl einer schlechten Freisprecheinrichtung möglich. Lediglich die angepriesene Geräuschunterdrückung dürfte besser arbeiten, denn auch in der eigentlich ruhigen Nacht haben die Aufnahmen ein untersetztes Rauschen, als würde der Wind vor die Kamera fegen (tat er jedoch nicht). Insgesamt ist die Tonqualität der Stick Up Cam Battery aber für die Zwecke ausreichend. Man darf natürlich keinen hochwertigen Sound erwarten, ich würde ihn am ehesten mit einem 10-Euro-Mini-Lautsprecher vergleichen.

Akkulaufzeit der Kamera

Die Akkulaufzeit wird von Ring mit 6-12 Monate angegeben. Bei der Spanne muss man natürlich irgendwo einen Treffer landen, ob nun bei sieben, acht oder neun Monaten. In sechs Wochen habe ich etwa 50 Prozent verbraucht; allerdings musste die Kamera im Testzeitraum natürlich auch für viele, viele Spielereien herhalten. In der letzten Woche habe ich die Kamera einmal ruhen lassen und name auf einen Verbrauch von 5 Prozent, was in etwa 7-8 Monate ergibt. Irgendwo passt die Angabe also, auch wenn die Nutzungsdauer einer Akkuladung stark davon abhängt, wie viel sie zu tun hat und auch niedrige Temperaturen haben eher einen negativen Effekt. Jedenfalls seit ihr gut beraten, wenn ihr euch zusätzlich zur Kamera auch einen Wechselakku zulegt, den es ihr für rund 25 Euro auf Amazon finden könnt: Das Laden des Akkus fällt mit fünf bis zehn Stunden (je nachdem, ob ihr einen USB-Anschluss nutzt oder ein Wandladegerät) eher hoch aus.

Smart Home und Alexa

Wer den obigen Screenshot mit Ring+ gesehen hat, wird bereits festgestellt haben, dass sich die Kamera auch mit anderen Smart Home-Komponenten vernetzen lässt. Allerdings muss man auf eine offene Schnittstelle wie WiFi, Z-Wave und Co. verzichten, stattdessen arbeitet Ring nur mit ausgewählten Partnern zusammen. Zu diesen zählen zum Beispiel Wemo, Smartlink, Nuki, Kevo und ein paar mehr. Allerdings sollte man keine großen Verzahnungen erwarten, zumindest bei Nuki taucht nicht mehr als eine Verknüpfung zum Öffnen der Nuki-App auf – dies mag bei anderen Ring-Geräten vielleicht anders sein, mit der Stick Up Cam Battery gibt es aber nicht viele Möglichkeiten. In IFTTT ist Ring ebenfalls integriert, aber auch hier könnt ihr lediglich aufs Klingel der Doorbell oder dem Auslösen des Bewegungsmelders reagieren – Aktionen stehen keine zur Verwendung bereit.

Hinter Ring steht wie eingangs erwähnt Amazon und daher ist es kein großes Wunder, dass irgendwo auch Alexa ins Spiel kommt. Die Kamera lässt sich über den Ring-Still mit eurem Alexa-System koppeln und erlaubt dann verschiedenste Sachen. Beispielsweise könnt ihr euch auf allen Echo-Lautsprechern eine Sprachmitteilung ausgeben lassen, wenn eine Bewegung erkannt wurde. Oder aber ihr nutzt den Bewegungsalarm als Auslöser für Routinen um zum Beispiel die Lichter einzuschalten oder sonst etwas zu unternehmen. Leider auch hier: Die Kamera dient nur als Auslöser, bietet aber keine Aktivitäten an. Zu guter Letzt könnt ihr auch via Sprachbefehl eine Live-Ansicht der Kamera auf einem Echo Show, Echo Spot oder Fire TV betrachten. Weitere Systeme wie Apples HomeKit oder Google Assistant werden nicht unterstützt – lediglich für die Doorbell gibt es eine alte Ankündigung.

Nur mit Abo und Cloud vollwertig

Gegen Ende noch ein wichtiger Punkt zu eigentlich allen Ring-Produkten: Ohne ein monatliches oder jährliches Abo für den Ring Protection Plan muss man auf das wohl wichtigste Feature verzichten. Zwar könnt ihr die Live-Ansicht auch ohne aktives Abonnement nutzen und Benachrichtigung bei erkannten Bewegungen erhalten, möchtet ihr aber Aufnahmen automatisch aufzeichnen und sichern lassen, dann geht dies nur mit einem der Ring Protect-Pläne. Diese gibt es für ab 3 Euro im Monat oder 30 Euro pro Jahr – dafür werden eure Aufnahmen dann 30 Tage lang gespeichert. Dies gilt übrigens nur für eine Kamera, wer eine unbegrenzte Zahl nutzen möchte, der muss je Monat 10 Euro (beziehungsweise 100 Euro pro Jahr) blechen und kann Aufnahmen bis zu 60 Tage lang speichern.

Preislich wäre es für mich persönlich durchaus noch im Rahmen, allerdings dürfte dieser Punkt für viele Nutzer ein K.O.-Kriterium darstellen – und das nicht mal als einziges: Denn darüber hinaus hat es Ring ignoriert, dass es ebenso viele Nutzer gibt, die nicht wollen, dass sämtliche Aufnahmen in die Cloud gejagt werden. Und zwar nur dorthin. Eine lokale Sicherung auf SD-Karte oder auf einem NAS oder FTP-Server ist nicht vorgesehen. Natürlich kann man dies damit begründen, dass im Falle eines Einbruchs auch gleich die Kamera mitsamt der Speicherkarte mitgenommen werden könnte – man kann es aber auch sein lassen. Auch dass Ring natürlich höchsten Datenschutz und Datensicherheit verspricht, grenzt man durch die „Cloud only“-Entscheidung viele potentielle Käufer wieder aus.

Fazit und tl;dr

Fazit? Insgesamt bietet man eine kabellose Überwachungskamera für den Innen- und Außeneinsatz, die sich in ihrem Lieferumfang und ihrer Verarbeitung keine großen Minuspunkte erarbeitet. Auch die App hinterlässt einen guten Eindruck und dürfte nicht zu den schlechtesten Apps für Kameras gehören. Die Bildqualität am Tage ist stark, sobald es aber dämmert oder gänzlich dunkel ist, hat die Kamera aber deutliche Schwächen. Die Bewegungssensoren schlagen zuverlässig zu und Benachrichtigungen werden schnell aufs Smartphone gepusht. Bei der Akkulaufzeit kommt es natürlich darauf an, wie belebt die Orte sind, an denen die Kamera platziert wird, aber auch mit nur sechs Monaten Laufzeit geht sie absolut in Ordnung. Das einmal die groben Eckdaten.

Soweit eine grundsolide Kamera. Wären da nicht die Alternativen, die natürlich in zahlreichen Ausführungen vorhanden sind. Der Abo-Zwang ist dabei gar kein so großer Kritikpunkt, denn im Groben gehen die Pläne meiner Meinung nach in Ordnung. Auch die Cloud-Pflicht spielt eher nebensächlich in die Bewertung ein, denn Cloud-Verweigerer werden die Kamera gar nicht erst ins Auge fassen. Nun möchte Ring 199 Euro für die Stick Up Cam Battery haben. Zum Vergleich: Mein Favorit, die Reolink Argus 2 gibt es für 120 Euro und steht der Ring-Kamera und ihrer App in nichts nach. Hat man persönlich kein Problem mit Abo und Cloud oder möchte unbedingt Alexa ins Spiel bringen, macht man mit der Stick Up Cam Battery nicht all zu viel falsch. Aber mal zahlt unter Umständen mehr, als man vielleicht ausgeben müsste…

Dieser Artikel wurde mir vom Hersteller als Testmuster zur Verfügung gestellt. Mehr Infos

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4 Kommentare vorhanden

Leider auch hier: Die Kamera dient nur als Auslöser, bietet aber Aktivitäten an.

Fehlt da ein „keine“?

Sehr ausführlicher Artikel mit vielen Bildern, toll gemacht. Danke!

Dein Fazit liest sich, als hättest Du die Cam gesponsort bekommen Cloud, Accountzwang, nur 2,4GHz … ich frage mich, welche Zielgruppe konkret angesprochen werden soll.
Mit Amazon im Nacken hat man einen potenten Vertriebskanal und so ist dann auch die Reichweite gegeben. Ohne das, würde ich mir den Vertrieb mit den „Features“ komplizierter vorstellen.

Und bei aller Liebe zu dem Technikgedöhns man muss echt kein Cloud-Gegner sein, um Online-Aufnahmen abzulehnen, wenn die auch noch an ein Abo gebunden sind.

Fehlt da ein „keine“?

Danke, ist korrigiert.

Dein Fazit liest sich, als hättest Du die Cam gesponsort bekommen

So wie es unten auch vermerkt ist? Aber nein, die Cam geht wieder zurück.

Cloud, Accountzwang, nur 2,4GHz … ich frage mich, welche Zielgruppe konkret angesprochen werden soll.

Wer keine Cloud und kein Abo mag, der kommt halt nicht in Frage. Zielgruppe: Solche, die ein einfaches System nutzen wollen, ohne den Krempel wie NAS, Freigaben und Co. ¯\_(ツ)_/¯ Für mich beides kein K.O.-Kriterium und Abos erst recht nicht, muss jeder für sich einschätzen können – aber Gedanken findest du im Text ja genug. Nur mal so: Du nutzt sicherlich auch keinen Facebook Messenger, Dropbox und Co., was?

Clouds sind nicht per se schlecht, auch wenn ich diese eher im beruflichen Umfeld nutze, auch privat dürfen einige Daten dahin. Ja, ich nehme Datenschutz ernst. Sehr ernst. Das wir da leicht unterschiedliche Einstellungen haben, sagen mir meine Browser Plugins auf eine Blick, plus die vielen Artikel die ich von Dir gelesen habe, aber kein Grund treue Leser zu veräppeln

Ich halte schwarz-weiß denken für falsch. Aber genauso wie Facebook für mich ein verbotener Brand ist (und alle Domains und IPs von denen im Netzwerk geblockt werden), so sollte man darüber nachdenken ob man Filme von fremden Personen in die Cloud streamt. Und das dürften die meisten tun, wenn sie ihre Haustür überwachen.

Übrigens, Danke jetzt habe ich den Sponsoring Hinweis auch gesehen. Hab danach gesucht beim ersten Lesen, aber nicht gefunden … sehr geschickt platziert

So oder so mag ich Deine Tests. Weiter so!

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